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Renten: Die US-Administration bringt das Infrastrukturprogramm auf den Weg
13.02.18 09:00
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Nach der US-Steuerreform hat die US-Administration nun das Infrastrukturprogramm auf den Weg gebracht, so die Analysten der National-Bank AG.
Dass die Infrastruktur einer grundlegenden Verbesserung bedürfe, gelte als unstrittig. Gemäß US-Regierungsplänen sollten sich die USA mit etwa 200 Mrd. USD an den Maßnahmen beteiligen. Der verbleibende Rest solle von den einzelnen Bundessstaaten, Kommunen und der privaten Hand geschultert werden. Unter den republikanischen Abgeordneten rege sich in beiden Kammern des Kongresses jedoch Widerstand gegen eine weitere Ausdehnung der Haushaltsdefizite sowie der Verschuldung. Entsprechend sei die US-Administration auf der Suche nach Möglichkeiten der Gegenfinanzierung. Ergebnis offen. Vermutlich wolle die US-Regierung den Rückenwind nutzen, den die Verabschiedung der Steuerreform gebracht habe. Ob ihr das gelingen werde, sei jedoch unklar.
Gerade vor dem Hintergrund der Löcher, die die Steuerreform erst einmal in die öffentlichen Kassen reißen werde und damit die die Verschuldung der USA gemessen am BIP ansteigen lassen werde, dürften neben den Demokraten auch fiskalkonservative republikanische Kreise schwer von zusätzlichen Ausgaben zu überzeugen sein. Außerdem müssten die Kapitalmärkte dann noch mehr US-Staatsanleihen verkraften. Außerdem habe die US-Regierung ihre Wachstumsprognosen bis 2020 veröffentlicht: Man gehe grundsätzlich von mehr als 3% BIP-Wachstum aus, die Arbeitslosenquote sinke, und die Konsumentenpreissteigerung liege um die 2%. Erwartungsgemäß seien die Schätzungen als optimistisch anzusehen.
Heute blicke man ähnlich wie am Montag in einen leeren Datenkalender. Am Abend werde sich Loretta Mester äußern, die in diesem Jahr im FOMC stimmberechtigt sei. Es sei zu erwarten, dass sie sich für baldige Leitzinsanhebungen stark machen werde und auch einer vierten Anhebung der FED Funds Zielzone im laufenden Jahr mit Blick auf die Dynamik der US-Wirtschaft sowie die Vollbeschäftigung offen gegenüber stehen werde.
Ansonsten würden die Investoren sicher auf die Aktienmärkte schauen. Dort sei der Optimismus scheinbar wieder zurückgekehrt. Allerdings hätten die "sichern Anlagehäfen" wie Bunds oder US-Treasuries von den Kursverlusten der letzten Woche nicht mehr recht profitieren können. Vermutlich hätten die Investoren wegen der Sorge vor deutlich steigenden Renditen am langen Ende der Zinsstrukturkurve ihre freien Mittel zwischengeparkt und zwar im Geldmarkt (USA) oder in kurzen Laufzeiten im Euroraum.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte heute wenig verändert in den Tag starten. Impulse für den Handel würden erst einmal Mangelware bleiben. Bei den Emissionen aus Italien sei insbesondere die Aufnahme der 2048er Laufzeit von Interesse. Ansonsten dürften sich die Emissionen trotz der Unsicherheit hinsichtlich des künftigen politischen Kurses nach der Wahl am 4. März problemlos aufgenommen werden. Der Bund-Future dürfte sich zwischen 157,30 und 158,80 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,75 und 2,91% schwanken. (13.02.2018/alc/a/a)
Dass die Infrastruktur einer grundlegenden Verbesserung bedürfe, gelte als unstrittig. Gemäß US-Regierungsplänen sollten sich die USA mit etwa 200 Mrd. USD an den Maßnahmen beteiligen. Der verbleibende Rest solle von den einzelnen Bundessstaaten, Kommunen und der privaten Hand geschultert werden. Unter den republikanischen Abgeordneten rege sich in beiden Kammern des Kongresses jedoch Widerstand gegen eine weitere Ausdehnung der Haushaltsdefizite sowie der Verschuldung. Entsprechend sei die US-Administration auf der Suche nach Möglichkeiten der Gegenfinanzierung. Ergebnis offen. Vermutlich wolle die US-Regierung den Rückenwind nutzen, den die Verabschiedung der Steuerreform gebracht habe. Ob ihr das gelingen werde, sei jedoch unklar.
Heute blicke man ähnlich wie am Montag in einen leeren Datenkalender. Am Abend werde sich Loretta Mester äußern, die in diesem Jahr im FOMC stimmberechtigt sei. Es sei zu erwarten, dass sie sich für baldige Leitzinsanhebungen stark machen werde und auch einer vierten Anhebung der FED Funds Zielzone im laufenden Jahr mit Blick auf die Dynamik der US-Wirtschaft sowie die Vollbeschäftigung offen gegenüber stehen werde.
Ansonsten würden die Investoren sicher auf die Aktienmärkte schauen. Dort sei der Optimismus scheinbar wieder zurückgekehrt. Allerdings hätten die "sichern Anlagehäfen" wie Bunds oder US-Treasuries von den Kursverlusten der letzten Woche nicht mehr recht profitieren können. Vermutlich hätten die Investoren wegen der Sorge vor deutlich steigenden Renditen am langen Ende der Zinsstrukturkurve ihre freien Mittel zwischengeparkt und zwar im Geldmarkt (USA) oder in kurzen Laufzeiten im Euroraum.
Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte heute wenig verändert in den Tag starten. Impulse für den Handel würden erst einmal Mangelware bleiben. Bei den Emissionen aus Italien sei insbesondere die Aufnahme der 2048er Laufzeit von Interesse. Ansonsten dürften sich die Emissionen trotz der Unsicherheit hinsichtlich des künftigen politischen Kurses nach der Wahl am 4. März problemlos aufgenommen werden. Der Bund-Future dürfte sich zwischen 157,30 und 158,80 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,75 und 2,91% schwanken. (13.02.2018/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,5646 € | 125,371 € | 0,1936 € | +0,15% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 132,00 € | 124,26 € | |
16.04.26
, Helaba
Bund-Future scheitert an 21-Tage-Linie


