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Renten: Starke Nachfrage nach Peripherie-Neuemissionen


12.04.21 08:45
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Nach den Osterfeiertagen setzte bei den Euro-Staatsanleihen eine umfangreiche Neuemissionstätigkeit ein, so die Experten von Union Investment.

Italien habe einen Langläufer mit Fälligkeit in 50 Jahren im Gegenwert von fünf Milliarden Euro emittiert und gleichzeitig ein Papier mit sieben Jahren Laufzeit (sieben Milliarden Euro Umfang) aufgestockt. Beide Anleihen hätten einen regelrechten Ansturm durch die Anleger erlebt, die Orderbücher hätten bei Schließung eine Nachfrage von insgesamt 130 Milliarden Euro umfasst. Die gute Stimmung am Markt sei auch den neuen Papieren aus Portugal zugute gekommen, welches einen Zehnjahresbond emittiert habe. Die vier Milliarden Euro schwere Anleihe sei mit einer Nachfrage über 30 Milliarden Euro ebenfalls deutlich überzeichnet gewesen.

An den Bondmärkten habe in der verkürzten Handelswoche eine verhalten freundliche Stimmung geherrscht. An den Kernmärkten in den USA und im Euroraum seien zunächst leicht rückläufige Renditen zu beobachten gewesen. Zum Wochenschluss habe die Verzinsung aber wieder leicht angezogen. Zumindest habe sich der Zinsanstieg nicht weiter fortgesetzt. Auf den Zinsstrukturkurven in den USA und in Deutschland habe sich in der Berichtswoche wenig getan.

In der Euro-Peripherie habe sich im Vergleich zum Vorwochenschluss ein leichter Renditeanstieg gezeigt, der wohl den - wenngleich auch gut platzierten - umfangreichen Neuemissionen geschuldet gewesen sei. Die Renditen in Italien, Portugal und Spanien hätten sich aber nur jeweils um wenige Basispunkte erhöht. Der iBoxx - Sovereigns-Index habe leicht im Minus gelegen.

Euro-Unternehmenspapiere und EM-Anleihen hätten leicht ins Plus tendiert, die Risikoaufschläge in beiden Märkten seien rückläufig gewesen. Vor allem EM-Titel hätten von der Entspannung am US-Staatsanleihemarkt ein wenig profitieren können. (Ausgabe vom 09.04.2021) (12.04.2021/alc/a/a)