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Renten: Sicherheit weniger gefragt - Renditen ziehen wieder an
10.02.20 09:00
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die zunehmende Risikofreude der Anleger brachte im Gegenzug die als sicher geltenden Bundesanleihen und US-Schatzanweisungen unter Druck, so die Experten von Union Investment.
Kursverluste respektive dementsprechende Renditeanstiege seien die Folge gewesen. Beide Zinsstrukturkurven hätten sich parallel nach oben verschoben. Am US-Markt sei ein Renditeanstieg von bis zu zehn, bei Bundesanleihen bis zu sechs Basispunkten zu beobachten gewesen. Die (negative) Rendite zehnjähriger Bundesanleihen habe per Freitag bei minus 39 Basispunkten gelegen.
In der Peripherie sei die Renditeentwicklung uneinheitlich gewesen. In Spanien ansteigend, in Italien sei hingegen kaum Bewegung auszumachen gewesen. Heute Abend stehe die Überprüfung der Kreditwürdigkeit der Italiener bei einer großen US-Ratingagentur an. Die aktuelle Einstufung liege bei BBB mit negativem Ausblick.
Das Highlight der Woche sei hingegen der griechische Staatsanleihemarkt gewesen. Die Zehnjahresrendite sei per Freitagmittag in Richtung Ein-Prozentmarke (1,06 Prozent) und damit auf ein Rekordtief gefallen. Eine bessere wirtschaftliche Verfassung lasse bei den Anlegern Fantasie hinsichtlich einer möglichen Ratingverbesserung aufkommen. Damit würden auch die Chancen steigen, dass griechische Staatsanleihen Gegenstand des Anleiheankaufprogramms der Europäischen Zentralbank (EZB) würden. Die EZB würde mit den Ankäufen den Markt für griechische Staatsbonds verknappen.
Auf Gesamtmarktebene (iBoxx Sovereigns) hätten Euro-Staatsanleihen bis Donnerstabend per Saldo 0,5 Prozent abgegeben.
Die Ausbreitung des Corona-Virus und seine Folgen würden für die Finanzmärkte zentrales Thema bleiben, wenngleich ein Abflauen des medialen Interesses zu beobachten sei. Mit Blick auf die anstehenden Konjunkturdaten werde die Veröffentlichung des Bruttoinlandsproduktes der deutschen Wirtschaft im vierten Quartal von größerem Interesse sein. Der Hinweis beim vorläufigen Jahresergebnis auf eine leichte Erholung im letzten Quartal ringe dem Konsens ein leichtes Plus in Höhe von 0,1 Prozent ab. Zudem werde auch die Wirtschaftsleistung im gesamten Euroraum bekannt gegeben.
In den USA würden die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion (beide Januar) zu den wichtigsten Daten in der neuen Handelswoche zählen. (Ausgabe vom 07.02.2019) (10.02.2020/alc/a/a)
Kursverluste respektive dementsprechende Renditeanstiege seien die Folge gewesen. Beide Zinsstrukturkurven hätten sich parallel nach oben verschoben. Am US-Markt sei ein Renditeanstieg von bis zu zehn, bei Bundesanleihen bis zu sechs Basispunkten zu beobachten gewesen. Die (negative) Rendite zehnjähriger Bundesanleihen habe per Freitag bei minus 39 Basispunkten gelegen.
In der Peripherie sei die Renditeentwicklung uneinheitlich gewesen. In Spanien ansteigend, in Italien sei hingegen kaum Bewegung auszumachen gewesen. Heute Abend stehe die Überprüfung der Kreditwürdigkeit der Italiener bei einer großen US-Ratingagentur an. Die aktuelle Einstufung liege bei BBB mit negativem Ausblick.
Auf Gesamtmarktebene (iBoxx Sovereigns) hätten Euro-Staatsanleihen bis Donnerstabend per Saldo 0,5 Prozent abgegeben.
Die Ausbreitung des Corona-Virus und seine Folgen würden für die Finanzmärkte zentrales Thema bleiben, wenngleich ein Abflauen des medialen Interesses zu beobachten sei. Mit Blick auf die anstehenden Konjunkturdaten werde die Veröffentlichung des Bruttoinlandsproduktes der deutschen Wirtschaft im vierten Quartal von größerem Interesse sein. Der Hinweis beim vorläufigen Jahresergebnis auf eine leichte Erholung im letzten Quartal ringe dem Konsens ein leichtes Plus in Höhe von 0,1 Prozent ab. Zudem werde auch die Wirtschaftsleistung im gesamten Euroraum bekannt gegeben.
In den USA würden die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion (beide Januar) zu den wichtigsten Daten in der neuen Handelswoche zählen. (Ausgabe vom 07.02.2019) (10.02.2020/alc/a/a)


