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Renten: Sichere Staatsanleihen geben nach


16.12.19 09:00
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Während Risiko in der Berichtswoche gefragt war, gaben die als sicherer Anlagehafen geltenden Staatsanleihen nach, so die Experten von Union Investment.

Am US-Markt habe die Verzinsung im Zehnjahresbereich in Richtung 1,9 Prozent leicht angezogen, die Zinskurve habe sich um einige Basispunkte nach oben verschoben. Auch im Euroraum hätten Renditeanstiege das Bild geprägt. Deutsche Bundesanleihen hätten sich mit minus 25 Basispunkten im Zehnjahresbereich gut fünf Basispunkte höher als zum Vorwochenschluss verzinst. In der Peripherie hätten hingegen leichte Renditerückgänge das Bild geprägt. Auf Indexebene (iBoxx - Sovereigns) habe der Gesamtmarkt bis Donnerstagabend per saldo weitgehend auf der Stelle getreten. In Japan seien in der Berichtswoche zeitweise erstmals seit längerem leicht positive Zehnjahresrenditen zu beobachten gewesen.

Die kommenden Feiertage und der Jahreswechsel würden sich am Markt für europäische Unternehmensanleihen bemerkbar machen. Die Neuemissionsflut habe spürbar nachgelassen, die Marktliquidität gehe zusehends zurück. Der Unterton bleibe aber positiv. Die Risikoaufschläge (Spreads) würden sich aber weiterhin einengen, wenngleich die steigenden Staatsanleiherenditen im Gegenzug etwas belasten würden. (Ausgabe vom 13.12.2019) (16.12.2019/alc/a/a)