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Renten: Schwache EWU-Konjunktur und reduzierte Leitzinserwartungen drücken Renditeniveau
08.03.19 11:15
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Kapitalmarktzinsen haben in den vergangenen Wochen von ihren bereits sehr niedrigen Niveaus aus noch einmal etwas nachgegeben, so die Analysten von Postbank Research.
10-jährige Bundesanleihen hätten zwischenzeitlich nur noch bei 0,09% rentiert. Die Rendite entsprechender US-Treasuries gleicher Laufzeit sei bis auf 2,63% gefallen. Nachfolgend hätten die Kapitalmarktzinsen zwar wieder etwas angezogen, aber mit 0,17% bei Bunds bzw. mit 2,72% bei US-Treasuries noch um 2 bzw. 4 Basispunkte niedriger als zum Zeitpunkt der letzten Ausgabe von "Zinsen und Währungen" gelegen.
Hintergrund des leicht abwärts gerichteten Zinstrends seien anhaltend schwache Konjunkturdaten gewesen, vor allem aus dem Euroraum. Gleichzeitig bleibe die Inflation dank eines moderaten Ölpreises und eines weiterhin niedrigen allgemeinen Preisdrucks gedämpft. Dementsprechend hätten sich die Inflationserwartungen am aktuellen Rand weiter zurückgebildet. Die am Markt eingepreisten mittelfristigen Inflationserwartungen für den Euroraum lägen gerade einmal noch bei 1,4% und damit deutlich unterhalb des EZB-Inflationsziels von knapp 2%. Kein Wunder, dass die Märkte auf Sicht der kommenden zwölf Monate keinen Zinsschritt im Euroraum erwarten würden. In den USA seien die Leitzinserwartungen massiv zurückgegangen. Seien die Märkte vor ein paar Monaten noch von einer weiteren Zinserhöhung ausgegangen, werde für das kommende Jahr nun sogar eine Lockerung der Geldpolitik eingepreist.
Faktoren, die eine nachhaltige Trendwende im Renditeniveau herbeiführen könnten, seien nach Einschätzung der Analysten von Postbank Research nicht in Sicht. Die Wirtschaft im Euroraum befinde sich in einer anhaltenden Konjunkturschwäche. Gleichzeitig sei eine baldige Annäherung der Inflation an den EZB-Zielwert wegen der moderaten Ölpreisentwicklung unwahrscheinlich. Vor diesem Hintergrund sollten die Renditen in den kommenden Monaten nahe an ihren aktuellen Niveaus verharren. Auf Jahressicht dürfte die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen leicht in Richtung 0,40% anziehen. Die Analysten von Postbank Research würden diesbezüglich ihre bisherige Prognose eines Anstiegs auf 0,70% revidieren. Selbst die herabgesetzte Erwartung basiere auf der Annahme, dass die Konjunkturdynamik im Euroraum in der zweiten Jahreshälfte wieder etwas anziehe und ein weiterer signifikanter Rückgang der Inflationsrate ausbleibe. Da die Analysten von Postbank Research eine erste Leitzinserhöhung der EZB frühestens gegen Ende 2020 für wahrscheinlich halten würden, würden vonseiten der Geldpolitik vorerst keine renditesteigernden Effekte ausgehen.
Auch die Auswirkungen der US-Geldpolitik dürften vor dem Hintergrund, dass wir nur noch eine US-Leitzinserhöhung in diesem Jahr erwarten, eng limitiert sein, so die Analysten von Postbank Research. So würden die Analysten auch ihre 12-Monats-Prognose für die Rendite 10-jähriger US-Treasuries von 3,10% auf 2,90% reduzieren. (Zinsen und Währungen März 2019) (08.03.2019/alc/a/a)
10-jährige Bundesanleihen hätten zwischenzeitlich nur noch bei 0,09% rentiert. Die Rendite entsprechender US-Treasuries gleicher Laufzeit sei bis auf 2,63% gefallen. Nachfolgend hätten die Kapitalmarktzinsen zwar wieder etwas angezogen, aber mit 0,17% bei Bunds bzw. mit 2,72% bei US-Treasuries noch um 2 bzw. 4 Basispunkte niedriger als zum Zeitpunkt der letzten Ausgabe von "Zinsen und Währungen" gelegen.
Faktoren, die eine nachhaltige Trendwende im Renditeniveau herbeiführen könnten, seien nach Einschätzung der Analysten von Postbank Research nicht in Sicht. Die Wirtschaft im Euroraum befinde sich in einer anhaltenden Konjunkturschwäche. Gleichzeitig sei eine baldige Annäherung der Inflation an den EZB-Zielwert wegen der moderaten Ölpreisentwicklung unwahrscheinlich. Vor diesem Hintergrund sollten die Renditen in den kommenden Monaten nahe an ihren aktuellen Niveaus verharren. Auf Jahressicht dürfte die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen leicht in Richtung 0,40% anziehen. Die Analysten von Postbank Research würden diesbezüglich ihre bisherige Prognose eines Anstiegs auf 0,70% revidieren. Selbst die herabgesetzte Erwartung basiere auf der Annahme, dass die Konjunkturdynamik im Euroraum in der zweiten Jahreshälfte wieder etwas anziehe und ein weiterer signifikanter Rückgang der Inflationsrate ausbleibe. Da die Analysten von Postbank Research eine erste Leitzinserhöhung der EZB frühestens gegen Ende 2020 für wahrscheinlich halten würden, würden vonseiten der Geldpolitik vorerst keine renditesteigernden Effekte ausgehen.
Auch die Auswirkungen der US-Geldpolitik dürften vor dem Hintergrund, dass wir nur noch eine US-Leitzinserhöhung in diesem Jahr erwarten, eng limitiert sein, so die Analysten von Postbank Research. So würden die Analysten auch ihre 12-Monats-Prognose für die Rendite 10-jähriger US-Treasuries von 3,10% auf 2,90% reduzieren. (Zinsen und Währungen März 2019) (08.03.2019/alc/a/a)
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| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,40 % | 2,15 % | ||


