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Renten: Renditestrukturkurve deutscher Bunds normalisiert sich weiter
25.09.24 09:01
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Die von der FED gesendeten Signale für weitere geldpolitische Lockerungen kommen gut an (mehrere US-Notenbanker lassen die Tür für weitere Zinssenkungen offen), so die Analysten der Nord LB.
In diesem Umfeld normalisiere sich am europäischen Rentenmarkt die seit 11/2022 invertierte Renditestrukturkurve dt. Bunds weiter. Zweijährige Papiere würden jetzt bei 2,09% rentieren, zehnjährige bei 2,14%. Sorgenfalten bereite am Staatsanleihenmarkt lediglich die Performance franz. OATs. Der Risikoaufschlag ggü. Bunds (10Y) habe sich in den letzten Tagen wieder auf 77bp erhöht. Der Bondmarkt traue der franz. Regierungsbildung noch nicht wirklich über den Weg; die enormen Schulden sowie das Defizitproblem würden belasten.
Die chinesische Notenbank stabilisiere die Konjunktur mit den größten Stützungsmaßnahmen seit der Corona-Pandemie. Vorschriften für den Erwerb von Zweitwohnungen seien gelockert worden. Überdies reduziere Peking den Mindestreservesatz für Banken, sowie den Sieben-Tage-Reserve-Repo-Satz.
Die Stimmung in den deutschen Unternehmen habe sich im September den fünften Monat in Folge verschlechtert. Der ifo-Geschäftsklimaindex sei auf 85,4 Punkte gesunken, die aktuelle Lage werde so schlecht eingeschätzt wie seit Juli 2020 nicht mehr. Dabei habe die Fallgeschwindigkeit sowohl beim Headline-Index als auch bei der Lage- und Erwartungskomponente wieder zugenommen.
Vor allem das Geschäftsklima in der Industrie schwächele auf einem Vierjahrestief angesichts der globalen Nachfrageschwäche, aber auch die Inlandsnachfrage komme angesichts der vielfältigen Belastungsfaktoren nicht in Schwung. Die deutsche Konjunktur benötige dringend Impulse, wobei man sich wohl nicht allein auf den weiteren moderaten Lockerungspfad der EZB verlassen können werde, um die immer weiter um sich greifende Krisenstimmung wieder einzudämmen.
Nach den gestern veröffentlichten Hauspreisdaten aus den USA werde heute noch auf die Angaben zu den Neubauverkäufen zu achten sein (Berichtsmonat August). Nach dem Anstieg im Juli dürfte die Luft für weitere Zuwächse bei dieser Zeitreihe zunächst begrenzt sein. Allerdings sollte die Zinswende in Washington dem Immobilienmarkt grundsätzlich schon helfen. (25.09.2024/alc/a/a)
In diesem Umfeld normalisiere sich am europäischen Rentenmarkt die seit 11/2022 invertierte Renditestrukturkurve dt. Bunds weiter. Zweijährige Papiere würden jetzt bei 2,09% rentieren, zehnjährige bei 2,14%. Sorgenfalten bereite am Staatsanleihenmarkt lediglich die Performance franz. OATs. Der Risikoaufschlag ggü. Bunds (10Y) habe sich in den letzten Tagen wieder auf 77bp erhöht. Der Bondmarkt traue der franz. Regierungsbildung noch nicht wirklich über den Weg; die enormen Schulden sowie das Defizitproblem würden belasten.
Die Stimmung in den deutschen Unternehmen habe sich im September den fünften Monat in Folge verschlechtert. Der ifo-Geschäftsklimaindex sei auf 85,4 Punkte gesunken, die aktuelle Lage werde so schlecht eingeschätzt wie seit Juli 2020 nicht mehr. Dabei habe die Fallgeschwindigkeit sowohl beim Headline-Index als auch bei der Lage- und Erwartungskomponente wieder zugenommen.
Vor allem das Geschäftsklima in der Industrie schwächele auf einem Vierjahrestief angesichts der globalen Nachfrageschwäche, aber auch die Inlandsnachfrage komme angesichts der vielfältigen Belastungsfaktoren nicht in Schwung. Die deutsche Konjunktur benötige dringend Impulse, wobei man sich wohl nicht allein auf den weiteren moderaten Lockerungspfad der EZB verlassen können werde, um die immer weiter um sich greifende Krisenstimmung wieder einzudämmen.
Nach den gestern veröffentlichten Hauspreisdaten aus den USA werde heute noch auf die Angaben zu den Neubauverkäufen zu achten sein (Berichtsmonat August). Nach dem Anstieg im Juli dürfte die Luft für weitere Zuwächse bei dieser Zeitreihe zunächst begrenzt sein. Allerdings sollte die Zinswende in Washington dem Immobilienmarkt grundsätzlich schon helfen. (25.09.2024/alc/a/a)


