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Renten: Renditerückgang bei Bundesanleihen und US-Treasuries
20.04.20 11:00
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Euro-Staatsanleihen bewegten sich in den vergangenen Handelstagen auf Gesamtmarktebene (iBoxx - Sovereigns-Index) in engen Bahnen, so die Experten von Union Investment.
Papiere aus den Kernländern seien eher gesucht gewesen, es habe Zugewinne und damit leichte Renditerückgänge gegeben. Die deutsche Zinsstrukturkurve habe sich nach unten verschoben, in den längeren Laufzeitbereichen von zehn Jahren an seien die Renditen um bis zu 13 Basispunkte gefallen. Gleichzeitig habe die Kurve ein wenig flacher tendiert. Auch am US-Staatsanleihemarkt habe sich die Zinskurve infolge des Renditerückgangs um fünf bis zehn Basispunkte nach unten verschoben.
An den Peripheriemärkten habe hingegen die Unsicherheit überwogen. Kursverluste hätten das Handelsgeschehen geprägt. Die Verschuldungssituation Italiens und die für die am 23. April angesetzte EU-Spitzenrunde mit der anhaltenden Diskussion über eine Vergemeinschaftung von Schulden habe für Druck auf die Notierungen gesorgt. Der Renditespread zwischen Bundesanleihen und italienischen Bonds (zehn Jahre) habe sich in der Berichtswoche um 35 auf 226 Basispunkte ausgeweitet. Darüber hinaus seien weitere Neuemissionen, so etwa aus Griechenland, platziert worden. Die Nachfrage sei gut gewesen, wenngleich starke Überzeichnungen nicht mehr zu beobachten gewesen seien. Dennoch sei die griechische Zehnjahresrendite im Wochenverlauf von 1,74 auf 2,07 Prozent angestiegen.
Am Markt für Euro-Unternehmensanleihen habe sich die Erholung fortgesetzt. Die Risikoprämien hätten sich innerhalb weniger Tage auf Gesamtmarktebene (ICE BofA Merrill Lynch Euro Corp-Index, ER00) um zehn auf 166 Basispunkte eingeengt. Im März habe der Aufschlag in der Spitze noch bei rund 200 Basispunkten gelegen. Die nun im Rahmen der Quartalsberichtssaison einhergehende blackout period werde nun zu geringerem Neuemissionsvolumen am Primärmarkt führen. Die Platzierungstätigkeit sei schon merklich zurückgegangen. Dies dürfte, zusammen mit den Zentralbankankäufen, den Markt gut unterstützen.
In den Anleihemärkten der Schwellenländer hätten die Risikoaufschläge von in Euro und US-Dollar notierten Papieren unter leichten Schwankungen weitgehend seitwärts tendiert. Zunächst seien diese in der Berichtswoche sogar unter die Marke von 590 Basispunkten (JP Morgan EMBI Global Div. Sovereign Spread) gefallen, zuletzt aber wieder über die 600er-Marke gestiegen. (Ausgabe vom 17.04.2020) (20.04.2020/alc/a/a)
Papiere aus den Kernländern seien eher gesucht gewesen, es habe Zugewinne und damit leichte Renditerückgänge gegeben. Die deutsche Zinsstrukturkurve habe sich nach unten verschoben, in den längeren Laufzeitbereichen von zehn Jahren an seien die Renditen um bis zu 13 Basispunkte gefallen. Gleichzeitig habe die Kurve ein wenig flacher tendiert. Auch am US-Staatsanleihemarkt habe sich die Zinskurve infolge des Renditerückgangs um fünf bis zehn Basispunkte nach unten verschoben.
Am Markt für Euro-Unternehmensanleihen habe sich die Erholung fortgesetzt. Die Risikoprämien hätten sich innerhalb weniger Tage auf Gesamtmarktebene (ICE BofA Merrill Lynch Euro Corp-Index, ER00) um zehn auf 166 Basispunkte eingeengt. Im März habe der Aufschlag in der Spitze noch bei rund 200 Basispunkten gelegen. Die nun im Rahmen der Quartalsberichtssaison einhergehende blackout period werde nun zu geringerem Neuemissionsvolumen am Primärmarkt führen. Die Platzierungstätigkeit sei schon merklich zurückgegangen. Dies dürfte, zusammen mit den Zentralbankankäufen, den Markt gut unterstützen.
In den Anleihemärkten der Schwellenländer hätten die Risikoaufschläge von in Euro und US-Dollar notierten Papieren unter leichten Schwankungen weitgehend seitwärts tendiert. Zunächst seien diese in der Berichtswoche sogar unter die Marke von 590 Basispunkten (JP Morgan EMBI Global Div. Sovereign Spread) gefallen, zuletzt aber wieder über die 600er-Marke gestiegen. (Ausgabe vom 17.04.2020) (20.04.2020/alc/a/a)


