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Renten: Renditen drehen im Wochenverlauf
16.03.20 11:15
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Deutsche Bundesanleihen und US-Treasuries fungierten in der Berichtswoche vom 9. bis 13. März 2020 nicht mehr als die sicheren Anlagehäfen, so die Experten von Union Investment.
Zwar sei es zum Wochenauftakt zunächst noch einmal zu historischen Renditetiefständen gekommen, zehnjährige Bundesanleihen hätten sich dabei mit minus 0,9 Prozent verzinst. Laufzeitgleiche US-Treasuries hätten mit plus 0,55 Prozent rentiert. Ab Dienstag habe dann aber das Bild gedreht, die Anleihenotierungen hätten ausgehend von ihren Rendite-Tiefständen nachgegeben. Per Freitagmittag habe die zehnjährige Bundrendite bei "nur" noch minus 58 Basispunkten gegeben gelegen. US-Treasuries hätten mit 92 Basispunkten rentiert. Sowohl die US- als auch die bundesdeutsche Zinsstrukturkurve hätten im Vergleich zur Vorwoche steiler tendiert.
Die Aussagen von EZB-Präsidentin Lagarde zur Spreadentwicklung in der Europeripherie habe dort die Risikoprämein in die Höhe schnellen lassen. Die italienische Zehnjahresrendite habe sich seit Mitte Februar mit rund 1,9 Prozent verdoppelt. Auch in den anderen Peripheriemärkten sei es zu deutlichen Renditeanstiegen gekommen, die Risikoaufschläge gegenüber Bundespapieren hätten deutlich angezogen. Der Gesamtindex für Euro-Staatspapiere (iBoxx Sovereign) habe bis Donnerstagabend 1,8 Prozent verloren. Der Teilindex für Peripherieanleihen habe dabei 3,2 Prozent abgegeben.
Am Markt für Unternehmensanleihen (Investment Grade) hätten sich die Risikoprämien (Spreads) bis Donnerstagabend um 35 auf 123 Basispunkte ausgeweitet. Der Gesamtmarkt (ICE BofA Euro Corp.-Index habe 2,3 Prozent verloren). Anleihen aus den Schwellenländern in US-Dollar und Euro hätten deutlich erhöhte Risikoprämien aufgewiesen (plus 136 auf 537 Basispunkte). Der Gesamtindex habe rund zehn Prozent abgegeben.
Auch der Euro habe beachtliche Schwankungen aufgewiesen. Einer zunächst deutlichen Aufwertung bis auf 1,15 US-Dollar sei umgehend die Gegenbewegung gefolgt. Mit 1,11 US-Dollar je Euro am letzten Freitagmittag habe die Gemeinschaftswährung im Laufe der Berichtswoche wieder deutlich abgewertet. Ähnlich sei die Entwicklung bei Gold gewesen. Nach etwas mehr als 1.700 US-Dollar je Feinunze zum Wochenauftakt habe der Preisrückgang am Freitag bis auf 1.550 US-Dollar geführt. (Ausgabe vom 13.03.2020) (16.03.2020/alc/a/a)
Zwar sei es zum Wochenauftakt zunächst noch einmal zu historischen Renditetiefständen gekommen, zehnjährige Bundesanleihen hätten sich dabei mit minus 0,9 Prozent verzinst. Laufzeitgleiche US-Treasuries hätten mit plus 0,55 Prozent rentiert. Ab Dienstag habe dann aber das Bild gedreht, die Anleihenotierungen hätten ausgehend von ihren Rendite-Tiefständen nachgegeben. Per Freitagmittag habe die zehnjährige Bundrendite bei "nur" noch minus 58 Basispunkten gegeben gelegen. US-Treasuries hätten mit 92 Basispunkten rentiert. Sowohl die US- als auch die bundesdeutsche Zinsstrukturkurve hätten im Vergleich zur Vorwoche steiler tendiert.
Am Markt für Unternehmensanleihen (Investment Grade) hätten sich die Risikoprämien (Spreads) bis Donnerstagabend um 35 auf 123 Basispunkte ausgeweitet. Der Gesamtmarkt (ICE BofA Euro Corp.-Index habe 2,3 Prozent verloren). Anleihen aus den Schwellenländern in US-Dollar und Euro hätten deutlich erhöhte Risikoprämien aufgewiesen (plus 136 auf 537 Basispunkte). Der Gesamtindex habe rund zehn Prozent abgegeben.
Auch der Euro habe beachtliche Schwankungen aufgewiesen. Einer zunächst deutlichen Aufwertung bis auf 1,15 US-Dollar sei umgehend die Gegenbewegung gefolgt. Mit 1,11 US-Dollar je Euro am letzten Freitagmittag habe die Gemeinschaftswährung im Laufe der Berichtswoche wieder deutlich abgewertet. Ähnlich sei die Entwicklung bei Gold gewesen. Nach etwas mehr als 1.700 US-Dollar je Feinunze zum Wochenauftakt habe der Preisrückgang am Freitag bis auf 1.550 US-Dollar geführt. (Ausgabe vom 13.03.2020) (16.03.2020/alc/a/a)


