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Renten: Renditen im Rückwärtsgang
05.08.24 09:25
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Staatsanleihemärkte im Euroraum und den USA tendierten im Berichtsmonat Juli 2024 freundlich, so die Experten von Union Investment.
Auf Gesamtmarktebene hätten Euro-Staatsanleihen, gemessen am iBoxx Euro Sovereigns-Index, im Juli einen deutlichen Zuwachs in Höhe von 2,4 Prozent verbucht. Die Euro-Peripherie habe hierbei etwas besser abgeschnitten als die Euro-Kernmärkte.
Zum Monatsauftakt habe es zunächst noch Verluste gegeben, ehe dann im weiteren Handelsverlauf eine freundliche Marktstimmung das Geschehen bestimmt habe. Im Euroraum sei renditeseitig ein deutlicher Abwärtstrend zu beobachten gewesen, sowohl in den Kernmärkten als auch in der Peripherie. Es habe sich zusehends abgezeichnet, dass die EZB im September ihre zweite Zinssenkung durchführen werde. Damit seien die Zeichen am Markt auf fallende Renditen gestellt worden.
Die richtungsweisende Bund-Rendite im Zehnjahresbereich sei von rund 2,5 auf 2,3 Prozent gesunken. Die deutsche Zinskurve sei weiterhin invers gewesen, da zweijährige Bundespapiere mit etwas mehr als 2,5 Prozent über den zehnjährigen Pendants rentiert hätten. In Italien habe die Zehnjahresverzinsung mit 40 Basispunkten auf rund 3,6 Prozent noch etwas deutlicher nachgegeben. Der italienische Staatsanleihemarkt sei von der Ankündigung des italienischen Schatzamts gestützt worden, die geplanten Emissionen von Anleihen Mitte und Ende August abzusagen.
Mit Blick auf Frankreich sei mit dem zweiten Wahlausgang einer rechtsnationalen Regierung eine Absage erteilt worden. Die Spreads französischer Staatsanleihen seien im Gegensatz zur Euro-Peripherie auf erhöhten Niveaus geblieben, hätten sich zuletzt aber unterhalb der Höchststände bewegt.
US-Schatzanweisungen mit zehn Jahren Laufzeit seien renditeseitig zunächst von 4,3 auf 4,5 Prozent angestiegen. Relativ schnell habe aber dann der Markt umgeschaltet, zum Monatsende habe die Verzinsung bei 4,1 Prozent gelegen. Die US-Zinskurve sei ebenfalls leicht invers geblieben, da Zweijahrespapiere Ende Juli eine Rendite von etwas mehr als 4,3 Prozent aufgewiesen hätten. Der gesamte US-Staatsanleihemarkt habe im Juli 2,1 Prozent hinzugewonnen.
An der zinsseitig freundlichen Marktentwicklung hätten auch die Rentensegmente mit Renditeaufschlag partizipieren können. Der Markt für Euro-Unternehmensanleihen habe um 1,7 Prozent zugelegt (ICE BofA Euro Corporate Bonds, ER00). In den Untersegmenten hätten sich Unternehmenspapiere aus der Industrie sowie Nachranganleihen aus der Finanzbranche am besten entwickelt. Anleihen aus den Schwellenländern seien im Zuge des freundlichen US-Staatsanleihemarktes um 1,9 Prozent geklettert. (Ausgabe vom 02.08.2024) (05.08.2024/alc/a/a)
Auf Gesamtmarktebene hätten Euro-Staatsanleihen, gemessen am iBoxx Euro Sovereigns-Index, im Juli einen deutlichen Zuwachs in Höhe von 2,4 Prozent verbucht. Die Euro-Peripherie habe hierbei etwas besser abgeschnitten als die Euro-Kernmärkte.
Zum Monatsauftakt habe es zunächst noch Verluste gegeben, ehe dann im weiteren Handelsverlauf eine freundliche Marktstimmung das Geschehen bestimmt habe. Im Euroraum sei renditeseitig ein deutlicher Abwärtstrend zu beobachten gewesen, sowohl in den Kernmärkten als auch in der Peripherie. Es habe sich zusehends abgezeichnet, dass die EZB im September ihre zweite Zinssenkung durchführen werde. Damit seien die Zeichen am Markt auf fallende Renditen gestellt worden.
Mit Blick auf Frankreich sei mit dem zweiten Wahlausgang einer rechtsnationalen Regierung eine Absage erteilt worden. Die Spreads französischer Staatsanleihen seien im Gegensatz zur Euro-Peripherie auf erhöhten Niveaus geblieben, hätten sich zuletzt aber unterhalb der Höchststände bewegt.
US-Schatzanweisungen mit zehn Jahren Laufzeit seien renditeseitig zunächst von 4,3 auf 4,5 Prozent angestiegen. Relativ schnell habe aber dann der Markt umgeschaltet, zum Monatsende habe die Verzinsung bei 4,1 Prozent gelegen. Die US-Zinskurve sei ebenfalls leicht invers geblieben, da Zweijahrespapiere Ende Juli eine Rendite von etwas mehr als 4,3 Prozent aufgewiesen hätten. Der gesamte US-Staatsanleihemarkt habe im Juli 2,1 Prozent hinzugewonnen.
An der zinsseitig freundlichen Marktentwicklung hätten auch die Rentensegmente mit Renditeaufschlag partizipieren können. Der Markt für Euro-Unternehmensanleihen habe um 1,7 Prozent zugelegt (ICE BofA Euro Corporate Bonds, ER00). In den Untersegmenten hätten sich Unternehmenspapiere aus der Industrie sowie Nachranganleihen aus der Finanzbranche am besten entwickelt. Anleihen aus den Schwellenländern seien im Zuge des freundlichen US-Staatsanleihemarktes um 1,9 Prozent geklettert. (Ausgabe vom 02.08.2024) (05.08.2024/alc/a/a)


