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Renten: Reduzierte Inflationserwartungen drücken auf Renditen
14.08.15 08:30
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Obwohl sich die Risikoaufschläge im Euroraum mit der vorläufigen Abwendung eines Grexits wieder normalisiert haben, blieb die Rendite 10-jähriger Bunds unter Druck, so die Analysten der Helaba.
Die dramatischen Kursrückgänge am chinesischen Aktienmarkt und sinkende Rohstoffpreise hätten zuletzt die Frage nach der Robustheit der Weltkonjunktur aufkommen lassen. Schwache Aktienmärkte hierzulande hätten Kapitalzuflüsse in den deutschen Anleihemarkt begünstigt. Dabei dürften das im Vergleich zum ersten Quartal attraktivere Renditeniveau sowie unverändert hohe Liquiditätsbestände unterstützend gewirkt haben.
Die EZB gebe zwar Fundamentaldaten seit einiger Zeit mehr Raum, ihre (renditesteigernde) Wirkung zu entfalten. Der jüngste Rückgang der Energiepreise dämpfe jedoch die Inflationserwartungen und erschwere eine rasche Abkopplung von Deflationsszenarien. Im Juli habe die Teuerung im Euroraum bei 0,2% verharrt. Die reduzierten Ölpreisperspektiven hätten eine Anpassung der Inflationsprognosen zur Folge. Für 2016 würden die Analysten die Durchschnittsrate von 1,4% auf 1,2% senken. Der Aufwärtstrend bleibe hiervon jedoch unberührt. Für die USA ergebe sich sogar ein Anpassungsbedarf von über einem halben Prozentpunkt. Auf Basis der neuen Analystenprognose dürfte sich die Gesamtteuerung erst in Q4 spürbar von der Nulllinie lösen.
Die EZB dürfte angesichts der schleppenden Normalisierung der Teuerung am Ankaufprogramm für Anleihen festhalten, das bis September 2016 datiert worden sei. Der eine oder andere Anleger werde sich angesichts der jüngsten Entwicklung an der Teuerungsfront die Frage stellen, ob die EZB nicht nachlegen werde. In solche Überlegungen dürfte ebenfalls die zunehmende Konjunkturunsicherheit ausgehend von China einfließen. Allerdings sei die EZB nach Erachten der Analysten nicht unter Handlungsdruck. Während die Energiepreise gesunken seien, sei die Kernrate zuletzt auf 1,0% geklettert und damit auf den höchsten Stand seit rund einem Jahr. Aufgrund der verbesserten Konjunktur in vielen Euroländern würden sich die Güter- und Dienstleistungspreise erholen.
Die verbesserte Konjunkturstimmung im Euroraum habe vermutlich infolge der niedrigen Rohölpreise sowie der üppigen Liquiditätsversorgung Bestand. Die Inflationserwartungen würden sich zunächst auf niedrigerem Niveau einpendeln. Das Kurspotenzial von Renten bleibe insgesamt begrenzt. Die Europäische Zentralbank konzentriere sich auf ihr Ankaufprogramm. Von dem rücke sie zwar nicht ab, gebe ansonsten dem Markt aber wenig Unterstützung. Die Zinswende in den USA werde angesichts einer guten Arbeitsmarktentwicklung vermutlich im September eingeleitet, was das US-Renditeniveau nach oben ziehen dürfte. Dies sollte auch am deutschen Rentenmarkt zu einer steileren Zinskurve beitragen. (Ausgabe vom 13.08.2015) (14.08.2015/alc/a/a)
Die dramatischen Kursrückgänge am chinesischen Aktienmarkt und sinkende Rohstoffpreise hätten zuletzt die Frage nach der Robustheit der Weltkonjunktur aufkommen lassen. Schwache Aktienmärkte hierzulande hätten Kapitalzuflüsse in den deutschen Anleihemarkt begünstigt. Dabei dürften das im Vergleich zum ersten Quartal attraktivere Renditeniveau sowie unverändert hohe Liquiditätsbestände unterstützend gewirkt haben.
Die EZB dürfte angesichts der schleppenden Normalisierung der Teuerung am Ankaufprogramm für Anleihen festhalten, das bis September 2016 datiert worden sei. Der eine oder andere Anleger werde sich angesichts der jüngsten Entwicklung an der Teuerungsfront die Frage stellen, ob die EZB nicht nachlegen werde. In solche Überlegungen dürfte ebenfalls die zunehmende Konjunkturunsicherheit ausgehend von China einfließen. Allerdings sei die EZB nach Erachten der Analysten nicht unter Handlungsdruck. Während die Energiepreise gesunken seien, sei die Kernrate zuletzt auf 1,0% geklettert und damit auf den höchsten Stand seit rund einem Jahr. Aufgrund der verbesserten Konjunktur in vielen Euroländern würden sich die Güter- und Dienstleistungspreise erholen.
Die verbesserte Konjunkturstimmung im Euroraum habe vermutlich infolge der niedrigen Rohölpreise sowie der üppigen Liquiditätsversorgung Bestand. Die Inflationserwartungen würden sich zunächst auf niedrigerem Niveau einpendeln. Das Kurspotenzial von Renten bleibe insgesamt begrenzt. Die Europäische Zentralbank konzentriere sich auf ihr Ankaufprogramm. Von dem rücke sie zwar nicht ab, gebe ansonsten dem Markt aber wenig Unterstützung. Die Zinswende in den USA werde angesichts einer guten Arbeitsmarktentwicklung vermutlich im September eingeleitet, was das US-Renditeniveau nach oben ziehen dürfte. Dies sollte auch am deutschen Rentenmarkt zu einer steileren Zinskurve beitragen. (Ausgabe vom 13.08.2015) (14.08.2015/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


