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Renten: Reden Powells, Sitzungsprotokolle von FED und EZB und die US-Inflationsrate
09.07.19 11:15
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Die Renditen der Benchmarkanleihen tendierten in den letzten Tagen kaum verändert: Die Verzinsung zehnjähriger deutscher Bunds notiert bei -0,38 Prozent weiterhin nahe beim Rekordtief von -0,40%, die Rendite amerikanischer Treasuries mit gleicher Laufzeit unterschritt zeitweilig die Marke von 1,95%, notiert aber aktuell wieder über 2,00%, so die Analysten der Nord LB.
Der transatlantische Renditespread zehnjähriger Benchmarkanleihen liege entsprechend bei etwa 238 Basispunkten. Die Zinskurve (10J minus 2J) in den USA differiere um deutlich zusammengelaufene 18 Basispunkte. Bei den europäischen Benchmarkanleihen sei der gleiche Term Spread auf 38 Basispunkte zurückgegangen.
Hätten die Renditen der Benchmarkanleihen im Verlauf der vergangenen Woche in Erwartung von zukünftig noch expansiverer Ausrichtung der Geldpolitik beiderseits des Atlantiks neue Rekordtiefstände erreicht, so habe der bemerkenswert stark ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag für ein kurzzeitig deutliches Anziehen der Renditen gesorgt. Mit 224.000 neugeschaffenen Stellen könne von einer Abschwächung der Dynamik beim Jobaufbau nicht die Rede sein. Für die Federal Reserve wäre eine geldpolitische Pause im Grunde nun das Gebot der Stunde, denn nach einer Rezession würden diese Daten gar nicht aussehen. Die Notenbanker sollten nach Erachten der Analysten nicht mit einer Zinssenkung die Gefahr einer gefährlichen Vermögenpreisblase erhöhen und damit den Nährboden für eine dann wahrscheinlicher werdende Rezession in 2020/21 legen.
Zudem könnten die Notenbanker mit einem solchen Zinsschritt riskieren, als "Trumps Erfüllungsgehilfen" in die Geschichte einzugehen. Dennoch: Vom Tisch sei der Zinsschritt selbst im Juli noch nicht! Der Blick sei deswegen auf die Analyse von Jerome Powell vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses am Mittwoch und der Veröffentlichung der US-Preisdaten am Donnerstag gerichtet. Neben den US-Einzelhandelsumsätzen am 16. Juli dürften sie die letzten verbliebenen Meilensteine vor der FOMC-Sitzung am 31. Juli sein. (Ausgabe vom 08.07.2019) (09.07.2019/alc/a/a)
Der transatlantische Renditespread zehnjähriger Benchmarkanleihen liege entsprechend bei etwa 238 Basispunkten. Die Zinskurve (10J minus 2J) in den USA differiere um deutlich zusammengelaufene 18 Basispunkte. Bei den europäischen Benchmarkanleihen sei der gleiche Term Spread auf 38 Basispunkte zurückgegangen.
Hätten die Renditen der Benchmarkanleihen im Verlauf der vergangenen Woche in Erwartung von zukünftig noch expansiverer Ausrichtung der Geldpolitik beiderseits des Atlantiks neue Rekordtiefstände erreicht, so habe der bemerkenswert stark ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag für ein kurzzeitig deutliches Anziehen der Renditen gesorgt. Mit 224.000 neugeschaffenen Stellen könne von einer Abschwächung der Dynamik beim Jobaufbau nicht die Rede sein. Für die Federal Reserve wäre eine geldpolitische Pause im Grunde nun das Gebot der Stunde, denn nach einer Rezession würden diese Daten gar nicht aussehen. Die Notenbanker sollten nach Erachten der Analysten nicht mit einer Zinssenkung die Gefahr einer gefährlichen Vermögenpreisblase erhöhen und damit den Nährboden für eine dann wahrscheinlicher werdende Rezession in 2020/21 legen.
Zudem könnten die Notenbanker mit einem solchen Zinsschritt riskieren, als "Trumps Erfüllungsgehilfen" in die Geschichte einzugehen. Dennoch: Vom Tisch sei der Zinsschritt selbst im Juli noch nicht! Der Blick sei deswegen auf die Analyse von Jerome Powell vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses am Mittwoch und der Veröffentlichung der US-Preisdaten am Donnerstag gerichtet. Neben den US-Einzelhandelsumsätzen am 16. Juli dürften sie die letzten verbliebenen Meilensteine vor der FOMC-Sitzung am 31. Juli sein. (Ausgabe vom 08.07.2019) (09.07.2019/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 24.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


