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Renten: Peripherie profitiert vom geplanten EU-Wiederaufbaufonds


02.06.20 11:30
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - EU-Wiederaufbaufonds treibt Peripherieanleihen, so die Experten von Union Investment.

Die Aussicht auf umfangreiche Finanzhilfen für die angeschlagenen Südländer des Euroraumes im Rahmen des EU-Aufbaufonds habe die Nachfrage nach deren Anleihen hochgehalten. Vor allem in Italien hätten sich in der Berichtswoche vom 25. bis 29. Mai 2020 die Zehnjahresspreads zu deutschen Bundesanleihen deutlich eingeengt. Diese seien von 208 auf 185 Basispunkte gefallen. Auch in Spanien, Portugal und Griechenland seien rückläufige Risikoprämien gegenüber Bundespapieren zu beobachten gewesen.

In den Kernländern sei die Entwicklung verhalten gewesen. Die deutsche Zinsstrukturkurve habe sich ab zwei Jahren Laufzeit renditeseitig um fünf bis sieben Basispunkte nach oben verschoben. Der US-Staatsanleihemarkt habe seitwärts tendiert, lediglich die langen Laufzeiten (20 und 30 Jahre) hätten einen Renditeanstieg (sechs Basispunkte) aufgewiesen.

Euro-Unternehmensanleihen mit Rating Investment Grade hätten ebenfalls sehr freundlich tendiert. Auch dort seien vor allem Anleihen zyklischer Unternehmen gesucht gewesen. Die Risikoprämien hätten sich auf Gesamtmarktebene (ICE BofA Euro Corp.-Index) bis Donnerstagabend um 12 auf 137 Basispunkte eingeengt. Ende März hätten die Aufschläge in der Spitze noch bei knapp 200 Basispunkten gelegen. (Ausgabe vom 29.05.2020) (02.06.2020/alc/a/a)