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Renten: PEPP-Aufstockung der EZB stützt Peripherie
08.06.20 11:00
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Aufstockung des EZB−Anleiheankaufprogramms PEPP beflügelte die Anleihen der Euro-Peripherie - zumindest was die kurzen Laufzeiten betrifft, so die Experten von Union Investment.
Im Zehnjahresbereich habe sich - mit Ausnahme von Griechenland, dort sei die Verzinsung um 15 Basispunkte auf 1,32 Prozent gefallen - hingegen eher weniger getan. Auffällig sei der Renditerückgang bei italienischen Kurzläufern gewesen. Zweijahrespapiere hätten einen Renditerückgang von 18 Basispunkten aufgewiesen. Mit 20 Basispunkten Verzinsung gehe es dort mittlerweile in Richtung Null−Prozentmarke. Im Zehnjahresbereich habe der Renditerückgang bei fünf Basispunkten gelegen. Die italienische Zinskurve habe somit letztlich etwas steiler tendiert. Mit Blick auf die Spreadentwicklung habe sich der Abwärtstrend gegenüber deutschen Bundesanleihen in der Berichtswoche jedoch weiter fortgesetzt. Der Renditeabstand (zehn Jahre) zwischen Italien und Deutschland habe sich weiter eingeengt und per Freitag bei 173 Basispunkten gelegen. Zum Vergleich: Mitte März habe die Renditedifferenz fast 280 Basispunkte betragen.
Die Renditeeinengung gegen Italien sei vor allem auf die Bundbewegung zurückzuführen gewesen, denn am deutschen Staatsanleihemarkt habe sich - wie auch den USA - der Renditeanstieg in der Berichtswoche fortgesetzt. Die deutsche Zinskurve habe über den Renditeanstieg in den langen Laufzeiten steiler tendiert. Zehnjahrespapiere hätten mit minus 31 nach minus 45 Basispunkten rentiert. Auch in den USA sei eine steilere Zinskurve zu beobachten gewesen, dort habe die Zehnjahresverzinsung um 20 auf 85 Basispunkte angezogen. Die Aussicht auf erhöhte Anleihevolumina im Rahmen der Hilfsprogramme, positivere Konjunkturaussichten und mögliche Inflationsrisiken, die hier und da angedacht würden, würden derzeit für ein eher ungünstiges Umfeld für die als sicher geltende Staatspapiere sorgen. Vor allem würden hierbei die langen Laufzeiten etwas unter Druck geraten. (Ausgabe vom 05.06.2020) (08.06.2020/alc/a/a)
Im Zehnjahresbereich habe sich - mit Ausnahme von Griechenland, dort sei die Verzinsung um 15 Basispunkte auf 1,32 Prozent gefallen - hingegen eher weniger getan. Auffällig sei der Renditerückgang bei italienischen Kurzläufern gewesen. Zweijahrespapiere hätten einen Renditerückgang von 18 Basispunkten aufgewiesen. Mit 20 Basispunkten Verzinsung gehe es dort mittlerweile in Richtung Null−Prozentmarke. Im Zehnjahresbereich habe der Renditerückgang bei fünf Basispunkten gelegen. Die italienische Zinskurve habe somit letztlich etwas steiler tendiert. Mit Blick auf die Spreadentwicklung habe sich der Abwärtstrend gegenüber deutschen Bundesanleihen in der Berichtswoche jedoch weiter fortgesetzt. Der Renditeabstand (zehn Jahre) zwischen Italien und Deutschland habe sich weiter eingeengt und per Freitag bei 173 Basispunkten gelegen. Zum Vergleich: Mitte März habe die Renditedifferenz fast 280 Basispunkte betragen.
Die Renditeeinengung gegen Italien sei vor allem auf die Bundbewegung zurückzuführen gewesen, denn am deutschen Staatsanleihemarkt habe sich - wie auch den USA - der Renditeanstieg in der Berichtswoche fortgesetzt. Die deutsche Zinskurve habe über den Renditeanstieg in den langen Laufzeiten steiler tendiert. Zehnjahrespapiere hätten mit minus 31 nach minus 45 Basispunkten rentiert. Auch in den USA sei eine steilere Zinskurve zu beobachten gewesen, dort habe die Zehnjahresverzinsung um 20 auf 85 Basispunkte angezogen. Die Aussicht auf erhöhte Anleihevolumina im Rahmen der Hilfsprogramme, positivere Konjunkturaussichten und mögliche Inflationsrisiken, die hier und da angedacht würden, würden derzeit für ein eher ungünstiges Umfeld für die als sicher geltende Staatspapiere sorgen. Vor allem würden hierbei die langen Laufzeiten etwas unter Druck geraten. (Ausgabe vom 05.06.2020) (08.06.2020/alc/a/a)


