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Renten: Leichter Renditerückgang bei Bundes- und US-Anleihen


29.06.20 09:15
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den Kern-Staatsanleihemärkten waren die Renditeentwicklung im Rahmen des Risk-off per saldo leicht nach unten gerichtet, so die Experten von Union Investment.

Die in der Berichtswoche zu beobachtende erhöhte Risikoaversion habe zu einer verstärkten Nachfrage nach sicheren Anleihen geführt. Sowohl US-Schatzanweisungen als auch Bundesanleihen hätten Zugewinne aufgewiesen. Die US-Zinskurve habe über die langen Laufzeiten ein wenig flacher tendiert. Die Bund-Kurve habe sich mit Ausnahme von 15 Jahren Laufzeit verschoben, dort sei es in dieser Woche zur Aufstockung einer Anleihe gekommen, um bis zu fünf Basispunkte nach unten. In der Peripherie hätten die Renditen ebenfalls leicht nachgegeben, die Spreads zu Bundesanleihen hätten sich zumeist nur gering verändert gezeigt.

Österreich habe zur Wochenmitte eine Staatsanleihe mit einer Laufzeit von 100 Jahren platziert. Mit 0,85 Prozent habe der Zinskupon dieser außerordentlichen Fälligkeit deutlich unter der Ein-Prozentmarke gelegen. Dennoch sei der zwei Milliarden Euro umfassende Bond achtfach überzeichnet gewesen. Viele institutionelle Anleger hätten die positive Emissionsrendite von 0,88 Prozent genutzt, um sich langfristig positive Erträge zu sichern. Der Kurs der Anleihe sei dann im weiteren Handelsverlauf noch angestiegen und habe die Verzinsung damit sogar noch etwas fallen lassen. (Ausgabe vom 26.06.2020) (29.06.2020/alc/a/a)