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Renten: Leichter Renditeanstieg in den Kernmärkten
07.12.20 09:00
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den Euro-Staatsanleihemärkten war in der ersten Wochenhälfte zunächst ein leichter Renditeanstieg zu beobachten, so die Experten von Union Investment.
Die entsprechenden Kursverluste bei den Anleihen hätten sowohl die Kern- als auch die Peripherieländer umfasst. Im weiteren Handelsverlauf hätten die Anleihekurse dann wieder freundlicher tendiert, sodass letztlich nur sehr geringe Renditeveränderungen zum Vorwochenschluss zu beobachten gewesen seien. Die deutsche Zinsstrukturkurve habe sich komplett um maximal drei Renditestellen nach oben verschoben. Mit Blick auf die Peripheriespreads habe der Renditeabstand im Zehnjahresbereich zwischen Deutschland und Italien zur Wochenmitte mit 115 Basispunkten einen neuen Tiefstand erreicht. Dies habe ebenfalls auf Spanien zugetroffen, dort habe sich die Risikoprämie auf 62 Basispunkte eingeengt.
Auffällig sei zudem gewesen, dass sich griechische Zehnjahrespapiere in der vergangenen Berichtswoche erstmals zeitweise geringer verzinst hätten als ihre italienischen Pendants. Insgesamt hätten die Experten Zurückhaltung im europäischen Staatsanleihesektor gesehen, bis Donnerstagabend hätten auf Indexebene (iBoxx Euro Sovereigns-Index) leichte Verluste in Höhe von 0,2 Prozent resultiert.
Auch am US-Staatsanleihemarkt hätten rückläufige Anleihekurse das Geschehen geprägt. Die pro-Risiko-Ausrichtung der Anleger habe im Segment für wenig Stimulus gesorgt. Im Zehnjahresbereich habe sich die Verzinsung um acht Basispunkte erhöht. Mit 0,92 Basispunkten Rendite würden sich US-Treasuries der Ein-Prozent-Marke nähern. Die US-Zinskurve habe etwas steiler über die langen Laufzeiten tendiert, wobei die Rendite 30-jähriger Papiere um 10 Basispunkte angestiegen sei.
Euro-Unternehmensanleihen hätten stabil tendiert, die in der vergangenen Berichtswoche emittierten Neuemissionen seien für die Anleger zu teils hohen Preisen gekommen, seien aber weiterhin am Markt gut zu platzieren gewesen. Freundlich hätten sich in Euro und US-Dollar begebene Anleihen aus den Schwellenländern gezeigt. Die Risikoaufschläge seien weiter gefallen und hätten auf Indexebene (JP Morgan EMBI Global Diversified Sovereign Spread) 365 Basispunkte erreicht. Damit hätten sich Risikoprämien für EM-Staatsanleihen seit dem Krisenhöchststand im März (720 Basispunkte) mittlerweile halbiert. Als unterstützend habe sich vergangene Woche der schwache US-Dollar und die Einigung der OPEC erwiesen. (Ausgabe vom 04.12.2020) (07.12.2020/alc/a/a)
Die entsprechenden Kursverluste bei den Anleihen hätten sowohl die Kern- als auch die Peripherieländer umfasst. Im weiteren Handelsverlauf hätten die Anleihekurse dann wieder freundlicher tendiert, sodass letztlich nur sehr geringe Renditeveränderungen zum Vorwochenschluss zu beobachten gewesen seien. Die deutsche Zinsstrukturkurve habe sich komplett um maximal drei Renditestellen nach oben verschoben. Mit Blick auf die Peripheriespreads habe der Renditeabstand im Zehnjahresbereich zwischen Deutschland und Italien zur Wochenmitte mit 115 Basispunkten einen neuen Tiefstand erreicht. Dies habe ebenfalls auf Spanien zugetroffen, dort habe sich die Risikoprämie auf 62 Basispunkte eingeengt.
Auch am US-Staatsanleihemarkt hätten rückläufige Anleihekurse das Geschehen geprägt. Die pro-Risiko-Ausrichtung der Anleger habe im Segment für wenig Stimulus gesorgt. Im Zehnjahresbereich habe sich die Verzinsung um acht Basispunkte erhöht. Mit 0,92 Basispunkten Rendite würden sich US-Treasuries der Ein-Prozent-Marke nähern. Die US-Zinskurve habe etwas steiler über die langen Laufzeiten tendiert, wobei die Rendite 30-jähriger Papiere um 10 Basispunkte angestiegen sei.
Euro-Unternehmensanleihen hätten stabil tendiert, die in der vergangenen Berichtswoche emittierten Neuemissionen seien für die Anleger zu teils hohen Preisen gekommen, seien aber weiterhin am Markt gut zu platzieren gewesen. Freundlich hätten sich in Euro und US-Dollar begebene Anleihen aus den Schwellenländern gezeigt. Die Risikoaufschläge seien weiter gefallen und hätten auf Indexebene (JP Morgan EMBI Global Diversified Sovereign Spread) 365 Basispunkte erreicht. Damit hätten sich Risikoprämien für EM-Staatsanleihen seit dem Krisenhöchststand im März (720 Basispunkte) mittlerweile halbiert. Als unterstützend habe sich vergangene Woche der schwache US-Dollar und die Einigung der OPEC erwiesen. (Ausgabe vom 04.12.2020) (07.12.2020/alc/a/a)


