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Renten: Inflation weiter dominierender Faktor
20.06.14 11:32
Weberbank
Berlin (www.anleihencheck.de) - Es sind nicht immer die großen Favoriten, die die entscheidenden Punkte machen, so die Analysten der Weberbank.
Dies gelte sowohl für den Sport als auch für die Kapitalmärkte. Aus dem Fokus geratene Mannschaften oder Börsen würden mitunter die erfolgreicheren Akzente setzen, so zuletzt die Schwellenländer. Seien diese 2013 stiefmütterlich behandelt und bereits für die kommenden Jahre abgeschrieben worden, würden sie in diesem Jahr ihr Comeback zeigen.
Mit Blick auf die Aktien heiße dies: Seit Jahresanfang würden sie mit zahlreichen industrialisierten Märkten standhalten, würden sich teils sogar besser entwickeln. Seit ein paar Wochen sei dies auch wieder an den Kapitalströmen zu sehen. Den nun wieder zu spürenden Optimismus würden die Analysten jedoch nur bedingt teilen: Die wirtschaftlichen Perspektiven hätten die Trendwende noch nicht geschafft. Und auch die Unternehmensdaten würden im Durchschnitt noch leicht negative Vorzeichen zeigen; so beispielsweise die Gewinnentwicklungen, welche zuletzt sogar nochmals rückläufig gewesen seien.
Aus Perspektive der Analysten seien die Vorschusslorbeeren recht hoch, sodass die Analysten ihre Gewichtungen noch nicht signifikant erhöhen würden. Nur für Anleger, die sich aufgrund der Entwicklungen im vergangenen Jahr aus diesem Segment vollständig zurückgezogen hätten, biete sich derzeit der Einstieg wieder an. Weiterhin das Gaspedal durchzutreten, würden die Analysten dagegen bei den etablierten Aktienmärkten empfehlen.
Obwohl der S&P 500 erstmals die Marke von 1.900 Punkten überschritten habe oder der DAX mit der 10.000-Punkte-Hürde kämpfe, würden die Analysten empfehlen, vollständig investiert zu bleiben. Die Fundamentaldaten seien nach wie vor positiv, die Konjunkturerholung setze sich fort und es sei nach Erachten der Analysten nicht von überteuerten Märkten zu sprechen. Rücksetzer wie zuletzt im deutschen Markt würden die Analysten empfehlen, zum Kauf zu nutzen.
Auch der Rentenmarkt zeige sich immer noch robust. Skeptiker gegenüber einer freundlichen Entwicklung hätten vor allem zwei Argumente angeführt: Entweder die Europäische Zentralbank enttäusche die hohe Markterwartung, oder es sei sowieso schon alles bereits in den Preisen verarbeitet. Weit gefehlt. Es sei ein regelrechtes Maßnahmenfeuerwerk gezündet worden, und auch zwei Wochen nach der Sitzung würden die Eindrücke weiter wirken.
Allen voran die nun gestartete Debatte über das mögliche Kaufprogramm von strukturieren Anleihen verhindere größere Kursrücksetzer. Und diese werde sich noch zumindest in den kommenden Wochen halten. Sämtliche Maßnahmen seien mit den niedrigen Verbraucherpreisentwicklungen begründet worden. So lange sich nicht wenigstens ein wenig Zuversicht auf höhere Inflationszahlen verbreite, dürften sich die Spekulationen weiter halten.
Die zuletzt gemeldeten Daten für den Monat Mai würden ein recht trauriges Bild zeigen: Keines der 18 Euro-Ländern erreiche die noch mit Preisniveaustabilität verbundene Inflationsrate nahe 2,0 Prozent. In allen Ländern verringere sich die Preisdynamik. Nur Luxemburg und Österreich lägen noch oberhalb von 1 Prozent. Alle weiteren lägen auf beziehungsweise deutlich unter 1 Prozent. Das Schlusslicht bilde Griechenland mit -2,1 Prozent.
Auch wenn die Daten - vorsichtig ausgedrückt - nicht besonders gut aussehen würden, möchten die Analysten keine Deflation prognostizieren. Nur so viel: Derzeit könne nicht von einem sprunghaften Anstieg der Verbraucherpreise ausgegangen werden. Und dies dürfte den Rentenmarkt vorerst vor größeren Kursverlusten schützen. Die Analysten würden daher bei ihrer Empfehlung bleiben, in Laufzeiten zwischen vier und sieben Jahren den Schwerpunkt der Allokation zu legen.
Im Gegensatz zur Notenbankpolitik in der Eurozone werde in anderen industrialisierten Ländern zunehmend über Zinserhöhungen gesprochen. Zuletzt habe der britische Notenbankgouverneur mit seinen Äußerungen für einen Anstieg der Leitzinserwartungen gesorgt. Aber warum sei dies so wichtig? Währungen seien sehr häufig Spielball von Spekulationen. Sie würden aufgrund ihrer hohen Handelsvolumina auch genügend Angriffsfläche bieten. Verlässliche Indikatoren für die künftige Entwicklung gebe es kaum.
Nach Ansicht der Analysten seien die Perspektiven für die Leitzinsen nicht immer ein zuverlässiger, aber doch ein wichtiger Indikator für die künftigen Währungsentwicklungen. Spekulationen auf Zinserhöhungen in einem Land, während in einem anderen die Niveaus verringert würden, sollten das Wechselkursverhältnis beeinflussen.
Die Expansivität der europäischen Notenbank, während in den USA oder Großbritannien über Zinserhöhungen gesprochen werde, sollte daher den Euro schwächen. Die Bewegung von rund 1,40 Euro je US-Dollar auf nun 1,36 würden die Analysten als erstes Schwächesignal erachten. Da sich die Diskussionen nach Ansicht der Analysten ausweiten würden, dürfte sich die Abwertung der Gemeinschaftswährung weiter fortsetzen. (20.06.2014/alc/a/a)
Dies gelte sowohl für den Sport als auch für die Kapitalmärkte. Aus dem Fokus geratene Mannschaften oder Börsen würden mitunter die erfolgreicheren Akzente setzen, so zuletzt die Schwellenländer. Seien diese 2013 stiefmütterlich behandelt und bereits für die kommenden Jahre abgeschrieben worden, würden sie in diesem Jahr ihr Comeback zeigen.
Mit Blick auf die Aktien heiße dies: Seit Jahresanfang würden sie mit zahlreichen industrialisierten Märkten standhalten, würden sich teils sogar besser entwickeln. Seit ein paar Wochen sei dies auch wieder an den Kapitalströmen zu sehen. Den nun wieder zu spürenden Optimismus würden die Analysten jedoch nur bedingt teilen: Die wirtschaftlichen Perspektiven hätten die Trendwende noch nicht geschafft. Und auch die Unternehmensdaten würden im Durchschnitt noch leicht negative Vorzeichen zeigen; so beispielsweise die Gewinnentwicklungen, welche zuletzt sogar nochmals rückläufig gewesen seien.
Aus Perspektive der Analysten seien die Vorschusslorbeeren recht hoch, sodass die Analysten ihre Gewichtungen noch nicht signifikant erhöhen würden. Nur für Anleger, die sich aufgrund der Entwicklungen im vergangenen Jahr aus diesem Segment vollständig zurückgezogen hätten, biete sich derzeit der Einstieg wieder an. Weiterhin das Gaspedal durchzutreten, würden die Analysten dagegen bei den etablierten Aktienmärkten empfehlen.
Obwohl der S&P 500 erstmals die Marke von 1.900 Punkten überschritten habe oder der DAX mit der 10.000-Punkte-Hürde kämpfe, würden die Analysten empfehlen, vollständig investiert zu bleiben. Die Fundamentaldaten seien nach wie vor positiv, die Konjunkturerholung setze sich fort und es sei nach Erachten der Analysten nicht von überteuerten Märkten zu sprechen. Rücksetzer wie zuletzt im deutschen Markt würden die Analysten empfehlen, zum Kauf zu nutzen.
Allen voran die nun gestartete Debatte über das mögliche Kaufprogramm von strukturieren Anleihen verhindere größere Kursrücksetzer. Und diese werde sich noch zumindest in den kommenden Wochen halten. Sämtliche Maßnahmen seien mit den niedrigen Verbraucherpreisentwicklungen begründet worden. So lange sich nicht wenigstens ein wenig Zuversicht auf höhere Inflationszahlen verbreite, dürften sich die Spekulationen weiter halten.
Die zuletzt gemeldeten Daten für den Monat Mai würden ein recht trauriges Bild zeigen: Keines der 18 Euro-Ländern erreiche die noch mit Preisniveaustabilität verbundene Inflationsrate nahe 2,0 Prozent. In allen Ländern verringere sich die Preisdynamik. Nur Luxemburg und Österreich lägen noch oberhalb von 1 Prozent. Alle weiteren lägen auf beziehungsweise deutlich unter 1 Prozent. Das Schlusslicht bilde Griechenland mit -2,1 Prozent.
Auch wenn die Daten - vorsichtig ausgedrückt - nicht besonders gut aussehen würden, möchten die Analysten keine Deflation prognostizieren. Nur so viel: Derzeit könne nicht von einem sprunghaften Anstieg der Verbraucherpreise ausgegangen werden. Und dies dürfte den Rentenmarkt vorerst vor größeren Kursverlusten schützen. Die Analysten würden daher bei ihrer Empfehlung bleiben, in Laufzeiten zwischen vier und sieben Jahren den Schwerpunkt der Allokation zu legen.
Im Gegensatz zur Notenbankpolitik in der Eurozone werde in anderen industrialisierten Ländern zunehmend über Zinserhöhungen gesprochen. Zuletzt habe der britische Notenbankgouverneur mit seinen Äußerungen für einen Anstieg der Leitzinserwartungen gesorgt. Aber warum sei dies so wichtig? Währungen seien sehr häufig Spielball von Spekulationen. Sie würden aufgrund ihrer hohen Handelsvolumina auch genügend Angriffsfläche bieten. Verlässliche Indikatoren für die künftige Entwicklung gebe es kaum.
Nach Ansicht der Analysten seien die Perspektiven für die Leitzinsen nicht immer ein zuverlässiger, aber doch ein wichtiger Indikator für die künftigen Währungsentwicklungen. Spekulationen auf Zinserhöhungen in einem Land, während in einem anderen die Niveaus verringert würden, sollten das Wechselkursverhältnis beeinflussen.
Die Expansivität der europäischen Notenbank, während in den USA oder Großbritannien über Zinserhöhungen gesprochen werde, sollte daher den Euro schwächen. Die Bewegung von rund 1,40 Euro je US-Dollar auf nun 1,36 würden die Analysten als erstes Schwächesignal erachten. Da sich die Diskussionen nach Ansicht der Analysten ausweiten würden, dürfte sich die Abwertung der Gemeinschaftswährung weiter fortsetzen. (20.06.2014/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 27.03./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


