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Renten: Gewinnmitnahmen sorgen für steigende Renditen


16.09.19 11:45
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Im Vorfeld der EZB-Sitzung kamen Zweifel auf, ob die Notenbanker die in sie gesetzten Erwartungen letztlich auch erfüllen können, so die Experten von Union Investment.

Nach den starken Kursgewinnen der letzten Monate hätten daraufhin viele Marktteilnehmer ihre Gewinne mitgenommen und ihre Bestände etwas reduziert. Der daraus resultierende Verkaufsdruck habe für leicht steigende Renditen gesorgt. Gegenwind sei auch durch etwas bessere Konjunkturdaten aus China aufgekommen. Dort habe die Lockerung der Kreditvergabestandards bereits Wirkung gezeigt. Deutsche Bundesanleihen hätten Freitagmittag bei minus 0,48 Prozent und damit 16 Basispunkte höher als zum Vorwochenschluss rentiert.

Gute Nachrichten seien aus Italien gekommen. Dort habe die neue Regierung ihre Zustimmung im Parlament gefunden. Italiens Ex-Premierminister Paolo Gentiloni solle zudem in der neuen EU-Kommission für Wirtschaftsthemen zuständig sein und so aus Brüssel heraus die Bemühungen der Lega Nord schwächen. Anleger würden sich erhoffen, dass die Budgetverhandlungen der neuen Führung in Rom mit Brüssel wesentlich konstruktiver erfolgen würden als zuletzt. Italienische Anleihen seien daher gefragt geblieben. Insgesamt hätten sich damit Schuldverschreibungen aus den Euro-Peripherieländern besser als Anleihen aus den Kernstaaten entwickelt. (Ausgabe vom 13.09.2019) (16.09.2019/alc/a/a)