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Renten: Freundlicher Markt
22.07.19 08:45
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die europäischen Staatsanleihemärkte tendierten in der Berichtswoche sehr freundlich, so die Experten von Union Investment.
Nach dem Renditeanstieg zum Ende der Vorwoche habe bereits am Montag eine Kehrtwende eingesetzt. Die Renditerückgänge im Zehnjahresbereich hätten zwischen zehn und 20 Basispunkten gelegen. Die schlechten Wirtschaftsdaten und die Aussicht auf eine geldpolitische Lockerung seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) hätten gestützt. Italienische Anleihen hätten bereits in der allgemeinen Korrektur der Vorwoche sehr stabil gelegen, die Zehnjahresrendite sei in der Berichtswoche weiter auf zuletzt knapp 1,6 Prozent gefallen. Die Anleger hätten auf ein Ende der Regierung von Lega Nord und der 5-Sterne-Bewegung spekuliert. Die deutsche Zinskurve habe vor allem über die langen Laufzeiten, die bis zu zwölf Renditestellen abgegeben hätten, etwas flacher tendiert. Auch in den USA habe sich die Zinskurve in Erwartung einer baldigen Zinssenkung abwärts bewegt. US-Treasuries hätten knapp über der Zwei-Prozentmarke (-8 Basispunkte) gelegen.
Im Euroraum habe es von Primärmarktseite her kaum Belastungen gegeben. In der Berichtswoche habe die Summe der Fälligkeiten die der neu zu platzierenden Papiere übertroffen. Auf großes Interesse bei den Anlegern habe Griechenland getroffen, welches am Dienstag einen siebenjährigen Titel im Gegenwert von 2,5 Milliarden Euro emittiert habe. Das mit einer Emissionsrendite von 1,9 Prozent versehene Papier habe eine Nachfrage von 13 Milliarden Euro in den Orderbüchern hervorgerufen. Dies sei der erste Bondauftritt des Landes nach den Parlamentswahlen und dem damit einhergehenden Regierungswechsel gewesen. Mit dieser erfolgreichen dritten Neuemission im laufenden Jahr habe Griechenland nun sein Funding für 2019 erfüllt. Bereits im Januar und im März seien Papiere mit fünf beziehungsweise zehn Jahren Laufzeit emittiert worden. Der Platzierungserlös aller Anleihen belaufe sich letztlich auf insgesamt 7,5 Milliarden Euro.
Bei den europäischen Unternehmensanleihen hätten die angelaufene Berichtssaison und die Ferienzeit zu einer starken Abkühlung des Primärmarktes geführt. Es seien nur sehr wenige neue Papiere platziert worden. Die Risikoprämien hätten sich den breiten Markt betreffend (ICE BofA Merrill Lynch Euro Corps-Index) kaum verändert gezeigt. Dies sei auch bei in Euro und US-Dollar begebenen Anleihen aus den Schwellenländern der Fall gewesen. Dieses Segment habe mit 1,3 Milliarden US-Dollar wieder hohe Mittelzuflüsse verbucht. (Ausgabe vom 19.07.2019) (22.07.2019/alc/a/a)
Nach dem Renditeanstieg zum Ende der Vorwoche habe bereits am Montag eine Kehrtwende eingesetzt. Die Renditerückgänge im Zehnjahresbereich hätten zwischen zehn und 20 Basispunkten gelegen. Die schlechten Wirtschaftsdaten und die Aussicht auf eine geldpolitische Lockerung seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) hätten gestützt. Italienische Anleihen hätten bereits in der allgemeinen Korrektur der Vorwoche sehr stabil gelegen, die Zehnjahresrendite sei in der Berichtswoche weiter auf zuletzt knapp 1,6 Prozent gefallen. Die Anleger hätten auf ein Ende der Regierung von Lega Nord und der 5-Sterne-Bewegung spekuliert. Die deutsche Zinskurve habe vor allem über die langen Laufzeiten, die bis zu zwölf Renditestellen abgegeben hätten, etwas flacher tendiert. Auch in den USA habe sich die Zinskurve in Erwartung einer baldigen Zinssenkung abwärts bewegt. US-Treasuries hätten knapp über der Zwei-Prozentmarke (-8 Basispunkte) gelegen.
Im Euroraum habe es von Primärmarktseite her kaum Belastungen gegeben. In der Berichtswoche habe die Summe der Fälligkeiten die der neu zu platzierenden Papiere übertroffen. Auf großes Interesse bei den Anlegern habe Griechenland getroffen, welches am Dienstag einen siebenjährigen Titel im Gegenwert von 2,5 Milliarden Euro emittiert habe. Das mit einer Emissionsrendite von 1,9 Prozent versehene Papier habe eine Nachfrage von 13 Milliarden Euro in den Orderbüchern hervorgerufen. Dies sei der erste Bondauftritt des Landes nach den Parlamentswahlen und dem damit einhergehenden Regierungswechsel gewesen. Mit dieser erfolgreichen dritten Neuemission im laufenden Jahr habe Griechenland nun sein Funding für 2019 erfüllt. Bereits im Januar und im März seien Papiere mit fünf beziehungsweise zehn Jahren Laufzeit emittiert worden. Der Platzierungserlös aller Anleihen belaufe sich letztlich auf insgesamt 7,5 Milliarden Euro.
Bei den europäischen Unternehmensanleihen hätten die angelaufene Berichtssaison und die Ferienzeit zu einer starken Abkühlung des Primärmarktes geführt. Es seien nur sehr wenige neue Papiere platziert worden. Die Risikoprämien hätten sich den breiten Markt betreffend (ICE BofA Merrill Lynch Euro Corps-Index) kaum verändert gezeigt. Dies sei auch bei in Euro und US-Dollar begebenen Anleihen aus den Schwellenländern der Fall gewesen. Dieses Segment habe mit 1,3 Milliarden US-Dollar wieder hohe Mittelzuflüsse verbucht. (Ausgabe vom 19.07.2019) (22.07.2019/alc/a/a)


