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Renten: Euro-Peripherie mit Kursgewinnen


22.06.20 08:45
Union Investment

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den Staatsanleihemärkten hat sich in der Berichtswoche recht wenig getan, so die Experten von Union Investment.

Die US-amerikanische Zinsstrukturkurve habe sich leicht über das lange Laufzeitenende (30 Jahre plus vier Basispunkte) versteilt. Am deutschen Rentenmarkt hätten sich die Renditeveränderungen ebenfalls sehr im Rahmen gehalten. Die Laufzeiten bis einschließlich zehn Jahre hätten minimale Renditeanstiege aufgewiesen, bei Langläufern seien hingegen Zinsrückgänge von zwei Basispunkten zu beobachten gewesen.

In der Peripherie sei der Handel von rückläufigen Renditen begleitet gewesen. Der Zehnjahres-Spread italienischer und spanischer Staatspapiere zu deutschen Bundesanleihen sei in der Berichtswoche um zehn Basispunkte gefallen. Der Gesamtmarkt (iBoxx - Sovereigns) habe durch die Peripherie bis Donnerstagabend mit plus 0,4 Prozent recht freundlich tendiert.

Darüber hinaus seien die Langfristrefinanzierungsgeschäfte der Europäischen Zentralbank ein paar Schlagzeilen Wert gewesen. Die als TLTRO III (Targeted Longer-Term Refinancing Operations) bezeichneten Liquiditätshilfen hätten mit ihrer Zuteilung am Donnerstag eine Rekordsumme erreicht. 742 Banken hätten insgesamt 1,31 Billionen Euro nachgefragt und zugeteilt bekommen. Diese Finanzierungsgeschäfte seien Teil des EZB-Maßnahmenpakets und sollten im Rahmen der für die Banken hierbei sehr günstigen Konditionen die Kreditvergabe an Firmen und Haushalte ankurbeln. (Ausgabe vom 19.06.2020) (22.06.2020/alc/a/a)