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Renten: Etwas schwächer, vor allem die Peripherie
09.12.19 10:45
Union Investment
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - An den Staatsanleihemärkten waren in der Berichtswoche Kursverluste zu beobachten, so die Experten von Union Investment.
Die damit einhergehende Aufwärtsbewegung der Renditen sei vor allem in den südeuropäischen Peripherieländern zu beobachten gewesen. Vor allem in Italien habe die Verzinsung zehnjähriger Staatsbonds um 15 Basispunkte auf 1,38 Prozent angezogen. Zum Vergleich: Ende September hätten diese mit 0,8 Prozent rentiert. Gewinnmitnahmen nach im bisherigen Jahresverlauf guter Entwicklung, aktuell aber auch politische Unsicherheiten seien Ursache für die Verluste. Eine Reform des in europäischen Krisenzeiten aufgelegten European Stability Mechanism (ESM) sei am Widerstand von Italien gescheitert. Dies verunsichere die Anleger. Darüber hinaus stünden Ende Januar 2020 Regionalwahlen in Italien an.
Der deutsche Rentenmarkt habe sich zudem Belastungen von politischer Seite ausgesetzt gesehen. Mit der Wahl des neuen Spitzenduos der SPD und dessen Forderung nach höheren Staatsausgaben werde am Markt eine weniger strengere deutsche Fiskalpolitik befürchtet. Diese habe zu Verkäufen geführt, sodass die Renditen zugelegt hätten. Die deutsche Zinsstrukturkurve habe in der Berichtswoche etwas steiler tendiert, die langen Laufzeiten hätten renditeseitig um bis zu sechs Basispunkte zugelegt. Am Markt für US-Treasuries hätten sich die Notierungen in engen Bahnen bewegt, die dortige Zinskurve habe kaum verändert gelegen.
Im Handel für europäische Unternehmensanleihen und auch im Bereich der Anleihen aus den Schwellenländern kehre allmählich vorweihnachtliche Ruhe ein. Am Neuemissionsmarkt für Firmenbonds sei es nach dem Rekordvolumen im laufenden Jahr zuletzt um einiges ruhiger geworden. Allmählich würden sich die Orderbücher der Marktteilnehmer schließen. Die wenigen Neuemissionen, die zuletzt platziert worden seien, seien aber noch immer sehr gut nachgefragt gewesen. (Ausgabe vom 06.12.2019) (09.12.2019/alc/a/a)
Die damit einhergehende Aufwärtsbewegung der Renditen sei vor allem in den südeuropäischen Peripherieländern zu beobachten gewesen. Vor allem in Italien habe die Verzinsung zehnjähriger Staatsbonds um 15 Basispunkte auf 1,38 Prozent angezogen. Zum Vergleich: Ende September hätten diese mit 0,8 Prozent rentiert. Gewinnmitnahmen nach im bisherigen Jahresverlauf guter Entwicklung, aktuell aber auch politische Unsicherheiten seien Ursache für die Verluste. Eine Reform des in europäischen Krisenzeiten aufgelegten European Stability Mechanism (ESM) sei am Widerstand von Italien gescheitert. Dies verunsichere die Anleger. Darüber hinaus stünden Ende Januar 2020 Regionalwahlen in Italien an.
Der deutsche Rentenmarkt habe sich zudem Belastungen von politischer Seite ausgesetzt gesehen. Mit der Wahl des neuen Spitzenduos der SPD und dessen Forderung nach höheren Staatsausgaben werde am Markt eine weniger strengere deutsche Fiskalpolitik befürchtet. Diese habe zu Verkäufen geführt, sodass die Renditen zugelegt hätten. Die deutsche Zinsstrukturkurve habe in der Berichtswoche etwas steiler tendiert, die langen Laufzeiten hätten renditeseitig um bis zu sechs Basispunkte zugelegt. Am Markt für US-Treasuries hätten sich die Notierungen in engen Bahnen bewegt, die dortige Zinskurve habe kaum verändert gelegen.
Im Handel für europäische Unternehmensanleihen und auch im Bereich der Anleihen aus den Schwellenländern kehre allmählich vorweihnachtliche Ruhe ein. Am Neuemissionsmarkt für Firmenbonds sei es nach dem Rekordvolumen im laufenden Jahr zuletzt um einiges ruhiger geworden. Allmählich würden sich die Orderbücher der Marktteilnehmer schließen. Die wenigen Neuemissionen, die zuletzt platziert worden seien, seien aber noch immer sehr gut nachgefragt gewesen. (Ausgabe vom 06.12.2019) (09.12.2019/alc/a/a)


