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Renten: Die Erklärung der FED nach Ende der FOMC-Tagung wirkt nach
02.02.18 10:15
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Die Worte in der Abschlusserklärung nach dem FOMC-Treffen waren gut gewählt: Gestern hielten die Nachwirkungen an, so die Analysten der National-Bank AG.
Den Investoren werde langsam klar, dass die US-Notenbanker durchaus zu einer aggressiveren Gangart übergehen könnten, sodass eine zusätzliche Leitzinsanhebung im laufenden Jahr wahrscheinlicher werde, aus drei mach vier. Allerdings würden sich die Notenbanker sicher an ihre Aussagen halten, wonach sie den Kurs nur dann verschärfen würden, wenn die fiskalischen Impulse nicht in Produktivitätssteigerungen münden würden. Und eine Steigerung der Produktivität habe die US-Volkswirtschaft dringend nötig.
Im abgelaufenen vierten Quartal des letzten Jahres sei diese nämlich unerwartet zurückgegangen. Und Lohnsteigerungen ohne entsprechende Produktivitätssteigerungen würden längerfristig inflationstreibend wirken. Dem würden sich Notenbanken entgegen stellen. Daher sei bei der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts heute weniger die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb des landwirtschaftlichen Sektors entscheidend. Dieses Datum werde einmal mehr ganz ordentlich ausfallen.
Vielmehr sollte besonders auf die Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne geachtet werden. Bereits im Dezember seien sie im Monatsvergleich deutlicher angestiegen, als es erwartet worden sei. Und auch im Januar dürfte es einiges an Dynamik gegeben haben. Schließlich hätten viele Unternehmen die Mindestlöhne angehoben. Zugleich würden allmählich wieder zahlreiche Jobs in der Industrie geschaffen, die das Lohnniveau anheben würden. Das dürfte sich über kurz oder lang ebenfalls in den durchschnittlichen Stundenlöhnen bemerkbar machen. Nicht unbeachtet sollten die Auftragseingänge bleiben. Und die Stimmung der Verbraucher dürfte gemessen am vorläufigen Wert der Uni Michigan weiterhin ausgezeichnet sein.
Die Wirtschaftsdaten aus dem Euroraum dürften heute kaum Beachtung finden. Immerhin hätten die teils endgültigen Markit Einkaufsmanagerindices gestern bestätigt, dass die Wirtschaft im Euroraum in den kommenden Monaten auf Wachstumskurs bleibe. Zudem werde nach Aussagen des österreichischen Notenbankchefs immer deutlicher, dass das QE-Programm Ende des Jahres auslaufen werde. Ab Oktober dürfte es dann sukzessive reduziert werden. Wann die Entscheidung dazu letztlich im EZB-Rat getroffen werde, sei offen.
Die Investoren dürften sich vor dem US-Arbeitsmarktbericht in Zurückhaltung üben. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte es schwer haben, sich von den deutlichen Vortragsverlusten zu erholen. Er dürfte vielmehr auf ermäßigtem Niveau in den Tag starten und tendenziell unter Druck bleiben. Dass das ermäßigte Niveau vor dem Wochenende den einen oder anderen Investor zum Einstieg verleite, sei unwahrscheinlich. Sie würden erst einmal abwarten. Der Bund-Future dürfte sich zwischen 157,45 und 158,90 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,68 und 2,87% schwanken. (02.02.2018/alc/a/a)
Den Investoren werde langsam klar, dass die US-Notenbanker durchaus zu einer aggressiveren Gangart übergehen könnten, sodass eine zusätzliche Leitzinsanhebung im laufenden Jahr wahrscheinlicher werde, aus drei mach vier. Allerdings würden sich die Notenbanker sicher an ihre Aussagen halten, wonach sie den Kurs nur dann verschärfen würden, wenn die fiskalischen Impulse nicht in Produktivitätssteigerungen münden würden. Und eine Steigerung der Produktivität habe die US-Volkswirtschaft dringend nötig.
Vielmehr sollte besonders auf die Entwicklung der durchschnittlichen Stundenlöhne geachtet werden. Bereits im Dezember seien sie im Monatsvergleich deutlicher angestiegen, als es erwartet worden sei. Und auch im Januar dürfte es einiges an Dynamik gegeben haben. Schließlich hätten viele Unternehmen die Mindestlöhne angehoben. Zugleich würden allmählich wieder zahlreiche Jobs in der Industrie geschaffen, die das Lohnniveau anheben würden. Das dürfte sich über kurz oder lang ebenfalls in den durchschnittlichen Stundenlöhnen bemerkbar machen. Nicht unbeachtet sollten die Auftragseingänge bleiben. Und die Stimmung der Verbraucher dürfte gemessen am vorläufigen Wert der Uni Michigan weiterhin ausgezeichnet sein.
Die Wirtschaftsdaten aus dem Euroraum dürften heute kaum Beachtung finden. Immerhin hätten die teils endgültigen Markit Einkaufsmanagerindices gestern bestätigt, dass die Wirtschaft im Euroraum in den kommenden Monaten auf Wachstumskurs bleibe. Zudem werde nach Aussagen des österreichischen Notenbankchefs immer deutlicher, dass das QE-Programm Ende des Jahres auslaufen werde. Ab Oktober dürfte es dann sukzessive reduziert werden. Wann die Entscheidung dazu letztlich im EZB-Rat getroffen werde, sei offen.
Die Investoren dürften sich vor dem US-Arbeitsmarktbericht in Zurückhaltung üben. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte es schwer haben, sich von den deutlichen Vortragsverlusten zu erholen. Er dürfte vielmehr auf ermäßigtem Niveau in den Tag starten und tendenziell unter Druck bleiben. Dass das ermäßigte Niveau vor dem Wochenende den einen oder anderen Investor zum Einstieg verleite, sei unwahrscheinlich. Sie würden erst einmal abwarten. Der Bund-Future dürfte sich zwischen 157,45 und 158,90 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,68 und 2,87% schwanken. (02.02.2018/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,6808 € | 125,3509 € | 0,3299 € | +0,26% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 132,00 € | 124,26 € | |
16.04.26
, Helaba
Bund-Future scheitert an 21-Tage-Linie


