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Renten: EZB-Entscheid im Mittelpunkt des Interesses
25.01.18 10:45
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Im Fokus des heutigen Tages dürfte der EZB-Entscheid stehen, so die Analysten der National-Bank AG.
Die Analysten würden erwarten, dass die EZB grundsätzlich bei ihrer bisherigen Linie bleibe. Auf der Pressekonferenz könnte EZB-Chef Draghi versuchen, Akzente im Sinne einer vorsichtigen Vorbereitung einer geldpolitischen Wende zu setzen. Das genaue Wording dürfte dabei von den politischen Kräfteverhältnissen im Umfeld des Rates abhängen: Grundsätzlich habe die wirtschaftliche Heterogenität bezüglich der Geldpolitik in der Eurozone weiter zugenommen. So wäre für die Südländer immer noch ein Nullzins angezeigt, während die Länder Nordeuropas im Mittel einen Zins um 4 Prozent benötigen würden. Die größere Not der Südländer in Verbindung mit Ihrer Dominanz im EZB-Rat dürfte letztlich verhindern, dass es zu nennenswert höheren Zinssätzen im Euroraum komme.
Die Perspektiven für die Weltwirtschaft würden derweil sehr gut bleiben: Die eintreffenden Daten seien in der Summe so stark, dass die Analysten ihre Schätzung für das laufende Jahr auf 3,9 Prozent Weltwirtschaftswachstum angehoben hätten. Die jüngsten Schätzungen des IWF seien denn auch von markanten Aufwärtsrevisionen gekennzeichnet gewesen. Bemerkenswert sei vor allem die Aufwärtsrevision für das nächste Jahr, was zeige, dass der Aufschwung in der Einschätzung des Fonds Tragweite auch jenseits 2018 habe.
Vor diesem Hintergrund würden die Analysten erwarten, dass die Renditen rund um den Globus weiter aufwärts trenden würden: Auf Jahressicht sei ein Anstieg der Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen auf Werte um 3,0% zu erwarten. In Europa dürfte der Renditeanstieg insgesamt moderater als in den USA ausfallen. Restringiert würden die Perspektiven für die Zinsstrukturkurve durch den Umstand, dass der Handlungsspielraum der EZB - u. a. aufgrund nicht zweifelsfrei gegebener Tragfähigkeit der Staatsfinanzen - begrenzt sei. Auf Jahressicht sei daher trotz der aufwärts gerichteten Kräfte an den internationalen Kapitalmärkten ein weit unterdurchschnittliches Renditeniveau um 0,8% für 10-jährige Bundesanleihen zu erwarten.
Die Analysten würden weiterhin erwarten, dass die aktuellen und zukünftigen Zinsspreads eine Aufwertung des US-Dollars bewirken würden. Die über erwarten starke Erholung in Europa habe zuletzt zwar zu einer Verschiebung der Erwartungsbildung geführt, die Daten würden in der Summe aber weiterhin auf einen perspektivisch stärkeren Dollar verweisen. Die Analysten würden ihr Kursziel auf Kurse um EUR/USD 1,14 adjustieren, aber höhere Dollarkurse um 1,11 auf längere Sicht weiterhin für erreichbar halten. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte grundsätzlich weiter unter Druck bleiben, die Analysten würden heute eine Handelsspanne zwischen 160,10 und 161,15 erwarten. (25.01.2018/alc/a/a)
Die Analysten würden erwarten, dass die EZB grundsätzlich bei ihrer bisherigen Linie bleibe. Auf der Pressekonferenz könnte EZB-Chef Draghi versuchen, Akzente im Sinne einer vorsichtigen Vorbereitung einer geldpolitischen Wende zu setzen. Das genaue Wording dürfte dabei von den politischen Kräfteverhältnissen im Umfeld des Rates abhängen: Grundsätzlich habe die wirtschaftliche Heterogenität bezüglich der Geldpolitik in der Eurozone weiter zugenommen. So wäre für die Südländer immer noch ein Nullzins angezeigt, während die Länder Nordeuropas im Mittel einen Zins um 4 Prozent benötigen würden. Die größere Not der Südländer in Verbindung mit Ihrer Dominanz im EZB-Rat dürfte letztlich verhindern, dass es zu nennenswert höheren Zinssätzen im Euroraum komme.
Vor diesem Hintergrund würden die Analysten erwarten, dass die Renditen rund um den Globus weiter aufwärts trenden würden: Auf Jahressicht sei ein Anstieg der Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen auf Werte um 3,0% zu erwarten. In Europa dürfte der Renditeanstieg insgesamt moderater als in den USA ausfallen. Restringiert würden die Perspektiven für die Zinsstrukturkurve durch den Umstand, dass der Handlungsspielraum der EZB - u. a. aufgrund nicht zweifelsfrei gegebener Tragfähigkeit der Staatsfinanzen - begrenzt sei. Auf Jahressicht sei daher trotz der aufwärts gerichteten Kräfte an den internationalen Kapitalmärkten ein weit unterdurchschnittliches Renditeniveau um 0,8% für 10-jährige Bundesanleihen zu erwarten.
Die Analysten würden weiterhin erwarten, dass die aktuellen und zukünftigen Zinsspreads eine Aufwertung des US-Dollars bewirken würden. Die über erwarten starke Erholung in Europa habe zuletzt zwar zu einer Verschiebung der Erwartungsbildung geführt, die Daten würden in der Summe aber weiterhin auf einen perspektivisch stärkeren Dollar verweisen. Die Analysten würden ihr Kursziel auf Kurse um EUR/USD 1,14 adjustieren, aber höhere Dollarkurse um 1,11 auf längere Sicht weiterhin für erreichbar halten. Der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) dürfte grundsätzlich weiter unter Druck bleiben, die Analysten würden heute eine Handelsspanne zwischen 160,10 und 161,15 erwarten. (25.01.2018/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,3744 € | 125,5072 € | -0,1328 € | -0,11% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |
16.04.26
, Helaba
Bund-Future scheitert an 21-Tage-Linie


