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Renten: Der Bericht aus den einzelnen FED-Distrikten - beige book - deutet auf solides Wirtschaftswachstum hin
18.01.18 11:00
National-Bank AG
Essen (www.anleihencheck.de) - Die Informationen aus dem beige book brachten letztlich kaum Neues zu Tage, so die Analysten der National-Bank AG.
Die Wirtschaft in den USA befinde sich auf einem moderaten Wachstumskurs. Die Unternehmensinvestitionen würden langsam anziehen. Die Betriebe hätten zusehends Schwierigkeiten, qualifizierte Mitarbeiter zu finden und würden von einem Anziehen der Löhne ausgehen. Die Immobilienpreise würden zulegen. Und die Einzelhändler hätten sich über ein besser als erwartet ausgefallenes Weihnachtsgeschäft gefreut. Das spreche also dafür, dass die FED im laufenden Jahr durchaus einige Leitzinsanhebungen vornehmen müsse, mindestens die drei, die sich aus den dot plots ablesen lassen würden. Am kurzen Ende seien diese Informationen letztlich nicht ohne Wirkung geblieben, denn die Renditestrukturkurve sei vom kurzen Ende her flacher geworden. Die Investoren würden damit beginnen, auch die dritte Leitzinsanpassung für das laufende Jahr einzupreisen.
Die Daten zur Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung seien dagegen ohne genauere Analyse irreführend gewesen: Der deutliche Anstieg der Industrieproduktion im Monatsvergleich wie auch der Kapazitätsauslastung seien höheren Produktionsleistungen der Versorger aufgrund des kalten Wetters sowie der Erhöhung der Ölproduktion durch Fracking geschuldet. In anderen Bereiche sei die Dynamik weiterhin schwach. Das könnte sich in den kommenden Monaten ändern, denn die Ankündigungen von Apple, im Ausland gehortete Cash-Beständen aufgrund der vorteilhaften Besteuerung zu repatriieren und gleichzeitig über mehrere Jahre 30 Mrd. USD in den USA zu investieren, um etwa 20 Tsd. neue Arbeitsplätze zu schaffen, könnte durchaus Signalwirkung für andere Unternehmen haben. Sollten andere Unternehmen diesem Beispiel folgen, was sehr wahrscheinlich sei, würde das tatsächlich für mehr Wachstumsdynamik sorgen, zugleich die FED aber herausfordern, denn dann müsste sie wohl geldpolitisch deutlich stärker nachlegen, um die Überhitzung der Wirtschaft zu vermeiden.
Heute Morgen dürften die chinesischen BIP-Daten den Takt vorgeben. Überraschen könnten sie nicht mehr, da der chinesische Ministerpräsident vor einigen Tagen bereits von einem BIP-Wachstum von 6,9% in 2017 gesprochen habe. Auch die Einzelhandelsumsätze und Industrieproduktionsdaten für Dezember dürften letztlich wenig Einfluss haben. Im weiteren Tagesverlauf werde man datenseitig vor allem auf die US-Daten zu Baubeginnen und -genehmigungen sowie dem Phili FED Indikator schauen. Die Bauaktivität dürfte dabei auf hohem Niveau verharren. Ähnliches gelte für den Phili FED Indikator.
In den USA sei zudem die Verhandlung über die Erhöhung der Verschuldungsobergrenze Dauerthema. Die Uhr ticke. Vermutlich werde man sich kurz vor knapp auf eine Erhöhung einigen, die bis etwa 16. Februar Luft bringe. Die Aussagen der europäischen Notenbanker auf einer gemeinsam von Bundesbank und IWF organisierten Tagung würden keine neuen Einblicke in die geldpolitischen Überlegungen einzelner EZB-Vertreter bringen. Hier müsse man auf die Tagung des EZB-Rats kommende Woche warten.
Die Vorgaben sollten dazu beitragen, dass die Investoren im risk on-Modus bleiben würden, sodass der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) mit Verlusten in den Tag starte. Im weiteren Handelsverlauf sollte er sich zwischen 160,20 und 161,40 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,51 und 2,65% schwanken. (18.01.2018/alc/a/a)
Die Wirtschaft in den USA befinde sich auf einem moderaten Wachstumskurs. Die Unternehmensinvestitionen würden langsam anziehen. Die Betriebe hätten zusehends Schwierigkeiten, qualifizierte Mitarbeiter zu finden und würden von einem Anziehen der Löhne ausgehen. Die Immobilienpreise würden zulegen. Und die Einzelhändler hätten sich über ein besser als erwartet ausgefallenes Weihnachtsgeschäft gefreut. Das spreche also dafür, dass die FED im laufenden Jahr durchaus einige Leitzinsanhebungen vornehmen müsse, mindestens die drei, die sich aus den dot plots ablesen lassen würden. Am kurzen Ende seien diese Informationen letztlich nicht ohne Wirkung geblieben, denn die Renditestrukturkurve sei vom kurzen Ende her flacher geworden. Die Investoren würden damit beginnen, auch die dritte Leitzinsanpassung für das laufende Jahr einzupreisen.
Heute Morgen dürften die chinesischen BIP-Daten den Takt vorgeben. Überraschen könnten sie nicht mehr, da der chinesische Ministerpräsident vor einigen Tagen bereits von einem BIP-Wachstum von 6,9% in 2017 gesprochen habe. Auch die Einzelhandelsumsätze und Industrieproduktionsdaten für Dezember dürften letztlich wenig Einfluss haben. Im weiteren Tagesverlauf werde man datenseitig vor allem auf die US-Daten zu Baubeginnen und -genehmigungen sowie dem Phili FED Indikator schauen. Die Bauaktivität dürfte dabei auf hohem Niveau verharren. Ähnliches gelte für den Phili FED Indikator.
In den USA sei zudem die Verhandlung über die Erhöhung der Verschuldungsobergrenze Dauerthema. Die Uhr ticke. Vermutlich werde man sich kurz vor knapp auf eine Erhöhung einigen, die bis etwa 16. Februar Luft bringe. Die Aussagen der europäischen Notenbanker auf einer gemeinsam von Bundesbank und IWF organisierten Tagung würden keine neuen Einblicke in die geldpolitischen Überlegungen einzelner EZB-Vertreter bringen. Hier müsse man auf die Tagung des EZB-Rats kommende Woche warten.
Die Vorgaben sollten dazu beitragen, dass die Investoren im risk on-Modus bleiben würden, sodass der Bund-Future (ISIN DE0009652644 / WKN 965264) mit Verlusten in den Tag starte. Im weiteren Handelsverlauf sollte er sich zwischen 160,20 und 161,40 bewegen. Die Rendite der 10-jährigen US-Treasuries dürfte zwischen 2,51 und 2,65% schwanken. (18.01.2018/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 125,5072 € | 125,371 € | 0,1362 € | +0,11% | 01.01./01:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0009652644 | 965264 | 131,95 € | 124,26 € | |
16.04.26
, Helaba
Bund-Future scheitert an 21-Tage-Linie


