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Renditen zehnjähriger US-Treasuries weiter angezogen
13.01.25 09:25
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Positive Arbeitsmarktzahlen wecken an der Wall Street Sorgen vor einer durch die starke US-Wirtschaft induzierten, anhaltend höheren Inflation, so die Analysten der Nord LB.
Entsprechend hätten die Renditen zehnjähriger US-Treasuries um 7 Basispunkte weiter angezogen (auf 4,76%).
Immer mehr Unternehmen in Deutschland würden aufgrund von ausbleibenden Aufträgen und steigenden Kosten zur Geschäftsaufgabe gezwungen. Im Vergleich zum Jahr 2023 hätten sich 2024 die Regelinsolvenzen um 16,8% erhöht (Quelle: Statistisches Bundesamt). Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) bringe es auf den Punkt. Grund sei der DIHK zufolge eine toxische Mischung aus hohen Kosten für Energie und Fachkräfte, Belastungen durch Bürokratie und Steuern sowie Nachfrageausfälle.
Für das Jahr 2025 sehe es nicht gut aus. Die DIHK erwarte mehr als 20.000 Firmenpleiten. Neun von zehn Unternehmen würden einer Umfrage zufolge von stagnierenden oder schlechteren Geschäften ausgehen, besonders im Baugewerbe, der Gastronomie und im Kraftfahrzeugbau tobe die Krise. Kritische Töne anderer Natur kämen vom Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Das IWH sehe den Grund der Insolvenzen nur zum Teil bei der Kon-junktur und den Kostensteigerungen bei Energie und Löhnen.
Steffen Müller (IWH-Insolvenzforschung): "Jahrelang extrem niedrige Zinsen haben Insolvenzen verhindert, und während der Pandemie sind Insolvenzen aufgrund von Subventionen wie zum Beispiel dem Kurzarbeitergeld ausgefallen … der Zinsanstieg und der Wegfall der Subventionen haben ab 2022 Nachholeffekte bei Insolvenzen ausgelöst."
Welche Auswirkungen hätten Insolvenzen auf die Kreditbücher der Banken und deren Risikovorsorge? Laut einem Bloomberg Bericht erwäge die EZB bei der Vorhersage künftiger Kreditausfälle in den Risikomodellen von Banken Daten aus den Jahren 2008 bis 2018 einzufordern. Warum? Ältere Daten würden höchstwahrscheinlich zu pessimistischeren Ausfallprognosen führen, da ein Großteil des europ. Bankensektors seit 2008 mehrere, schwere Krisen habe überstehen müssen. Entsprechend könnte diese Anforderung sogar Auswirkungen auf die regul. Eigenkapitalquoten haben. Eine offizielle EZB-Stellungnahme sei bisher ausgeblieben.
Erfreuliche Töne hingegen aus der größten Volkswirtschaft der Welt. In der US-Wirtschaft seien im Dezember 2024 256.000 neue Stellen entstanden. Das sei eine positive Überraschung. An den Finanzmärkten würden damit aber zunächst auch die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen durch das FOMC schwinden.
Neben der Entwicklung der Verbraucherpreise und Einzelhandelsumsätze in den USA stehe in dieser Woche die vorläufige Schätzung des deutschen Bruttoinlandsprodukts für das Gesamtjahr 2024 im Fokus, die am Mittwoch veröffentlicht werde. Ebenfalls am Mittwoch würden aktuelle Zahlen zur Industrieproduktion in der Eurozone erwartet. Am Freitag würden neben den Daten aus dem US-Immobiliensektor auch die BIP-Zahlen Chinas für das vierte Quartal in den Mittelpunkt rücken. Dabei gelte es, insbesondere auf Hinweise zur Wirksamkeit der bisherigen fiskal- und vor allem geldpolitischen Maßnahmen Pekings zu achten. (13.01.2025/alc/a/a)
Entsprechend hätten die Renditen zehnjähriger US-Treasuries um 7 Basispunkte weiter angezogen (auf 4,76%).
Immer mehr Unternehmen in Deutschland würden aufgrund von ausbleibenden Aufträgen und steigenden Kosten zur Geschäftsaufgabe gezwungen. Im Vergleich zum Jahr 2023 hätten sich 2024 die Regelinsolvenzen um 16,8% erhöht (Quelle: Statistisches Bundesamt). Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) bringe es auf den Punkt. Grund sei der DIHK zufolge eine toxische Mischung aus hohen Kosten für Energie und Fachkräfte, Belastungen durch Bürokratie und Steuern sowie Nachfrageausfälle.
Steffen Müller (IWH-Insolvenzforschung): "Jahrelang extrem niedrige Zinsen haben Insolvenzen verhindert, und während der Pandemie sind Insolvenzen aufgrund von Subventionen wie zum Beispiel dem Kurzarbeitergeld ausgefallen … der Zinsanstieg und der Wegfall der Subventionen haben ab 2022 Nachholeffekte bei Insolvenzen ausgelöst."
Welche Auswirkungen hätten Insolvenzen auf die Kreditbücher der Banken und deren Risikovorsorge? Laut einem Bloomberg Bericht erwäge die EZB bei der Vorhersage künftiger Kreditausfälle in den Risikomodellen von Banken Daten aus den Jahren 2008 bis 2018 einzufordern. Warum? Ältere Daten würden höchstwahrscheinlich zu pessimistischeren Ausfallprognosen führen, da ein Großteil des europ. Bankensektors seit 2008 mehrere, schwere Krisen habe überstehen müssen. Entsprechend könnte diese Anforderung sogar Auswirkungen auf die regul. Eigenkapitalquoten haben. Eine offizielle EZB-Stellungnahme sei bisher ausgeblieben.
Erfreuliche Töne hingegen aus der größten Volkswirtschaft der Welt. In der US-Wirtschaft seien im Dezember 2024 256.000 neue Stellen entstanden. Das sei eine positive Überraschung. An den Finanzmärkten würden damit aber zunächst auch die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen durch das FOMC schwinden.
Neben der Entwicklung der Verbraucherpreise und Einzelhandelsumsätze in den USA stehe in dieser Woche die vorläufige Schätzung des deutschen Bruttoinlandsprodukts für das Gesamtjahr 2024 im Fokus, die am Mittwoch veröffentlicht werde. Ebenfalls am Mittwoch würden aktuelle Zahlen zur Industrieproduktion in der Eurozone erwartet. Am Freitag würden neben den Daten aus dem US-Immobiliensektor auch die BIP-Zahlen Chinas für das vierte Quartal in den Mittelpunkt rücken. Dabei gelte es, insbesondere auf Hinweise zur Wirksamkeit der bisherigen fiskal- und vor allem geldpolitischen Maßnahmen Pekings zu achten. (13.01.2025/alc/a/a)


