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Renditen deutscher Bunds bewegen sich vor EZB-Sitzung kaum vom Fleck
12.12.24 08:52
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Sogenannte grüne Bundesanleihen sind laut dem Bundesrechnungshof überhaupt nicht grün, so die Analysten der Nord LB.
Bei rund mehr als zwei Dritteln der durch diese Anleihen finanzierten Ausgaben könne die Regierung keine klima- oder umweltschützende Wirkung nachweisen (Bemerkenswert: das Volumen dieser "Öko-Bonds" habe sich seit dem Jahr 2020 auf über EUR 70 Mrd. kumuliert). Der Rechnungshof sehe in seinem Bericht das Ansehen des Bundes als Emittent von Wertpapieren durch dieses Vorgehen gefährdet.
Deutsche Bunds tangiere diese Aussage natürlich überhaupt nicht. Die European Securites & Markets Authority (ESMA) sei bereits 2023 in einer Studie zu dem Ergebnis gekommen, dass es ein sogenanntes Greenium (Renditedifferenz, die beim Kauf einer grünen Anleihe im Vergleich zu einer herkömmlichen Anleihe bestehe) nicht gebe. In dieser Gemengelage, und vor der heute mit Spannung erwarteten EZB-Sitzung, würden sich die Renditen deutscher Bunds, im Gleichklang mit ihren europäischen Pendants, kaum vom Fleck bewegen.
Die gestern veröffentlichten US-Verbraucherpreisdaten hätten sich unaufgeregt offenbart. Den US-Volkswirten zufolge sei in der nächsten Woche von einer weiteren Senkung der als Leitzins bekannten FED Funds Target Rate um 25 Basispunkte auszugehen. Renditen zehnjähriger US-Treasuries hätten in diesem Umfeld um 1bp auf 4,28% angezogen.
Am heutigen Donnerstag richte sich die Aufmerksamkeit klar auf die Europäische Zentralbank (EZB). Gegen Mittag würden die Entscheidungen zu den EZB-Leitzinsen erwartet, wobei der Markt überwiegend mit einem kleinen Zinsschritt rechne. In der Minderheit gebe es jedoch auch Stimmen, die angesichts der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage in der Eurozone einen größeren Zinsschritt ins Spiel bringen würden.
Spannend werde insbesondere die anschließende Pressekonferenz mit Präsidentin Christine Lagarde, die weiteren Aufschluss über den geld-politischen Kurs geben dürfte. Der Fokus dürfte dabei auf der Balance zwischen Inflationsbekämpfung und Konjunkturstützung liegen. Vor dem EZB-Termin gebe außerdem die Schweizerische Nationalbank ihre Entscheidung zum Leitzins bekannt, wobei die Analysten auch hier von einer Verringerung ausgehen würden. (12.12.2024/alc/a/a)
Bei rund mehr als zwei Dritteln der durch diese Anleihen finanzierten Ausgaben könne die Regierung keine klima- oder umweltschützende Wirkung nachweisen (Bemerkenswert: das Volumen dieser "Öko-Bonds" habe sich seit dem Jahr 2020 auf über EUR 70 Mrd. kumuliert). Der Rechnungshof sehe in seinem Bericht das Ansehen des Bundes als Emittent von Wertpapieren durch dieses Vorgehen gefährdet.
Die gestern veröffentlichten US-Verbraucherpreisdaten hätten sich unaufgeregt offenbart. Den US-Volkswirten zufolge sei in der nächsten Woche von einer weiteren Senkung der als Leitzins bekannten FED Funds Target Rate um 25 Basispunkte auszugehen. Renditen zehnjähriger US-Treasuries hätten in diesem Umfeld um 1bp auf 4,28% angezogen.
Am heutigen Donnerstag richte sich die Aufmerksamkeit klar auf die Europäische Zentralbank (EZB). Gegen Mittag würden die Entscheidungen zu den EZB-Leitzinsen erwartet, wobei der Markt überwiegend mit einem kleinen Zinsschritt rechne. In der Minderheit gebe es jedoch auch Stimmen, die angesichts der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage in der Eurozone einen größeren Zinsschritt ins Spiel bringen würden.
Spannend werde insbesondere die anschließende Pressekonferenz mit Präsidentin Christine Lagarde, die weiteren Aufschluss über den geld-politischen Kurs geben dürfte. Der Fokus dürfte dabei auf der Balance zwischen Inflationsbekämpfung und Konjunkturstützung liegen. Vor dem EZB-Termin gebe außerdem die Schweizerische Nationalbank ihre Entscheidung zum Leitzins bekannt, wobei die Analysten auch hier von einer Verringerung ausgehen würden. (12.12.2024/alc/a/a)


