Erweiterte Funktionen
Das Rätsel um die ausbleibende Inflation
11.06.19 12:30
DONNER & REUSCHEL AG
Hamburg (www.anleihencheck.de) - Mit der Verlängerung der Forward Guidance der Europäischen Zentralbank EZB in der vergangenen Woche wurde Gewissheit, was viele Anleger schon ahnten: Die Leitzinsen in der Eurozone werden frühestens im zweiten Halbjahr 2020 steigen , so Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel AG.
Die in dieser Woche anstehenden Veröffentlichungen der endgültigen Mai-Inflationsraten verschiedener Eurostaaten würden belegen, dass die Notenbank derzeit keinerlei Veranlassung habe, an der Zinsschraube zu drehen. In Spanien werde mit einem Preisanstieg im Vergleich zum Vorjahr um gerade einmal 0,8 Prozent, in Frankreich um 1,0 Prozent gerechnet. In Deutschland werde ein Wert in Höhe von 1,4 Prozent erwartet - ebenfalls deutlich unterhalb der Zielzone der EZB von nahe, aber unter zwei Prozent. Selbst der nahezu voll ausgelastete deutsche Arbeitsmarkt mit einem fast chronischen Fachkräftemangel erzeuge kaum lohninduzierten Preisdruck.
Auch in den USA und in China mit prognostizierten 1,9 bzw. 2,5 Prozent Preissteigerung bewege sich die Inflation im außergewöhnlich niedrigen Rahmen. Weltweit würden die Effekte der Globalisierung und der Digitalisierung weiterhin den Preisdruck dämpfen. Hinzu kämen in vielen Industriestaaten eine alternde Bevölkerung, die im Schnitt mehr spare und weniger ausgebe, sowie der Schwenk von tendenziell höher bezahlten Industrie-Jobs zu mehr Beschäftigung in Dienstleistungsbereichen. Es sei gut möglich, dass die Inflation strukturell, global und dauerhaft auf niedrigen Niveaus verharre - keine guten Aussichten für die Hoffnung auf Zinssteigerungen. (11.06.2019/alc/a/a)
Die in dieser Woche anstehenden Veröffentlichungen der endgültigen Mai-Inflationsraten verschiedener Eurostaaten würden belegen, dass die Notenbank derzeit keinerlei Veranlassung habe, an der Zinsschraube zu drehen. In Spanien werde mit einem Preisanstieg im Vergleich zum Vorjahr um gerade einmal 0,8 Prozent, in Frankreich um 1,0 Prozent gerechnet. In Deutschland werde ein Wert in Höhe von 1,4 Prozent erwartet - ebenfalls deutlich unterhalb der Zielzone der EZB von nahe, aber unter zwei Prozent. Selbst der nahezu voll ausgelastete deutsche Arbeitsmarkt mit einem fast chronischen Fachkräftemangel erzeuge kaum lohninduzierten Preisdruck.
Auch in den USA und in China mit prognostizierten 1,9 bzw. 2,5 Prozent Preissteigerung bewege sich die Inflation im außergewöhnlich niedrigen Rahmen. Weltweit würden die Effekte der Globalisierung und der Digitalisierung weiterhin den Preisdruck dämpfen. Hinzu kämen in vielen Industriestaaten eine alternde Bevölkerung, die im Schnitt mehr spare und weniger ausgebe, sowie der Schwenk von tendenziell höher bezahlten Industrie-Jobs zu mehr Beschäftigung in Dienstleistungsbereichen. Es sei gut möglich, dass die Inflation strukturell, global und dauerhaft auf niedrigen Niveaus verharre - keine guten Aussichten für die Hoffnung auf Zinssteigerungen. (11.06.2019/alc/a/a)
Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 21.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


