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Q2-Wachstum Europa vs. USA: Fed-Zinsen und Handelsbilanz im Fokus
30.07.25 08:45
Helaba
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Im Mittelpunkt des Interesses stehen hierzulande, in der Eurozone und in den USA zunächst die Q2-Wachstumszahlen, so die Analysten der Helaba.
Nach dem überraschenden und durch Vorzieheffekte begünstigten Wachstum im ersten Quartal dürfte die europäische Wirtschaft im vergangenen Quartal geschrumpft sein. Die Zolldrohungen in den USA hätten zu Jahresbeginn zu einem Anstieg der Überseeexporte geführt. Dies habe dem deutschen und europäischen Wachstum geholfen. Nun dürfte diese vorgezogene Nachfrage fehlen und ein Minus der gesamtwirtschaftlichen Leistungen sei wahrscheinlich. Umgekehrt sei der Effekt in den USA. Die höheren Importe hätten das BIP im ersten Quartal belastet und ein kleines Minus sei gemeldet worden. Nach der umfangreichen Erhöhung der Zölle seitens der US-Administration habe sich der Handelsbilanzsaldo in den letzten Monaten aber bereits deutlich verbessert. Dies wirke sich positiv aus und so sollte ein solides Wachstum möglich sein.
Nicht unbeachtet würden in der Regel die ADP-Zahlen bleiben. Der Arbeitsmarktdienstleister gebe einen Hinweis auf die offiziellen Beschäftigungszahlen, die am Freitag anstünden. Nach einer Schwäche im Frühjahr könnte die Entwicklung wieder besser ausfallen. Darauf würden die sinkenden Werte der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hinweisen.
Im Hinblick auf die Geldpolitik der Fed scheine daher kein erhöhter ökonomischer Druck zu Zinssenkungen zu bestehen, wohl aber die politischen Tiraden seitens US-Präsident Trump. Diesen würden die Fed-Vertreter aber vermutlich nicht erliegen und das Leitzinsniveau bei 4,25-4,50 % belassen. Bis zum Jahresende würden derweil zwei weitere Senkungen der Zinsen avisiert ("dot plots"). Marktseitig sei eine Senkung per September zu fast 70 % eskomptiert, sowie ein weiterer Schritt bis inkl. Dezember. Mit Blick auf 2026 seien die Markterwartungen gegenüber den "dot plots" weiter fortgeschritten. Hinweise auf die Geldpolitik 2026 werde es heute aber nicht geben. (30.07.2025/alc/a/a)
Nach dem überraschenden und durch Vorzieheffekte begünstigten Wachstum im ersten Quartal dürfte die europäische Wirtschaft im vergangenen Quartal geschrumpft sein. Die Zolldrohungen in den USA hätten zu Jahresbeginn zu einem Anstieg der Überseeexporte geführt. Dies habe dem deutschen und europäischen Wachstum geholfen. Nun dürfte diese vorgezogene Nachfrage fehlen und ein Minus der gesamtwirtschaftlichen Leistungen sei wahrscheinlich. Umgekehrt sei der Effekt in den USA. Die höheren Importe hätten das BIP im ersten Quartal belastet und ein kleines Minus sei gemeldet worden. Nach der umfangreichen Erhöhung der Zölle seitens der US-Administration habe sich der Handelsbilanzsaldo in den letzten Monaten aber bereits deutlich verbessert. Dies wirke sich positiv aus und so sollte ein solides Wachstum möglich sein.
Nicht unbeachtet würden in der Regel die ADP-Zahlen bleiben. Der Arbeitsmarktdienstleister gebe einen Hinweis auf die offiziellen Beschäftigungszahlen, die am Freitag anstünden. Nach einer Schwäche im Frühjahr könnte die Entwicklung wieder besser ausfallen. Darauf würden die sinkenden Werte der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hinweisen.
Im Hinblick auf die Geldpolitik der Fed scheine daher kein erhöhter ökonomischer Druck zu Zinssenkungen zu bestehen, wohl aber die politischen Tiraden seitens US-Präsident Trump. Diesen würden die Fed-Vertreter aber vermutlich nicht erliegen und das Leitzinsniveau bei 4,25-4,50 % belassen. Bis zum Jahresende würden derweil zwei weitere Senkungen der Zinsen avisiert ("dot plots"). Marktseitig sei eine Senkung per September zu fast 70 % eskomptiert, sowie ein weiterer Schritt bis inkl. Dezember. Mit Blick auf 2026 seien die Markterwartungen gegenüber den "dot plots" weiter fortgeschritten. Hinweise auf die Geldpolitik 2026 werde es heute aber nicht geben. (30.07.2025/alc/a/a)


