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Polen, Tschechien, Ungarn: Anleihemärkte deutlich zugelegt


11.07.17 12:32
Raiffeisen Capital Management

Wien (www.anleihencheck.de) - Die Konjunktur in den Ländern Zentral- und Osteuropas läuft weiterhin prächtig und steht auf einer breiten Basis, so die Experten von Raiffeisen Capital Management (RCM).

Steigende Nachfrage der privaten Haushalte, zunehmende Investitionen (v.a. Ungarn) sowie ein starker Außenhandel (v.a. Tschechien) seien Treiber des Wachstums. Die Inflationsraten dürften ihren Zenit vermutlich bereits gesehen haben und sowohl 2017 als auch 2018 im Durchschnitt um die 2%-Marke herum liegen.

Die Anleihemärkte der Region hätten in den vergangenen Monaten deutlich zugelegt. Sie würden zwar gut unterstützt von der expansiven Geldpolitik der EZB und einem bislang noch recht moderaten Inflationsausblick bleiben. Die Anleihen der CEE-Staaten seien inzwischen allerdings recht teuer, sowohl absolut als auch relativ, beispielsweise im Vergleich zur Euro-Peripherie. Sie seien damit anfällig für etwaige negative Inflationsüberraschungen. Diese könnten beispielsweise dann eintreten, wenn die Arbeitsmärkte noch weiter heiß laufen und zugleich die Rohstoffpreise stärker anziehen würden.

Die Aktienmärkte hätten sich im Juni vergleichsweise wenig bewegt. Während die Kurse in Ungarn und Polen um knapp 2% bzw. rund 1% zugelegt hätten, hätten sie in Tschechien um 2% nachgegeben. (Ausgabe Juli 2017) (11.07.2017/alc/a/a)