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Polen: Preisdruck ist zurück
27.05.24 11:03
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Während der Einzelhandelsumsatz in Polen im März zum Vorjahr um 6,1 Prozent zulegen konnte und die Erwartung hinsichtlich einer Konjunkturerholung durch den Konsum zu bestätigen scheint, enttäuschten andere Daten, wie beispielsweise die Industrieproduktion sowie die Bauwirtschaft, so die Analysten von Postbank Research.
Im ersten Quartal sei die Wirtschaft mit 0,4 Prozent zum Vorquartal gewachsen. Im März hätten die Bruttolöhne im privaten Sektor um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr weiter angezogen. Neben einer Anhebung des Mindestlohns drücke sich in dem Lohnwachstum die anhaltend starke Nachfrage nach Arbeitskräften aus auch wenn manche Sektoren, insbesondere im exportorientierten Verarbeitenden Gewerbe, eine rückläufige Beschäftigung vermeldet hätten.
Mit 2,4 Prozent sei die Inflation im April auf Jahressicht wieder stärker angestiegen als noch im März (2,0). Damit könnte der zuvor beobachtete Trend rückläufiger Inflationsraten beendet sein. Insbesondere die Kernrate habe im monatlichen Vergleich mit 0,5 Prozent stark angezogen. Dies aufgrund steigender Konsumnachfrage infolge höherer Reallöhne (diese seien nun höher als vor der Pandemie) und Preiserhöhungen seitens der Unternehmen.
Die Notenbank habe den Zins auf ihrer letzten Sitzung konstant gehalten und werde dies wohl auch vorerst beibehalten. Erste Zinssenkungen würden die Analysten von Postbank Research erst 2025 erwarten unter der Annahme, dass Wachstum und Inflation nicht zuvor unerwartet nachlassen würden.
Die Deutsche Bank rechne in den kommenden sechs Monaten für den Polnischen Zloty mit einer leichten Abwertungstendenz. (Währungsbulletin Juni 2024) (27.05.2024/alc/a/a)
Im ersten Quartal sei die Wirtschaft mit 0,4 Prozent zum Vorquartal gewachsen. Im März hätten die Bruttolöhne im privaten Sektor um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr weiter angezogen. Neben einer Anhebung des Mindestlohns drücke sich in dem Lohnwachstum die anhaltend starke Nachfrage nach Arbeitskräften aus auch wenn manche Sektoren, insbesondere im exportorientierten Verarbeitenden Gewerbe, eine rückläufige Beschäftigung vermeldet hätten.
Die Notenbank habe den Zins auf ihrer letzten Sitzung konstant gehalten und werde dies wohl auch vorerst beibehalten. Erste Zinssenkungen würden die Analysten von Postbank Research erst 2025 erwarten unter der Annahme, dass Wachstum und Inflation nicht zuvor unerwartet nachlassen würden.
Die Deutsche Bank rechne in den kommenden sechs Monaten für den Polnischen Zloty mit einer leichten Abwertungstendenz. (Währungsbulletin Juni 2024) (27.05.2024/alc/a/a)


