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Polen vor Pensionsreform - Polnische Staatsanleihen profitieren
17.04.19 11:15
Deutsche Bank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Polen steht vor einer Reform seines Pensionssystems, berichtet die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".
Ab 2020 sollten Wertpapiere in Höhe von 42 Milliarden Dollar aus bisher obligatorischen Pensionsfonds auf private Konten übertragen werden. Dafür werde eine Gebühr von 15 Prozent des Vermögenswertes an das staatliche Sozialversicherungssystem überwiesen. Würden die Bürger dem Transfer widersprechen, werde der komplette Vermögenswert ihrem Sozialversicherungskonto gutgeschrieben. Da in beiden Fällen die benötigten Sozialausgaben der Regierung geringer ausfallen würden und der Staatshaushalt somit entlastet werde, hätten polnische Staatsanleihen sowie der Zloty von der Reformankündigung profitiert.
Der Aktienmarkt habe angesichts eines befürchteten Angebotsdrucks nachgegeben, denn auf Aktien würden 85 Prozent der von der Reform betroffenen Wertpapiere entfallen. Aufgrund des geplanten Stimulus der Regierung sowie des weiterhin niedrigen Inflationsdrucks dürfte die Notenbank den Leitzins bis Jahresende unverändert lassen. Im März habe die Inflationsrate bei 1,7 Prozent und damit noch weit unter 2,5 Prozent - dem Zielwert der Währungshüter - gelegen. Derzeit seien die Diskussionen im Zentralbankrat zum einen von Warnungen vor einem zu schnellen Anheben der Leitzinsen geprägt, zum anderen sei aber auch eine Ablehnung von Leitzinssenkungen erkennbar. Zentralbankpräsident Adam Glapinski habe daher bereits angedeutet, dass wohl erst der nächste Zentralbankrat, dessen Amtszeit 2022 beginne, die Zinsen ändern dürfte. (17.04.2019/alc/a/a)
Ab 2020 sollten Wertpapiere in Höhe von 42 Milliarden Dollar aus bisher obligatorischen Pensionsfonds auf private Konten übertragen werden. Dafür werde eine Gebühr von 15 Prozent des Vermögenswertes an das staatliche Sozialversicherungssystem überwiesen. Würden die Bürger dem Transfer widersprechen, werde der komplette Vermögenswert ihrem Sozialversicherungskonto gutgeschrieben. Da in beiden Fällen die benötigten Sozialausgaben der Regierung geringer ausfallen würden und der Staatshaushalt somit entlastet werde, hätten polnische Staatsanleihen sowie der Zloty von der Reformankündigung profitiert.
Der Aktienmarkt habe angesichts eines befürchteten Angebotsdrucks nachgegeben, denn auf Aktien würden 85 Prozent der von der Reform betroffenen Wertpapiere entfallen. Aufgrund des geplanten Stimulus der Regierung sowie des weiterhin niedrigen Inflationsdrucks dürfte die Notenbank den Leitzins bis Jahresende unverändert lassen. Im März habe die Inflationsrate bei 1,7 Prozent und damit noch weit unter 2,5 Prozent - dem Zielwert der Währungshüter - gelegen. Derzeit seien die Diskussionen im Zentralbankrat zum einen von Warnungen vor einem zu schnellen Anheben der Leitzinsen geprägt, zum anderen sei aber auch eine Ablehnung von Leitzinssenkungen erkennbar. Zentralbankpräsident Adam Glapinski habe daher bereits angedeutet, dass wohl erst der nächste Zentralbankrat, dessen Amtszeit 2022 beginne, die Zinsen ändern dürfte. (17.04.2019/alc/a/a)


