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Polen: NBP signalisiert Wechsel zu einer abwartenden Haltung
30.12.25 10:00
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Polnische Nationalbank (NBP) hat Anfang Dezember den Leitzins erneut gesenkt, und zwar von 4,25% auf 4,00%, so die Analysten von Postbank Research.
Gouverneur Adam Glapiński habe angekündigt, dass die NBP künftig eine "Wait-and-See"-Strategie verfolgen werde. Zugleich habe er betont, dass die vergangenen sechs Zinssenkungen nicht als Teil eines geldpolitischen Lockerungszyklus zu verstehen seien. Künftige Entscheidungen sollten datenabhängig erfolgen. Die Swap-Märkte hätten derzeit weitere Senkungen bis auf 3,5% eingepreist.
Die Inflation sei im November von 2,8% auf 2,5% zurückgegangen. Der Rückgang sei maßgeblich durch geringere Teuerungsraten von Lebensmitteln und Getränken getrieben worden. Die Kerninflation sei merklich von 3,0% auf 2,7% gesunken.
Der Internationale Währungsfonds erwarte für 2026 ein leichtes Wachstum von 3,4% gegenüber 3,2% im Jahr 2025. Treiber seien eine robuste externe Nachfrage - insbesondere aus der Eurozone und Deutschland -, eine fiskalische Expansion zur Stützung der Binnennachfrage sowie EU-Finanzierungen aus dem Recovery and Resilience Fund und dem SAFE-Fonds. Das Wachstum dürfte jedoch nur begrenzte Auswirkungen auf den Zloty (PLN) haben. Unter normalen Umständen wäre eine Aufwertung zu erwarten, doch die zuletzt expansivere Haltung der NBP könnte zu einem erneuten Anstieg der Inflation führen und damit die Währungsstärke begrenzen.
Vor diesem Hintergrund erwarte Postbank Research, dass sich der EUR/PLN bis Ende Juni 4,20 2026 in Richtung 4,125 bewege. (Währungsbulletin Januar 2026) (30.12.2025/alc/a/a)
Gouverneur Adam Glapiński habe angekündigt, dass die NBP künftig eine "Wait-and-See"-Strategie verfolgen werde. Zugleich habe er betont, dass die vergangenen sechs Zinssenkungen nicht als Teil eines geldpolitischen Lockerungszyklus zu verstehen seien. Künftige Entscheidungen sollten datenabhängig erfolgen. Die Swap-Märkte hätten derzeit weitere Senkungen bis auf 3,5% eingepreist.
Der Internationale Währungsfonds erwarte für 2026 ein leichtes Wachstum von 3,4% gegenüber 3,2% im Jahr 2025. Treiber seien eine robuste externe Nachfrage - insbesondere aus der Eurozone und Deutschland -, eine fiskalische Expansion zur Stützung der Binnennachfrage sowie EU-Finanzierungen aus dem Recovery and Resilience Fund und dem SAFE-Fonds. Das Wachstum dürfte jedoch nur begrenzte Auswirkungen auf den Zloty (PLN) haben. Unter normalen Umständen wäre eine Aufwertung zu erwarten, doch die zuletzt expansivere Haltung der NBP könnte zu einem erneuten Anstieg der Inflation führen und damit die Währungsstärke begrenzen.
Vor diesem Hintergrund erwarte Postbank Research, dass sich der EUR/PLN bis Ende Juni 4,20 2026 in Richtung 4,125 bewege. (Währungsbulletin Januar 2026) (30.12.2025/alc/a/a)


