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Polen: Inflation dürfte in den kommenden Monaten wieder ansteigen
23.07.24 11:12
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Die Konsumfreude unter den Verbrauchern in Polen setze sich im Mai fort, so die Analysten von Postbank Research.
Mit 5,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr habe sich keine Abschwächung vom Trend aus dem ersten Quartal (5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr) gezeigt. Allerdings habe sich zugleich angedeutet, dass wegen der weiterhin schwachen Lage in der europäischen Industrie (insbesondere in Deutschland) die heimische Nachfrage derzeit der einzige Wachstumstreiber für Polen dieses Jahr bleiben könnte.
Die Inflation habe im Juni bei 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr gelegen und damit nahe der Zielmarke der Notenbank. Allerdings könnte die Teuerung in den kommenden Monaten wieder an Fahrt gewinnen. Ursächlich dafür sei das Ende der staatlichen Energiepreisregulierung. Durch das Auslaufen dieser Maßnahme dürfte die Inflation um circa 1,3-1,5 Prozentpunkte steigen.
Die Notenbank habe erwartungsgemäß Anfang Juli die Zinssätze unverändert belassen. In ihrer Kommunikation habe sich die Notenbank allerdings falkenhafter gezeigt, Gouverneur Glapinski erwarte Zinssenkungen gar erst 2026. Neben den Risiken bei der Energiepreisinflation würden die Währungshüter auch auf die stark gestiegenen Löhne sowie eine expansiven Fiskalpolitik als weitere mögliche Risiken hinweisen. Die Analysten von Postbank Research würden daher wenig Spielraum für Zinssenkungen 2024 sehen. Diese seien nächstes Jahr jedoch ziemlich sicher zu erwarten, insbesondere vor dem Hintergrund weiterer möglicher Zinsschritte seitens der EZB.
Die Postbank rechne für die kommenden sechs Monate mit einer moderaten Abwertung des polnischen Zloty (PLN) auf EUR/PLN 4,50. (Währungsbulletin August 2024) (23.07.2024/alc/a/a)
Mit 5,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr habe sich keine Abschwächung vom Trend aus dem ersten Quartal (5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr) gezeigt. Allerdings habe sich zugleich angedeutet, dass wegen der weiterhin schwachen Lage in der europäischen Industrie (insbesondere in Deutschland) die heimische Nachfrage derzeit der einzige Wachstumstreiber für Polen dieses Jahr bleiben könnte.
Die Notenbank habe erwartungsgemäß Anfang Juli die Zinssätze unverändert belassen. In ihrer Kommunikation habe sich die Notenbank allerdings falkenhafter gezeigt, Gouverneur Glapinski erwarte Zinssenkungen gar erst 2026. Neben den Risiken bei der Energiepreisinflation würden die Währungshüter auch auf die stark gestiegenen Löhne sowie eine expansiven Fiskalpolitik als weitere mögliche Risiken hinweisen. Die Analysten von Postbank Research würden daher wenig Spielraum für Zinssenkungen 2024 sehen. Diese seien nächstes Jahr jedoch ziemlich sicher zu erwarten, insbesondere vor dem Hintergrund weiterer möglicher Zinsschritte seitens der EZB.
Die Postbank rechne für die kommenden sechs Monate mit einer moderaten Abwertung des polnischen Zloty (PLN) auf EUR/PLN 4,50. (Währungsbulletin August 2024) (23.07.2024/alc/a/a)
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