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Philippinen: Investoren machen sich Sorgen um Unabhängigkeit der Notenbank


08.03.19 15:30
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Von September 2018 bis März 2019 hat der Philippinische Peso gegenüber dem Euro um neun Prozent aufgewertet, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Im Februar sei er mit einem Plus von 1,5 Prozent die stärkste asiatische Währung gewesen. Maßgeblich dazu beigetragen hätten Ankündigungen von Infrastrukturinvestitionen in Höhe von umgerechnet 150 Milliarden Euro. Zudem hätten Heimatüberweisungen von Philippinern, die im Ausland arbeiten würden, im Dezember mit umgerechnet 2,5 Milliarden Euro ein neues Allzeithoch erreicht. Stützend für die Währung habe auch gewirkt, dass sich ausländische Investitionen in philippinische Aktien und Anleihen im Januar im Vergleich zum Vorjahr auf 674 Millionen Euro vervierfacht hätten.

Die Wende für den Peso sei Anfang der Woche gekommen, als Präsident Rodrigo Duterte seinen ehemaligen Haushaltssekretär Benjamin Dioknozum zum Zentralbankgouverneur ernannt habe. Investoren würden sich Sorgen um die Unabhängigkeit der Notenbank machen, im Wochenverlauf habe der Peso 0,6 Prozent verloren. Die Deutsche Bank erwartet von Dioknozum eine lockere, wirtschaftsstützende Geldpolitik. Die Rahmenbedingungen vor der ersten Notenbanksitzung unter seiner Leitung am 21. März seien günstig. Die philippinische Inflationsrate sei im Februar auf 3,8 Prozent zurückgegangen. Sie liege damit zum ersten Mal seit einem Jahr wieder im Zielkorridor der Zentralbank von zwei bis vier Prozent. (08.03.2019/alc/a/a)