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Osteuropa-Anleihen: Trotz Unwägbarkeiten aussichtsreich
27.11.24 09:45
Raiffeisen Capital Management
Wien (www.anleihencheck.de) - Anleihen von Emittenten aus Zentral- und Osteuropa haben Investor:innen in den letzten zwölf Monaten insgesamt recht ansehnliche Erträge gebracht, so die Experten von Raiffeisen Capital Management.
Wie stelle sich der Ausblick für 2025 dar?
Zentral- und osteuropäische Anleihemärkte befänden sich wie fast alle Anleihemärkte derzeit in einem Spannungsfeld aus widerstreitenden makroökonomischen Tendenzen sowie (geo-)politischen Entwicklungen.
Auf der Positivseite seien vor allem gesunkene und meist weiter rückläufige Inflationsraten und zu erwartende (weitere) Zinssenkungen in der Region und weltweit zu nennen. Das dürfte zu tendenziell (weiter) fallenden Anleiherenditen und mithin steigenden Anleihekursen führen.
Auf der Negativseite stehe für Ost- und Zentraleuropa eine nach wie vor schwache Konjunkturdynamik, die bislang für die Region insgesamt kaum größere Belebungstendenzen erkennen lasse.
Für einzelne Länder stelle sich das Bild aber etwas differenzierter dar, unter anderem aufgrund von unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen und ungleichen fiskalischen Spielräumen. Vor allem die stark exportabhängigen Staaten (z. B. Tschechien, Slowakei, Ungarn) litten unter den wirtschaftlichen Problemen Deutschlands. Für Länder wie Polen, in denen der Binnenkonsum eine größere Rolle spiele, sehe es etwas besser aus. Allerdings sei generell eine gewisse Kaufzurückhaltung bei vielen Konsument:innen zu spüren. Sollte sich diese im kommenden Jahr etwas legen, gäbe es positive Impulse für die Konjunktur.
Eine wichtige Ertragskomponente für Euro-basierte Anleger:innen in osteuropäischen Lokalwährungsanleihen sei die Entwicklung der jeweiligen Landeswährungen gegenüber dem Euro, zum Positiven wie zum Negativen. Bei Euro-Anleihen osteuropäischer Schuldner bestehe natürlich kein Währungsthema. Dafür liege die Verzinsung aber meist unter denen der Lokalwährungsanleihen. Unterschiedliche bzw. sich ändernde Risikoeinschätzungen für die jeweiligen Emittenten drückten sich in den Renditeaufschlägen dieser Euro-Anleihen gegenüber deutschen Staatsanleihen aus. Mit der sich abzeichnenden Trump-Präsidentschaft in den USA hätten die ost- und zentraleuropäischen Währungen gegenüber dem Euro zuletzt etwas nachgegeben. (Ausgabe vom 25.11.2024) (27.11.2024/alc/a/a)
Wie stelle sich der Ausblick für 2025 dar?
Zentral- und osteuropäische Anleihemärkte befänden sich wie fast alle Anleihemärkte derzeit in einem Spannungsfeld aus widerstreitenden makroökonomischen Tendenzen sowie (geo-)politischen Entwicklungen.
Auf der Negativseite stehe für Ost- und Zentraleuropa eine nach wie vor schwache Konjunkturdynamik, die bislang für die Region insgesamt kaum größere Belebungstendenzen erkennen lasse.
Für einzelne Länder stelle sich das Bild aber etwas differenzierter dar, unter anderem aufgrund von unterschiedlichen Wirtschaftsstrukturen und ungleichen fiskalischen Spielräumen. Vor allem die stark exportabhängigen Staaten (z. B. Tschechien, Slowakei, Ungarn) litten unter den wirtschaftlichen Problemen Deutschlands. Für Länder wie Polen, in denen der Binnenkonsum eine größere Rolle spiele, sehe es etwas besser aus. Allerdings sei generell eine gewisse Kaufzurückhaltung bei vielen Konsument:innen zu spüren. Sollte sich diese im kommenden Jahr etwas legen, gäbe es positive Impulse für die Konjunktur.
Eine wichtige Ertragskomponente für Euro-basierte Anleger:innen in osteuropäischen Lokalwährungsanleihen sei die Entwicklung der jeweiligen Landeswährungen gegenüber dem Euro, zum Positiven wie zum Negativen. Bei Euro-Anleihen osteuropäischer Schuldner bestehe natürlich kein Währungsthema. Dafür liege die Verzinsung aber meist unter denen der Lokalwährungsanleihen. Unterschiedliche bzw. sich ändernde Risikoeinschätzungen für die jeweiligen Emittenten drückten sich in den Renditeaufschlägen dieser Euro-Anleihen gegenüber deutschen Staatsanleihen aus. Mit der sich abzeichnenden Trump-Präsidentschaft in den USA hätten die ost- und zentraleuropäischen Währungen gegenüber dem Euro zuletzt etwas nachgegeben. (Ausgabe vom 25.11.2024) (27.11.2024/alc/a/a)


