Österreich: Inflationsdruck nimmt bereits seit einiger Zeit kontinuierlich ab


14.03.19 10:30
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.anleihencheck.de) - Der Inflationsdruck in Österreich nimmt bereits seit einiger Zeit kontinuierlich ab, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

So sei die gesamte Inflation (HVPI) seit Oktober 2018 (2,4% p.a.) spürbar zurückgegangen und habe im Januar bei 1,7% p.a. gelegen. Hauptverantwortlich für diesen verminderten Preisanstieg sei die Entwicklung des Ölpreises gewesen, der sich von einem Preistreiber (Vorjahresveränderung in EUR Okt. 18: +44%) zu einem dämpfenden Faktor entwickelt habe (Jan. 19: -7% p.a.). Auch die Komponenten Restaurants/Hotels sowie Wohnen seien, wenn auch in weit geringerem Ausmaß, für den Rückgang der Inflationsrate verantwortlich gewesen. Die Kernrate habe bereits ein Jahr vorher (September 2017) mit 2,7% p.a. den Höhepunkt erreicht, der vorläufige Tiefpunkt sei im Dezember mit 1,5% p.a. markiert worden.

Während vom Ölpreis auch in den kommenden Monaten kein Inflationserhöhender Effekt ausgehen sollte, würden die Analysten aufgrund weiterhin überdurchschnittlicher, wenn auch leicht rückläufiger Kapazitätsauslastung sowie steigender Lohnstückkosten wieder einen moderaten Anstieg der Kerninflation erwarten. Vor diesem Hintergrund dürfte die Gesamtinflation im Jahresdurchschnitt (2019) unter der 2 Prozent Marke (1,9%) liegen, nach 2,1% p.a. im Jahr 2018. (Ausgabe vom 12.03.2019) (14.03.2019/alc/a/a)