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Notenbanker halten Finanzmärkte bei Laune
02.10.14 15:50
Swisscanto
Zürich (www.anleihencheck.de) - Das Interesse der Finanzmärkte kreist derzeit um zwei Themen: Den bevorstehenden Ausstieg der US-Notenbank aus der ultralockeren Geldpolitik und eine erneute wirtschaftliche Schwäche der Eurozone, so die Experten von Swisscanto.
Die Notenbanker diesseits wie jenseits des Atlantiks würden sich weiterhin alle Mühe geben, die Finanzmärkte bei Laune zu halten. Ihr Übergewicht bei Aktien würden die Experten mit leichten Abstrichen beibehalten - mit einer leicht erhöhten Cash-Position sollten Kursdellen bei Aktien genutzt werden. Die Short-Position in Japanischen Yen werde mit Gewinnen geschlossen.
Italien und Frankreich würden in der Eurozone schon seit längerem als Sorgenkinder gelten. Das Warten auf nötige Strukturreformen gestalte sich äußerst zäh. In den vergangenen Monaten seien nun auch die Konjunkturindikatoren der Lokomotive Deutschland kontinuierlich zurückgekommen. Die Frage, ob die Eurozone nun insgesamt abermals in die Rezession abrutschen könnte, lasse sich nach Auffassung der Experten jedoch mit einem klaren "Nein" beantworten. Der Grund: Die markante Abschwächung des Euro gegenüber dem US-Dollar verschaffe den Europäern kurzfristig kräftige internationale Wettbewerbsvorteile - das werde die Exporte und damit das europäische Wachstum anregen.
In der Eurozone sehe man nun endlich auch eine zaghafte Zunahme der Ausleihungen der Banken an die Wirtschaft, wozu nicht zuletzt die geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) beigetragen hätten. Im Oktober würden die Ergebnisse der von der EZB durchgeführten Banken-Stresstests veröffentlicht; danach dürfte es europaweit im Kreditgeschäft zu einer weiteren Normalisierung kommen.
Der US-Leitindex S&P 500 habe abermals ein neues historisches Hoch erreicht. Die Bilanz seit Jahresbeginn zeige für mehrere asiatische Aktienmärkte (Indien, BSE Index +25%; Thailand, SET Index +22,6%) sehr gute Ergebnisse. Die internationalen Aktienmärkte seien derzeit mindestens fair wenn nicht sogar leicht überbewertet.
In dieser Situation steigt die Anfälligkeit für zwischenzeitliche Konsolidierungen - die Experten von Swisscanto reagieren mit einer leicht höheren Cash-Quote. Leicht untergewichtet würden deshalb Aktien der Region Asien/Pazifik (ex-Japan). Der hohe Anteil australischer Aktien im entsprechenden Index lasse die Experten hier wegen der australischen Abhängigkeit von der Entwicklung bei Rohstoffen und in China vorsichtiger werden. Das Übergewicht bei europäischen Aktien würden sie beibehalten, weil sich die europäischen Selbstheilungskräfte in Verbindung mit dem schwächeren Euro bald in guten Zahlen niederschlagen sollten. Eine derart starke Wachstumsdynamik, wie sie derzeit in den USA zu beobachten sei, werde es allerdings in Europa wohl auf Jahre hinaus kaum geben.
Die Short-Position in Japanischen Yen gegen Kanadische Dollar werde mit Gewinn geschlossen, ihre Long-Positionen in US-Dollar gegen Schweizer Franken und skandinavischen Währungen (NOK (Norwegische Krone) und SEK (Schwedische Krone)) gegen Euro würden die Experten beibehalten.
Bei der eklatanten Überbewertung von Anleihen hätten sich im vergangenen Monat erste Korrekturen abgezeichnet. Die hätten vorerst nur einen Teilbereich des Hochzinssegments betroffen - sichere Anleihen würden dagegen auf sehr niedrigen Zinsniveaus verharren. Unter Druck geraten seien dagegen Unternehmensanleihen mit der besonders schwachen Bonität CCC. Hier sei es zu einer deutlichen Ausweitung der Credit Spreads gekommen. (02.10.2014/alc/a/a)
Die Notenbanker diesseits wie jenseits des Atlantiks würden sich weiterhin alle Mühe geben, die Finanzmärkte bei Laune zu halten. Ihr Übergewicht bei Aktien würden die Experten mit leichten Abstrichen beibehalten - mit einer leicht erhöhten Cash-Position sollten Kursdellen bei Aktien genutzt werden. Die Short-Position in Japanischen Yen werde mit Gewinnen geschlossen.
Italien und Frankreich würden in der Eurozone schon seit längerem als Sorgenkinder gelten. Das Warten auf nötige Strukturreformen gestalte sich äußerst zäh. In den vergangenen Monaten seien nun auch die Konjunkturindikatoren der Lokomotive Deutschland kontinuierlich zurückgekommen. Die Frage, ob die Eurozone nun insgesamt abermals in die Rezession abrutschen könnte, lasse sich nach Auffassung der Experten jedoch mit einem klaren "Nein" beantworten. Der Grund: Die markante Abschwächung des Euro gegenüber dem US-Dollar verschaffe den Europäern kurzfristig kräftige internationale Wettbewerbsvorteile - das werde die Exporte und damit das europäische Wachstum anregen.
Der US-Leitindex S&P 500 habe abermals ein neues historisches Hoch erreicht. Die Bilanz seit Jahresbeginn zeige für mehrere asiatische Aktienmärkte (Indien, BSE Index +25%; Thailand, SET Index +22,6%) sehr gute Ergebnisse. Die internationalen Aktienmärkte seien derzeit mindestens fair wenn nicht sogar leicht überbewertet.
In dieser Situation steigt die Anfälligkeit für zwischenzeitliche Konsolidierungen - die Experten von Swisscanto reagieren mit einer leicht höheren Cash-Quote. Leicht untergewichtet würden deshalb Aktien der Region Asien/Pazifik (ex-Japan). Der hohe Anteil australischer Aktien im entsprechenden Index lasse die Experten hier wegen der australischen Abhängigkeit von der Entwicklung bei Rohstoffen und in China vorsichtiger werden. Das Übergewicht bei europäischen Aktien würden sie beibehalten, weil sich die europäischen Selbstheilungskräfte in Verbindung mit dem schwächeren Euro bald in guten Zahlen niederschlagen sollten. Eine derart starke Wachstumsdynamik, wie sie derzeit in den USA zu beobachten sei, werde es allerdings in Europa wohl auf Jahre hinaus kaum geben.
Die Short-Position in Japanischen Yen gegen Kanadische Dollar werde mit Gewinn geschlossen, ihre Long-Positionen in US-Dollar gegen Schweizer Franken und skandinavischen Währungen (NOK (Norwegische Krone) und SEK (Schwedische Krone)) gegen Euro würden die Experten beibehalten.
Bei der eklatanten Überbewertung von Anleihen hätten sich im vergangenen Monat erste Korrekturen abgezeichnet. Die hätten vorerst nur einen Teilbereich des Hochzinssegments betroffen - sichere Anleihen würden dagegen auf sehr niedrigen Zinsniveaus verharren. Unter Druck geraten seien dagegen Unternehmensanleihen mit der besonders schwachen Bonität CCC. Hier sei es zu einer deutlichen Ausweitung der Credit Spreads gekommen. (02.10.2014/alc/a/a)


