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Notenbankchef Österreich: EZB sollte Leitzinsen nicht zu schnell senken
15.01.25 08:56
Nord LB
Hannover (www.anleihencheck.de) - Falkenhafte Töne kamen gestern von Holzmann (Notenbankchef Österreich), so die Analysten der Nord LB.
Laut Holzmann sollte die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen nicht zu schnell senken. Die Kerninflation sei immer noch sehr hoch. "Ich glaube nicht, dass wir so gradlinig nach unten gehen können … vor allem weil wir in letzter Zeit ein paar Ausschläge bei der Inflation hatten, und die Kerninflation, wie soll man sagen, immer noch eher bei 3% als bei 2% liegt." Am 30. Januar stehe der nächste Zinsentscheid der EZB an. In die gleiche Kerbe schlage das Institut für Schweizer Wirtschaftpolitik. Eine gestern veröffentlichte Umfrage in Zusammenarbeit mit dem Münchner Ifo-Institut bekräftige die nach wie vor anhaltende, erhöhte Inflation.
Global werde die Inflationsrate im Jahr 2025 von Wirtschaftexperten der Erhebung zufolge bei 3,9% gesehen. Niklas Potrafke (Ifo-Forscher): "Die Inflationserwartungen bleiben über den Inflationszielen vieler Zentralbanken … größere Zinssenkungen sind bei diesen Inflationserwartungen unwahrscheinlich." Mittelfristig würden die Experten daher nur einen leichten Rückgang der weltweiten Teuerungrate erwarten (auf rd. 3,5% im Jahr 2028). "Vor allem in Nordamerika sind die Inflationswartungen gestiegen", habe es geheißen.
Auf hohem Niveau verharrende Inflationserwartungen habe der Rentenmarkt schon eingepreist. Wie gehe es weiter? Am Dienstag hätten die weltweiten Anleihemärkte ihren Ausverkauf der letzten Tage verlangsamen können. Noch zu Beginn der Woche hätten die Renditen von 10-jährigen US-Treasuries mit 4,78% den höchsten Stand seit Oktober 2023 markiert (Renditen von 30-jährigen Britische Gilts hätten am Montag sogar ein 26-Jahreshoch erreicht). Ausschlaggebend für die leichte Beruhigung des Sell-Offs seien Nachrichten aus der Trump-Administration gewesen, dass die gefürchteteten Zölle sukzessive (in monatlichen 2% bis 5%-Schritten) und nicht instantan eingeführt werden sollten. (15.01.2025/alc/a/a)
Laut Holzmann sollte die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen nicht zu schnell senken. Die Kerninflation sei immer noch sehr hoch. "Ich glaube nicht, dass wir so gradlinig nach unten gehen können … vor allem weil wir in letzter Zeit ein paar Ausschläge bei der Inflation hatten, und die Kerninflation, wie soll man sagen, immer noch eher bei 3% als bei 2% liegt." Am 30. Januar stehe der nächste Zinsentscheid der EZB an. In die gleiche Kerbe schlage das Institut für Schweizer Wirtschaftpolitik. Eine gestern veröffentlichte Umfrage in Zusammenarbeit mit dem Münchner Ifo-Institut bekräftige die nach wie vor anhaltende, erhöhte Inflation.
Global werde die Inflationsrate im Jahr 2025 von Wirtschaftexperten der Erhebung zufolge bei 3,9% gesehen. Niklas Potrafke (Ifo-Forscher): "Die Inflationserwartungen bleiben über den Inflationszielen vieler Zentralbanken … größere Zinssenkungen sind bei diesen Inflationserwartungen unwahrscheinlich." Mittelfristig würden die Experten daher nur einen leichten Rückgang der weltweiten Teuerungrate erwarten (auf rd. 3,5% im Jahr 2028). "Vor allem in Nordamerika sind die Inflationswartungen gestiegen", habe es geheißen.
Auf hohem Niveau verharrende Inflationserwartungen habe der Rentenmarkt schon eingepreist. Wie gehe es weiter? Am Dienstag hätten die weltweiten Anleihemärkte ihren Ausverkauf der letzten Tage verlangsamen können. Noch zu Beginn der Woche hätten die Renditen von 10-jährigen US-Treasuries mit 4,78% den höchsten Stand seit Oktober 2023 markiert (Renditen von 30-jährigen Britische Gilts hätten am Montag sogar ein 26-Jahreshoch erreicht). Ausschlaggebend für die leichte Beruhigung des Sell-Offs seien Nachrichten aus der Trump-Administration gewesen, dass die gefürchteteten Zölle sukzessive (in monatlichen 2% bis 5%-Schritten) und nicht instantan eingeführt werden sollten. (15.01.2025/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,40 % | 2,15 % | ||


