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Norwegen vor Zinswende


12.02.19 11:00
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Im hohen Norden sind höhere Zinsen zu erwarten, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Die jährliche Inflationsrate in Norwegen habe im Januar mit 3,1 zwar leicht unter den Erwartungen von 3,3 Prozent gelegen. Die Kerninflation habe aber unverändert bei 2,1 Prozent und damit über dem Zielwert der Notenbank verharrt, sodass weiterhin von einer Anhebung des Leitzinses im März von 0,75 auf 1,00 Prozent ausgegangen werde. Als Risiko für die Konjunktur und damit für eine Zinsanhebung werde allerdings der mittelfristig weiterhin niedrige Ölpreis gesehen. Aber auch die nachlassende Dynamik in Europa gelte zumindest kurzfristig als weiteres Risiko.

An den Märkten hätten die Dreimonatszinsen bereits etwas nachgegeben und auch die Krone habe sich gegenüber dem Euro seit Monatsanfang um fast 2 Prozent schwächer gezeigt. Norwegens Wirtschaft sei jedoch (ohne den Ölsektor) im letzten Quartal 2018 mit 0,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal und damit so stark gewachsen wie seit vier Jahren nicht mehr. Beziehe man den Ölsektor mit ein, habe sich das Wachstum auf 0,5 Prozent belaufen. Die Deutsche Bank geht daher davon aus, dass die Zentralbank wie angekündigt den Zins im März anhebt und dies mittelfristig die Norwegische Krone gegenüber dem Euro stärkt. (12.02.2019/alc/a/a)