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Norwegen: Überraschende Zinswende beschert der Krone Gegenwind
07.07.25 09:05
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Im April legte die norwegische Produktion im Verarbeitenden Gewerbe mit 2,8% zum Vormonat deutlich zugelegt, nachdem sie im März noch stagnierte, so die Analysten von Postbank Research.
Die Erholung könnte sich im Mai fortgesetzt haben. Der PMI des Verarbeitenden Gewerbes habe sich im Mai von seinem Fast-Fünf-Jahres-Tief im Vormonat von 41,2 auf 51,2 Zähler erholt, was auf eine Expansion der Branche deute.
Erfreulich auch, dass sich im Mai der Rückgang der von der Norges Bank als Inflationsmaß präferierten Kerninflation fortgesetzt habe. Die Jahresrate sei nach 3,4% im März und 3,0% im April auf 2,8% im Mai zurückgegangen. Zugleich sei die Jahresrate der Erzeugerpreisinflation, die oft der Entwicklung der Konsumentenpreise vorauslaufe, erstmals seit Oktober 2024 in den negativen Bereich gefallen (minus 0,1%).
Vor diesem Hintergrund habe die Norges Bank auf ihrer Sitzung Mitte Juni die lang erhoffte Zinssenkung eingeleitet, indem sie den Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,25% gesenkt habe. Der Schritt habe Marktakteure wie Analysten gleichermaßen überrascht.
Die Währungshüter hätten weitere Lockerungen im laufenden Jahr in Aussicht gestellt, sofern sich die Wirtschaft wie erwartet entwickeln würde. Sie hätten jedoch auch betont, dass die Leitzinsen auf einem relativ restriktiven Niveau bleiben müssten, um einen erneuten Inflationsanstieg zu verhindern.
Vor diesem Hintergrund könnte die Norwegische Krone (NOK) nach zuletzt deutlichen Verlusten zum Euro bis Ende des Jahres wieder etwas in Richtung EUR/NOK 11,50 aufholen. (Währungsbulletin Juli 2025) (07.07.2025/alc/a/a)
Die Erholung könnte sich im Mai fortgesetzt haben. Der PMI des Verarbeitenden Gewerbes habe sich im Mai von seinem Fast-Fünf-Jahres-Tief im Vormonat von 41,2 auf 51,2 Zähler erholt, was auf eine Expansion der Branche deute.
Vor diesem Hintergrund habe die Norges Bank auf ihrer Sitzung Mitte Juni die lang erhoffte Zinssenkung eingeleitet, indem sie den Leitzins um 25 Basispunkte auf 4,25% gesenkt habe. Der Schritt habe Marktakteure wie Analysten gleichermaßen überrascht.
Die Währungshüter hätten weitere Lockerungen im laufenden Jahr in Aussicht gestellt, sofern sich die Wirtschaft wie erwartet entwickeln würde. Sie hätten jedoch auch betont, dass die Leitzinsen auf einem relativ restriktiven Niveau bleiben müssten, um einen erneuten Inflationsanstieg zu verhindern.
Vor diesem Hintergrund könnte die Norwegische Krone (NOK) nach zuletzt deutlichen Verlusten zum Euro bis Ende des Jahres wieder etwas in Richtung EUR/NOK 11,50 aufholen. (Währungsbulletin Juli 2025) (07.07.2025/alc/a/a)


