Norwegen: Negative Leitzinsen von Notenbank ausgeschlossen


03.06.20 10:00
Postbank Research

Bonn (www.anleihencheck.de) - Im ersten Quartal ist die Wirtschaftsleistung in Norwegen außerhalb des Öl- und Gassektors um 1,9 Prozent gegenüber dem Vorquartal zurückgegangen, so die Analysten von Postbank Research.

Verglichen mit anderen europäischen Ländern sei der Einbruch damit eher moderat ausgefallen. Allerdings hätten die Lockdown-Maßnahmen erst Mitte März begonnen. Insofern würden die für einzelne Monate veröffentlichten BIP-Daten ein besseres Bild zum wahren Zustand der Wirtschaft in der Coronavirus-Krise liefern. Im März sei das BIP um 6,4 Prozent gegenüber dem Vormonat gefallen.

Die Norges Bank habe auf ihrer letzten Sitzung den Leitzins überraschend gesenkt. Nach der Reduzierung um 25 Basispunkte liege er nun auch in Norwegen bei null Prozent. Seit März hätten die Währungshüter den Leitzins damit um insgesamt 150 Basispunkte reduziert. Niedrige Zinsen könnten die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft zwar nicht verhindern, dürften nach Einschätzung der Währungshüter aber zu einer schnelleren Erholung beitragen.

Im Falle einer zeitnahen Erholung der Wirtschaft würden die Notenbanker einen BIP-Rückgang von 3,8 Prozent in diesem Jahr erwarten, bei einem verzögerten Rebound einen Einbruch um 6,6 Prozent. Negative Zinsen werde es in Norwegen wohl nicht geben. Die Notenbank habe nach eigenem Bekunden nicht vor, die Zinsen weiter zu reduzieren.

In zwölf Monaten könnte der EUR/NOK (10,91; Stand: 26.05.2020) bei 10,25 liegen. (Währungsbulletin Juni 2020) (03.06.2020/alc/a/a)





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