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Norwegen: Inflations- und Konjunkturentwicklung sprechen für Leitzinserhöhung
26.02.21 09:45
Postbank Research
Bonn (www.anleihencheck.de) - Von der zweiten Viruswelle wurde Norwegen deutlich weniger stark getroffen, als noch von der ersten, so die Analysten von Postbank Research.
Zwar sei der Industrie-Output im Dezember um 0,2 Prozent zurückgegangen, allerdings sei in den beiden vorangegangenen Monaten die Produktion stark gestiegen - im gesamten vierten Quartal sei das Niveau des vorangegangenen Dreimonats-Zeitraums daher um annualisiert 9,4 Prozent überschritten worden.
Durch den Anstieg des BIP auf dem norwegischen Festland, bei dem volatile Sektoren wie Fischerei und Erdölförderung unberücksichtigt bleiben würden, um 1,9 Prozent im Schlussquartal 2020 gegenüber dem Vorquartal befinde sich die Wirtschaftsleistung nur noch 1,3 Prozent unter Vorkrisenniveau.
Der sprunghafte Anstieg der norwegischen Inflationsrate im Januar von 1,4 Prozent im Dezember auf 2,5 Prozent habe die Konsenserwartung von 1,7 Prozent deutlich übertroffen. Noch wichtiger sei jedoch, dass das von der Norges Bank präferierte Inflationsmaß, das die direkten Auswirkungen von Zinsänderungen ausschließe, trotz eines leichten Rückgangs mit 2,7 Prozent nun schon den 13 Monat in Folge über dem Zielwert von zwei Prozent liege.
Die Norges Bank könnte daher eine der ersten Notenbanken weltweit sein, die ihren Leitzins wieder anhebe. In den kommenden sechs Monaten dürfte sich die Norwegische Krone (NOK) daher gegen einen starken Euro behaupten und der EUR/NOK-Wechselkurs (10,24; Stand: 24.02.2021) bei 10,00 liegen. (Ausgabe März 2021) (26.02.2021/alc/a/a)
Zwar sei der Industrie-Output im Dezember um 0,2 Prozent zurückgegangen, allerdings sei in den beiden vorangegangenen Monaten die Produktion stark gestiegen - im gesamten vierten Quartal sei das Niveau des vorangegangenen Dreimonats-Zeitraums daher um annualisiert 9,4 Prozent überschritten worden.
Der sprunghafte Anstieg der norwegischen Inflationsrate im Januar von 1,4 Prozent im Dezember auf 2,5 Prozent habe die Konsenserwartung von 1,7 Prozent deutlich übertroffen. Noch wichtiger sei jedoch, dass das von der Norges Bank präferierte Inflationsmaß, das die direkten Auswirkungen von Zinsänderungen ausschließe, trotz eines leichten Rückgangs mit 2,7 Prozent nun schon den 13 Monat in Folge über dem Zielwert von zwei Prozent liege.
Die Norges Bank könnte daher eine der ersten Notenbanken weltweit sein, die ihren Leitzins wieder anhebe. In den kommenden sechs Monaten dürfte sich die Norwegische Krone (NOK) daher gegen einen starken Euro behaupten und der EUR/NOK-Wechselkurs (10,24; Stand: 24.02.2021) bei 10,00 liegen. (Ausgabe März 2021) (26.02.2021/alc/a/a)
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| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
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