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"Normale" Geldmarktzinsen erst in 2017?
11.11.13 15:12
fairesearch
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Nicht nur an der Wall Street orientieren sich die Börsentendenzen derzeit einzig an der Frage, wann beginnen die Notenbanken ihre Wertpapierkäufe zu reduzieren und damit steigende Geldmarktzinsen auszulösen, so Dr. Eberhardt Unger von "fairesearch".
Die Zins Futures würden den Beginn des Zinsanstiegs in etwa einem Jahr einpreisen und eine "normalisierte" Fed Funds Rate von 3% erst in vier Jahren für wahrscheinlich halten. Bei einem angenommenen Spread von 200 Basispunkten (BP) wären dann die 10-J-Renditen bei 5%.
Sei diese Annahme realistisch? Den Finanzmärkten werde im Allgemeinen die Fähigkeit zugesprochen, künftige Entwicklungen mit hinreichender Zuverlässigkeit vorherzusehen. In den Marktpreisen spiegelt sich die Entscheidung einer Vielzahl von Disponenten mit dem gesamten Fachwissen unserer Zeit, so die Analysten von "fairesearch".
Mit viel billigem Geld für allzu lange Zeit habe die FED die Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 mit verursacht. Mit noch billigerem Geld für noch längere Zeit habe sie sich dann gegen die Krise gestemmt.
Die Inflationsgefahren, die von einer so expansiven Geldpolitik ausgehen würden, könnten nicht übersehen werden, auch wenn sie nicht so schnell offensichtlich würden. Es gebe mehrere Arten von Inflation, nicht nur die Lebenshaltung, auch Vermögenspreise oder Schuldeninflation. Das Risiko der obigen Annahmen der Futures liege damit bei einem früheren und schärferen Zinsanstieg.
Die in der FED-Zentralbankbilanz ausgewiesenen Vermögenswerte hätten sich seit 2008 auf fast USD 4 Billionen vervierfacht. Darunter USD 2,1 Billionen Treasuries und US 1,4 Billionen MBS (Hypothekenpapiere). Die Wertpapierkäufe würden vielleicht in absehbarer Zeit gedrosselt, aber nicht eingestellt.
Die in den letzten Monaten steiler gewordene Renditenstruktur signalisiere aber, dass die Märkte bereits misstrauischer geworden seien. Bei einem Renditenanstieg auf etwa 4% würden auch der FED-Zentralbankbilanz sehr hohe Abschreibungen drohen. Auf das Budget würden bei einem voraussichtlichen Schuldenstand von dann USD 22 Billionen jährliche Zinsbelastungen von ca. USD 850 Milliarden zukommen.
Den Märkten für US-Staatsanleihen würden überproportionale Kursrisiken drohen, die auch auf andere Währungen abfärben würden. (11.11.2013/alc/a/a)
Die Zins Futures würden den Beginn des Zinsanstiegs in etwa einem Jahr einpreisen und eine "normalisierte" Fed Funds Rate von 3% erst in vier Jahren für wahrscheinlich halten. Bei einem angenommenen Spread von 200 Basispunkten (BP) wären dann die 10-J-Renditen bei 5%.
Sei diese Annahme realistisch? Den Finanzmärkten werde im Allgemeinen die Fähigkeit zugesprochen, künftige Entwicklungen mit hinreichender Zuverlässigkeit vorherzusehen. In den Marktpreisen spiegelt sich die Entscheidung einer Vielzahl von Disponenten mit dem gesamten Fachwissen unserer Zeit, so die Analysten von "fairesearch".
Die Inflationsgefahren, die von einer so expansiven Geldpolitik ausgehen würden, könnten nicht übersehen werden, auch wenn sie nicht so schnell offensichtlich würden. Es gebe mehrere Arten von Inflation, nicht nur die Lebenshaltung, auch Vermögenspreise oder Schuldeninflation. Das Risiko der obigen Annahmen der Futures liege damit bei einem früheren und schärferen Zinsanstieg.
Die in der FED-Zentralbankbilanz ausgewiesenen Vermögenswerte hätten sich seit 2008 auf fast USD 4 Billionen vervierfacht. Darunter USD 2,1 Billionen Treasuries und US 1,4 Billionen MBS (Hypothekenpapiere). Die Wertpapierkäufe würden vielleicht in absehbarer Zeit gedrosselt, aber nicht eingestellt.
Die in den letzten Monaten steiler gewordene Renditenstruktur signalisiere aber, dass die Märkte bereits misstrauischer geworden seien. Bei einem Renditenanstieg auf etwa 4% würden auch der FED-Zentralbankbilanz sehr hohe Abschreibungen drohen. Auf das Budget würden bei einem voraussichtlichen Schuldenstand von dann USD 22 Billionen jährliche Zinsbelastungen von ca. USD 850 Milliarden zukommen.
Den Märkten für US-Staatsanleihen würden überproportionale Kursrisiken drohen, die auch auf andere Währungen abfärben würden. (11.11.2013/alc/a/a)


