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In Nigeria sinkt die Inflation zum sechsten Mal in Folge
29.08.17 09:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt
Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - In Nigeria hat das Statistikamt gestern die Daten zur landesweiten Preisentwicklung im zurückliegenden Juli berichtet, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Demnach seien die allgemeinen Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 16,1% gestiegen. Nach einem Scheitelpunkt bei 18,7% im Januar 2017 habe sich die Jahresrate nun zum sechsten Mal in Folge auf das jetzige Niveau abgeschwächt. Damit bewege sich die Teuerung jedoch immer noch deutlich oberhalb der angestrebten Zielzone von 6% bis 9%. Vor allem die Ausgaben für Nahrungsmittel würden den disinflationären Trend in vielen anderen Bereichen konterkarieren.
Im Berichtsmonat habe sich der Teilindex für Nahrungsmittel erneut erhöht und mit 20,3% auf dem höchsten Stand seit dem Beginn der Datenreihe vor acht Jahren gelegen. Preistreiber seien nahezu alle Agrarprodukte gewesen. Infolge fehlender Lagermöglichkeiten und Kühlketten oder zu langer Transportzeiten gelange nur ein Teil der Ernte überhaupt zu den Verbrauchern. Dazu würden geringe Produktivität sowie eine in weiten Teilen des Landes unzureichende Sicherheitslage der landwirtschaftlichen Betriebe kommen. Dadurch würden die Preise für Nahrungsmittel in den kommenden Monaten besonders am Ernteverlauf abhängen. Die Regierung prognostiziere bislang jedenfalls eine günstige Ernte.
Generell nehme der Preisdruck in der Volkswirtschaft langsam ab: Die um Nahrungsmittel bereinigte Kerninflation sei im Juli mit 12,2% in der Jahresrechnung auf den niedrigsten Stand seit März 2016 zurückgegangen. Vor dem Hintergrund der jüngsten Preisentwicklung habe der geldpolitische Ausschuss im Juli den Leitzins unverändert bei 14,0% belassen. Mit Blick auf langsamere Preissteigerungen und stabile Inflationserwartungen würden die Analysten in Nigeria bis weit in das kommende Jahr mit einer abwartenden Geldpolitik rechnen. Eventuell ergebe sich in der 2. Jahreshälfte 2018 ausreichender Spielraum für Zinssenkungen um insgesamt 100 BP auf 13,0%. Mit Renditen nigerianischer Staatsanleihen von über 16,5% würden risikobereite Anleger voraussichtlich auf langlaufende Papieren setzen. (29.08.2017/alc/a/a)
Demnach seien die allgemeinen Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 16,1% gestiegen. Nach einem Scheitelpunkt bei 18,7% im Januar 2017 habe sich die Jahresrate nun zum sechsten Mal in Folge auf das jetzige Niveau abgeschwächt. Damit bewege sich die Teuerung jedoch immer noch deutlich oberhalb der angestrebten Zielzone von 6% bis 9%. Vor allem die Ausgaben für Nahrungsmittel würden den disinflationären Trend in vielen anderen Bereichen konterkarieren.
Im Berichtsmonat habe sich der Teilindex für Nahrungsmittel erneut erhöht und mit 20,3% auf dem höchsten Stand seit dem Beginn der Datenreihe vor acht Jahren gelegen. Preistreiber seien nahezu alle Agrarprodukte gewesen. Infolge fehlender Lagermöglichkeiten und Kühlketten oder zu langer Transportzeiten gelange nur ein Teil der Ernte überhaupt zu den Verbrauchern. Dazu würden geringe Produktivität sowie eine in weiten Teilen des Landes unzureichende Sicherheitslage der landwirtschaftlichen Betriebe kommen. Dadurch würden die Preise für Nahrungsmittel in den kommenden Monaten besonders am Ernteverlauf abhängen. Die Regierung prognostiziere bislang jedenfalls eine günstige Ernte.
Generell nehme der Preisdruck in der Volkswirtschaft langsam ab: Die um Nahrungsmittel bereinigte Kerninflation sei im Juli mit 12,2% in der Jahresrechnung auf den niedrigsten Stand seit März 2016 zurückgegangen. Vor dem Hintergrund der jüngsten Preisentwicklung habe der geldpolitische Ausschuss im Juli den Leitzins unverändert bei 14,0% belassen. Mit Blick auf langsamere Preissteigerungen und stabile Inflationserwartungen würden die Analysten in Nigeria bis weit in das kommende Jahr mit einer abwartenden Geldpolitik rechnen. Eventuell ergebe sich in der 2. Jahreshälfte 2018 ausreichender Spielraum für Zinssenkungen um insgesamt 100 BP auf 13,0%. Mit Renditen nigerianischer Staatsanleihen von über 16,5% würden risikobereite Anleger voraussichtlich auf langlaufende Papieren setzen. (29.08.2017/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,70 % | 1,90 % | 0,80 % | +42,11% | 22.04./22:00 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| 2,70 % | 1,80 % | |||


