Niedrige Inflation in der Eurozone: Aktuell und auch zukünftig


03.07.17 10:00
HSBC Trinkaus & Burkhardt

Düsseldorf (www.anleihencheck.de) - Im Juni gab die Jahresinflationsrate zwar auf 1,3% nach (Mai: 1,4%), das niedrigste Niveau seit Dezember 2016. Im Konsens wurde aber mit einem Wert von 1,2% gerechnet, so die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Demgegenüber habe sich die Kerninflationsrate, d. h die Inflationsrate ohne die Komponenten Energie und unverarbeitete Lebensmittel, auf 1,2% (Mai: 1,0%) befestigt. Bei der allgemeinen Jahresrate der Inflation könnte im Juni nun der Tiefstand für dieses Jahr durchschritten worden sein. Ein schneller Schwenk hin zu Jahresraten in der Nähe der Zielmarke der EZB (Inflation nahe, aber unter 2%) zeichne sich aber nach Erachten der Analysten nicht ab. Für 2017 würden die Analysten im Jahresdurchschnitt ein Plus bei den Lebenshaltungskosten von 1,5% gefolgt von 1,3% in 2018 erwarten. Die Analysten würden eine weitere Reduzierung der Anleihekäufe der EZB von derzeit 60 Mrd. EUR auf 40 Mrd. EUR zum Jahresstart 2018 erwarten und das Ende der Anleihekäufe sollte erst mit dem Start in das 4. Quartal 2018 beginnen. (03.07.2017/alc/a/a)