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Nicht wenige Anleger halten sich lieber an eine Devise: "Buy in May and sail away"


11.05.18 12:15
DNCA Investments

Paris (www.anleihencheck.de) - Die FED hat vorerst nicht an ihrem Zinsfahrplan für das Jahr 2018 gerührt, obwohl sie ihr Inflationsziel (2%) erreicht hat, so Igor de Maack, Fondsmanager und Sprecher von DNCA.

Zudem habe sie angedeutet, dass sie auch bei einem Überschießen der Teuerungsrate über die Zwei-Prozent-Marke hinaus nicht unbedingt beabsichtige, einzugreifen. Die amerikanischen Anleihemärkte hätten diese Aussagen zügig eingepreist und seien in der vergangenen Woche entsprechend mit rund 2,95% relativ stabil geblieben.

Dass in Europa das Wachstumstempo abnehme, sei mittlerweile spruchreif. Nur wenige Analysten würden für 2018 noch von einer Wachstumsrate um die 2,5% ausgehen, zumal der britische Handelspartner die Auswirkungen der Ungewissheit, die sich aus dem Brexit für Unternehmen und Verbraucher ergebe, allmählich zu spüren bekomme. Die Geschäftszahlen amerikanischer Unternehmen würden weiterhin erfreulich ausfallen, insbesondere bestimmter Technologiewerte wie Apple. Der iPhone-Hersteller habe ein riesiges Aktienrückkaufprogramm (100 Mrd. US-Dollar) angekündigt.

In Europa würden die Aufwärtskorrekturen der Gewinnzahlen indes weiter auf sich warten lassen. Für Bewegung an den Börsen würden weltweit Übernahmen und Fusionen in Sektoren sorgen, die entweder mit einem hohen Investitionsbedarf konfrontiert seien, wie die Telekommunikation mit dem 5G-Netz, Deflationsdruck aufgrund der Konkurrenz durch den Online-Handel spüren würden (Lebensmittel-Einzelhandel) oder bezüglich ihres Wachstums vor großen Herausforderungen stünden (Pharmaindustrie). Drei laufende Fusionen seien hier beispielhaft: Sprint/T Mobile US, Sainsbury's/Asda und Takeda/Shire.

Ein weltweites Wachstum auf ordentlichem Niveau und zwei Titanen (die Vereinigten Staaten und China), die als weltweite Konjunkturlokomotiven fungieren würden, eine rege M&A-Tätigkeit, eine hohe Dynamik bei Aktienrückkäufen und eine gewisse Berechenbarkeit der Geldpolitik - keine schlechten Zutaten für die Abstützung der jüngsten Rally, und dies trotz der berühmten Mahnung zur Vorsicht im Wonnemonat: "Sell in May and go away" heiße das altbekannte Sprichwort.

Nicht wenige Anleger scheinen jedoch optimistischer in die Zukunft zu schauen und halten sich lieber an eine andere Devise: "Buy in May and sail away", so die Experten von DNCA Investments. (11.05.2018/alc/a/a)