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Neuer Leitzinssenkungszyklus
13.11.24 08:54
LOYS
Oldenburg (www.anleihencheck.de) - Der Zinsmarkt weist seit Jahresbeginn einige Dynamik auf, so die Experten von LOYS.
Das gelte sowohl für das kurze als auch für das lange Ende der Zinsstrukturkurve. Nach drei Leitzinssenkungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) liege der Geldmarktzins für Sechsmonatsgeld in Deutschland aktuell bei knapp 3%. Der vergleichbare Satz stehe in den Vereinigten Staaten von Amerika bei 4,5%. Damit sei den Notenbanken der Einstieg in einen neuen Leitzinssenkungszyklus gelungen.
Nachdem sich die Geldentwertungsraten in den letzten Monaten normalisiert hätten, hätten die Zentralbanken Veranlassung zur Absenkung der Kurzfristzinsen gesehen. Gleichwohl deuteten die Oktober-Daten auf eine gewisse Hartnäckigkeit des Preisanstiegs hin. Erstaunlicherweise sei sowohl in den USA als auch vor allem in Europa die schwache Konjunktur als Begründung für die Zinssenkungen genannt worden. Dabei sei zu vergegenwärtigen, dass die EZB gar kein Konjunkturstützungsmandat besitze, sondern laut Statuten ausschließlich der Geldwertstabilität verpflichtet sei. Aber es sei hinlänglich bekannt, dass man es in der Eurozone mit Verträgen nicht so genau nehme, wie problemlos am Vertrag von Maastricht aufgezeigt werden könnte.
Die Leitzinssenkungen hätten vor allem den Immobilien- und ein wenig auch den Aktienmärkten Rückenwind verschafft. Vor allem am Immobilienmarkt sei es zu einem vernehmbaren Aufatmen gekommen. Selbst der Anleihenmarkt, der mehrere schwierige Jahre hinter sich habe, habe durch die Zinssenkungsphantasie in diesem Jahr zunächst Rückenwind erfahren. Kursrückgänge in den letzten Oktoberwochen hätten den RexP (Rex Performance Index) auf ein leichtes Jahresplus von 0,25% reduziert. Auffällig sei indessen die gute Entwicklung von Zinspapieren aus Schwellenländern.
In den kommenden Monaten werde die Zinsentwicklung vom Fortgang an der Inflationsfront bestimmt werden. Dabei falle auf, dass Erdöl- und Erdgas auf den Weltmärkten inzwischen wieder auf dem Niveau vor dem großen Inflationsschub in Höhe von ca. 20% notieren würden. Preistreibend hätten sich per Saldo vor allem Dienstleistungen erwiesen, und auf diesem Gebiet scheine der Aufwärtsdruck anzuhalten. Man denke etwa an Versicherungsprämien, die in den letzten Jahren erheblich angestiegen seien.
Auch das Thema Miete finde sich je nach Zusammensetzung des offiziellen Warenkorbes bei den Preistreibern. Angesichts des eklatanten Wohnungsmangels diesseits und jenseits des Atlantiks sei das keine Überraschung, zumal die Migration für zusätzliche Nachfrage nach Wohnraum sorge.
Der neue Zinssenkungszyklus habe zuletzt eine überschaubare Wirkung auf die Aktienmärkte gehabt. Ungeachtet einer fehlenden konjunkturellen Dynamik hätten die Eigenkapitalmärkte immerhin seit Jahresbeginn sportlich zulegen können. Tatsächlich könne man im Hause LOYS mit Stolz darüber sprechen, dass mit dem LOYS Premium Deutschland und dem Vates Aktien USA die besten Fonds ihrer jeweiligen Kategorie verwaltet würden. Während etwa der LOYS Premium Deutschland seit Jahresbeginn um gut 21% habe zulegen können, schieße der Vates Aktien USA mit einer Nettowertentwicklung im gleichen Zeitraum von ca. 42% den Vogel ab. (Ausgabe vom 12.11.2024) (13.11.2024/alc/a/a)
Das gelte sowohl für das kurze als auch für das lange Ende der Zinsstrukturkurve. Nach drei Leitzinssenkungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) liege der Geldmarktzins für Sechsmonatsgeld in Deutschland aktuell bei knapp 3%. Der vergleichbare Satz stehe in den Vereinigten Staaten von Amerika bei 4,5%. Damit sei den Notenbanken der Einstieg in einen neuen Leitzinssenkungszyklus gelungen.
Nachdem sich die Geldentwertungsraten in den letzten Monaten normalisiert hätten, hätten die Zentralbanken Veranlassung zur Absenkung der Kurzfristzinsen gesehen. Gleichwohl deuteten die Oktober-Daten auf eine gewisse Hartnäckigkeit des Preisanstiegs hin. Erstaunlicherweise sei sowohl in den USA als auch vor allem in Europa die schwache Konjunktur als Begründung für die Zinssenkungen genannt worden. Dabei sei zu vergegenwärtigen, dass die EZB gar kein Konjunkturstützungsmandat besitze, sondern laut Statuten ausschließlich der Geldwertstabilität verpflichtet sei. Aber es sei hinlänglich bekannt, dass man es in der Eurozone mit Verträgen nicht so genau nehme, wie problemlos am Vertrag von Maastricht aufgezeigt werden könnte.
In den kommenden Monaten werde die Zinsentwicklung vom Fortgang an der Inflationsfront bestimmt werden. Dabei falle auf, dass Erdöl- und Erdgas auf den Weltmärkten inzwischen wieder auf dem Niveau vor dem großen Inflationsschub in Höhe von ca. 20% notieren würden. Preistreibend hätten sich per Saldo vor allem Dienstleistungen erwiesen, und auf diesem Gebiet scheine der Aufwärtsdruck anzuhalten. Man denke etwa an Versicherungsprämien, die in den letzten Jahren erheblich angestiegen seien.
Auch das Thema Miete finde sich je nach Zusammensetzung des offiziellen Warenkorbes bei den Preistreibern. Angesichts des eklatanten Wohnungsmangels diesseits und jenseits des Atlantiks sei das keine Überraschung, zumal die Migration für zusätzliche Nachfrage nach Wohnraum sorge.
Der neue Zinssenkungszyklus habe zuletzt eine überschaubare Wirkung auf die Aktienmärkte gehabt. Ungeachtet einer fehlenden konjunkturellen Dynamik hätten die Eigenkapitalmärkte immerhin seit Jahresbeginn sportlich zulegen können. Tatsächlich könne man im Hause LOYS mit Stolz darüber sprechen, dass mit dem LOYS Premium Deutschland und dem Vates Aktien USA die besten Fonds ihrer jeweiligen Kategorie verwaltet würden. Während etwa der LOYS Premium Deutschland seit Jahresbeginn um gut 21% habe zulegen können, schieße der Vates Aktien USA mit einer Nettowertentwicklung im gleichen Zeitraum von ca. 42% den Vogel ab. (Ausgabe vom 12.11.2024) (13.11.2024/alc/a/a)
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| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 2,15 % | 2,15 % | - % | 0,00% | 31.05./17:30 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| XFARIV001614 | 2,65 % | 2,15 % | ||


