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Neue Warnsignale aus dem Lager der Notenbanken
26.06.23 10:00
DekaBank
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die Freude über das neue Jahreshoch des DAX Mitte Juni war von kurzer Dauer, so die Analysten der DekaBank.
In der vergangenen Woche hätten die Aktienkurse nachgegeben. Insbesondere am Freitag seien mit den vorläufigen Einkaufsmanagerindices für Euroland sehr ernüchternde Daten bezüglich der hiesigen Konjunktur gekommen. Viele kurzfristig orientierte Investoren würden erst einmal Gewinne mitnehmen, auch wegen neuer Warnsignale aus dem Lager der Notenbanken. Sowohl die US-Notenbank FED als auch die Europäische Zentralbank hätten angedeutet, dass weitere Leitzinssteigerungen nötig sein könnten, um die anhaltend hartnäckige Inflation in den Griff zu bekommen. Zwar seien die Inflationsraten weiterhin am Sinken. Doch könnte die Inflation angesichts hoher Lohnabschlüsse perspektivisch wieder anziehen. Diese neuen Zinsperspektiven müssten die Aktienmärkte erst einmal verarbeiten. Dabei würden weniger die Zinserhöhungen an sich bedrohlich wirken. Vielmehr würden ihre bremsenden Wirkungen auf die Konjunktur angezweifelt. Sofern diese Zweifel geringer würden, könnten die Märkte aber auch schnell wieder nach oben drehen.
In dieser Woche stünden neben dem EZB-Treffen im portugiesischen Sintra Preisdaten für Juni für Deutschland, Euroland und die USA im Fokus. Die deutschen Verbraucherpreise seien weiterhin auf dem Rückzug, was die am Donnerstag zur Veröffentlichung anstehenden vorläufigen Inflationsdaten für Juni unterstreichen würden. Die Euroland-Inflation sollte am Freitag aufgrund von Basiseffekten zwar auf 5,6% sinken, doch die entscheidende Kernrate sollte etwas zulegen. Um Zweifel an der FED-Zinserhöhung Ende Juli zu säen, wären für die US-Daten zu den Hauspreisen und dem Deflator des privaten Konsums, einem wichtigen Inflationsindikator, deutlich negative Überraschungen nötig. (26.06.2023/alc/a/a)
In der vergangenen Woche hätten die Aktienkurse nachgegeben. Insbesondere am Freitag seien mit den vorläufigen Einkaufsmanagerindices für Euroland sehr ernüchternde Daten bezüglich der hiesigen Konjunktur gekommen. Viele kurzfristig orientierte Investoren würden erst einmal Gewinne mitnehmen, auch wegen neuer Warnsignale aus dem Lager der Notenbanken. Sowohl die US-Notenbank FED als auch die Europäische Zentralbank hätten angedeutet, dass weitere Leitzinssteigerungen nötig sein könnten, um die anhaltend hartnäckige Inflation in den Griff zu bekommen. Zwar seien die Inflationsraten weiterhin am Sinken. Doch könnte die Inflation angesichts hoher Lohnabschlüsse perspektivisch wieder anziehen. Diese neuen Zinsperspektiven müssten die Aktienmärkte erst einmal verarbeiten. Dabei würden weniger die Zinserhöhungen an sich bedrohlich wirken. Vielmehr würden ihre bremsenden Wirkungen auf die Konjunktur angezweifelt. Sofern diese Zweifel geringer würden, könnten die Märkte aber auch schnell wieder nach oben drehen.
In dieser Woche stünden neben dem EZB-Treffen im portugiesischen Sintra Preisdaten für Juni für Deutschland, Euroland und die USA im Fokus. Die deutschen Verbraucherpreise seien weiterhin auf dem Rückzug, was die am Donnerstag zur Veröffentlichung anstehenden vorläufigen Inflationsdaten für Juni unterstreichen würden. Die Euroland-Inflation sollte am Freitag aufgrund von Basiseffekten zwar auf 5,6% sinken, doch die entscheidende Kernrate sollte etwas zulegen. Um Zweifel an der FED-Zinserhöhung Ende Juli zu säen, wären für die US-Daten zu den Hauspreisen und dem Deflator des privaten Konsums, einem wichtigen Inflationsindikator, deutlich negative Überraschungen nötig. (26.06.2023/alc/a/a)


