Erweiterte Funktionen
Die Nachteile einer allzu lockeren Geldpolitik
06.03.13 10:00
fairesearch
Frankfurt (www.anleihencheck.de) - Die seit dem Jahr 2008 hartnäckig anhaltende Konjunkturflaute in der ganzen Welt hat die Hoffnung gestärkt, dass durch viel billiges Geld letztlich doch noch Konjunkturimpulse ausgelöst werden, so Dr. Eberhardt Unger von "fairesearch".
Von der Fiskalpolitik seien Notenbanken zu einer äußerst expansiven Geldpolitik veranlasst. Schon das fünfte Jahr lägen die Leitzinsen nahe 0%. Bisher ohne jeden Erfolg. Von der Fiskalpolitik seien wegen der Überschuldung der meisten Staaten kaum noch Stimulierungen zu erhoffen. Das Ausmaß der Lockerungen suche in der Geschichte seinesgleichen. Doch das habe auch schwere Nachteile:
Käufe von Staatsanleihen durch die Zentralbanken seien für die langfristige Stabilität keineswegs so harmlos wie es den Märkten vorgegaukelt werde. Unter der verharmlosenden Bezeichnung "quantitative Lockerungen" würden sie sich in einer starken Aufblähung der Bilanzen der Notenbanken spiegeln. Die Käufe von Staatsanleihen zu Marktpreisen würden die Kurse an den Börsen künstlich hochhalten und verhindern, dass sich die Rentenrenditen auf einem "marktkonformen" Niveau einpendeln würden.
An Sparer, Rentenfonds oder Lebensversicherungen, die auf Zinseinnahmen angewiesen seien und ihren dadurch erzwungenen Konsumverzicht, denke überhaupt niemand. Neue Ersparnisse, die eigentlich die Investitionen finanzieren sollten, an den Geld- und Rentenmärkten anzulegen, werde durch einen realen Wertverlust bestraft, da sie nicht einmal mehr Inflation und Steuern ausgleichen würden.
Die gesamte Zinsstrukturkurve werde verzerrt, Kredite würden nicht mehr optimal in produktive und aussichtsreiche Investitionen fließen und könnten dadurch neue Krisen auslösen. Wenn es so "leicht" werde, neue staatliche Schulden zu finanzieren, nehme der Treasurer umso lieber den Weg des geringsten Widerstandes, ohne sich um die künftige Zinsbelastung allzu viele Sorgen zu machen. Wie viel schwieriger und unpopulärer sei es doch, Steuern zu erhöhen oder gar Ausgaben zu kürzen, und das kurz vor den nächsten Wahlen.
Wenn die Notenbank Anleihen von Nichtbanken kaufe, komme das neu geschaffene Geld unmittelbar auf den Konten der Nichtbanken an und erhöhe die umlaufende Geldmenge (M1, M3). Damit sie nicht inflationstreibend wirke, müsste sie eigentlich durch eine restriktivere Geldpolitik wieder abgeschöpft werden.
Eine Überschuldung durch eine expansive Geldpolitik bekämpfen zu wollen, sei der direkte Weg in einen Inflationsprozess. (06.03.2013/alc/a/a)
Von der Fiskalpolitik seien Notenbanken zu einer äußerst expansiven Geldpolitik veranlasst. Schon das fünfte Jahr lägen die Leitzinsen nahe 0%. Bisher ohne jeden Erfolg. Von der Fiskalpolitik seien wegen der Überschuldung der meisten Staaten kaum noch Stimulierungen zu erhoffen. Das Ausmaß der Lockerungen suche in der Geschichte seinesgleichen. Doch das habe auch schwere Nachteile:
Käufe von Staatsanleihen durch die Zentralbanken seien für die langfristige Stabilität keineswegs so harmlos wie es den Märkten vorgegaukelt werde. Unter der verharmlosenden Bezeichnung "quantitative Lockerungen" würden sie sich in einer starken Aufblähung der Bilanzen der Notenbanken spiegeln. Die Käufe von Staatsanleihen zu Marktpreisen würden die Kurse an den Börsen künstlich hochhalten und verhindern, dass sich die Rentenrenditen auf einem "marktkonformen" Niveau einpendeln würden.
Die gesamte Zinsstrukturkurve werde verzerrt, Kredite würden nicht mehr optimal in produktive und aussichtsreiche Investitionen fließen und könnten dadurch neue Krisen auslösen. Wenn es so "leicht" werde, neue staatliche Schulden zu finanzieren, nehme der Treasurer umso lieber den Weg des geringsten Widerstandes, ohne sich um die künftige Zinsbelastung allzu viele Sorgen zu machen. Wie viel schwieriger und unpopulärer sei es doch, Steuern zu erhöhen oder gar Ausgaben zu kürzen, und das kurz vor den nächsten Wahlen.
Wenn die Notenbank Anleihen von Nichtbanken kaufe, komme das neu geschaffene Geld unmittelbar auf den Konten der Nichtbanken an und erhöhe die umlaufende Geldmenge (M1, M3). Damit sie nicht inflationstreibend wirke, müsste sie eigentlich durch eine restriktivere Geldpolitik wieder abgeschöpft werden.
Eine Überschuldung durch eine expansive Geldpolitik bekämpfen zu wollen, sei der direkte Weg in einen Inflationsprozess. (06.03.2013/alc/a/a)


