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Mini-Hochzinsanleihen: Auf der Suche nach...
20.11.17 11:45
Wolfgang Steubing AG
Frankfurt am Main (www.anleihencheck.de) - Wir hatten es prognostiziert: Der Oktober 2017 hat den Privatanlegern in Mittelstandsanleihen wieder Freude gemacht, so das Team des Steubing German Mittelstand Fund I (SGMF) (ISIN LU0934080986/ WKN A1WY59, ausschüttend; ISIN LU0934081281/ WKN A1WY6A, thesaurierend), das sich im "Standpunkt German Mittelstand" regelmäßig zum Markt für Mittelstands- und Hochzinsanleihen äußert.
Neben den Vollplatzierungen in teilweise kürzester Zeit von verschiedenen Minibonds, sprächen auch noch die rekordverdächtigen hohen Umtauschquoten von Alt- in Neuanleihen eine deutliche Sprache.
Auf der Suche nach den Goldenen Zeiten: Heiße das, dass jetzt alles wieder gut sei? Alle Beteiligten - Institutionelle Investoren, Privatanleger und auch die bewertende Öffentlichkeit (Medien) - hätten die Fehler vergessen? "Scotty, beam uns ins Jahr 2012"; da sei noch alles in Ordnung gewesen. Die letzten Monate würden zeigen, dass das zarte Pflänzchen "Mittelstandsanleihen" von vielen nicht wohlmeinenden Gesellen nicht völlig zertrampelt worden sei und sich versuche langsam wieder aufzurichten. Dafür brauche es aber noch lange Unterstützung von außen, denn alleine habe es nicht die Kraft. Hier seien insbesondere die beratenden Banken gefragt, die die manchmal zu optimistischen Emittenten auf den Boden der Tatsachen zurück holen müssten. Unternehmen, die am Kapitalmarkt agieren möchten, müssten sich zukünftig striktere Convenants nachvollziehbar unterwerfen.
Auf der Suche nach dem richtigen Zinssatz: Es sei völlig klar, dass Emittenten versuchen würden, den niedrigsten Zinssatz für ihren Kapitaldienst auszuloten. Dafür würden sie den Wettbewerb nutzen. Die Zahl der potenziellen Emittenten habe durch die veritable Krise am Markt für Mittelstandsanleihen abgenommen. Im Beauty Contest zwischen den beratenden Banken, werde die Höhe des anzubietenden Kupons, zunehmend zum Ausschlusskriterium für die Gewinnung des Mandats.
Dabei werde aber schnell vergessen, Mittelstandsanleihen seien Hochzinsanleihen, die Fremdkapital als Risikokapital einwerben würden. Die Aussagen, dass die Zinsen für Firmenkredite etwas über 2 Prozent lägen, seien hier definitiv wertlos. Der Risikozinssatz von Banken sei deutlich höher und durch die Basler Regelungen vorgegeben. Umso risikoreicher der Kredit, umso mehr Eigenkapital werde damit in den Büchern der Banken blockiert. Ergo: Auch die Banken würden sich das Fremdkapital gut verzinsen lassen. Zusätzlich plädieren die Analysten der Wolfgang Steubing AG dafür, dass vermehrt halbjährliche Kuponzahlungen eingeführt werden, damit die Investoren Vertrauen in ihre Anlage gewinnen. Das würde auch dazu beitragen, dass die Bonds liquider zu handeln wären.
Auf der Suche nach der Mitte: Asiatische Kampfsportarten würden lehren, dass aus einer starken Mitte Geschwindigkeit und Kraft entstünden. Das sei körperlich extrem fordernd. Der Markt für Minibonds müsse seine Mitte finden. Es müssten den Forderungen der Investoren und der Öffentlichkeit Gehör verschafft werden. Das sei zugegebener Maßen anstrengend - aber schaffe einen gesunden Markt.
Auf der Suche nach dem richtigen Namen: Vielleicht sei es jetzt auch an der Zeit im Sinne von Produktwahrheit und Produktklarheit von Mini-Hochzinsanleihen zu sprechen. Wir werden das ab jetzt tun, so die Analysten der Wolfgang Steubing AG. (20.11.2017/alc/a/a)
Neben den Vollplatzierungen in teilweise kürzester Zeit von verschiedenen Minibonds, sprächen auch noch die rekordverdächtigen hohen Umtauschquoten von Alt- in Neuanleihen eine deutliche Sprache.
Auf der Suche nach den Goldenen Zeiten: Heiße das, dass jetzt alles wieder gut sei? Alle Beteiligten - Institutionelle Investoren, Privatanleger und auch die bewertende Öffentlichkeit (Medien) - hätten die Fehler vergessen? "Scotty, beam uns ins Jahr 2012"; da sei noch alles in Ordnung gewesen. Die letzten Monate würden zeigen, dass das zarte Pflänzchen "Mittelstandsanleihen" von vielen nicht wohlmeinenden Gesellen nicht völlig zertrampelt worden sei und sich versuche langsam wieder aufzurichten. Dafür brauche es aber noch lange Unterstützung von außen, denn alleine habe es nicht die Kraft. Hier seien insbesondere die beratenden Banken gefragt, die die manchmal zu optimistischen Emittenten auf den Boden der Tatsachen zurück holen müssten. Unternehmen, die am Kapitalmarkt agieren möchten, müssten sich zukünftig striktere Convenants nachvollziehbar unterwerfen.
Dabei werde aber schnell vergessen, Mittelstandsanleihen seien Hochzinsanleihen, die Fremdkapital als Risikokapital einwerben würden. Die Aussagen, dass die Zinsen für Firmenkredite etwas über 2 Prozent lägen, seien hier definitiv wertlos. Der Risikozinssatz von Banken sei deutlich höher und durch die Basler Regelungen vorgegeben. Umso risikoreicher der Kredit, umso mehr Eigenkapital werde damit in den Büchern der Banken blockiert. Ergo: Auch die Banken würden sich das Fremdkapital gut verzinsen lassen. Zusätzlich plädieren die Analysten der Wolfgang Steubing AG dafür, dass vermehrt halbjährliche Kuponzahlungen eingeführt werden, damit die Investoren Vertrauen in ihre Anlage gewinnen. Das würde auch dazu beitragen, dass die Bonds liquider zu handeln wären.
Auf der Suche nach der Mitte: Asiatische Kampfsportarten würden lehren, dass aus einer starken Mitte Geschwindigkeit und Kraft entstünden. Das sei körperlich extrem fordernd. Der Markt für Minibonds müsse seine Mitte finden. Es müssten den Forderungen der Investoren und der Öffentlichkeit Gehör verschafft werden. Das sei zugegebener Maßen anstrengend - aber schaffe einen gesunden Markt.
Auf der Suche nach dem richtigen Namen: Vielleicht sei es jetzt auch an der Zeit im Sinne von Produktwahrheit und Produktklarheit von Mini-Hochzinsanleihen zu sprechen. Wir werden das ab jetzt tun, so die Analysten der Wolfgang Steubing AG. (20.11.2017/alc/a/a)
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