Mexiko: Inflationsrate im April erneut gestiegen


13.05.19 10:15
Deutsche Bank

Frankfurt (www.anleihencheck.de) - In Mexiko ist die Inflationsrate im April erneut gestiegen und liegt jetzt mit 4,41 Prozent über dem Zielkorridor der Zentralbank, der von zwei bis vier Prozent reicht, so die Deutsche Bank AG in einer aktuellen Ausgabe "MÄRKTE am Morgen".

Ein großer Teil der Preissteigerungen lasse sich jedoch durch das Osterfest erklären, durch das vor allem die Preise im Reise- und Tourismussektor gestiegen seien. Die Teuerungsrate dürfte daher im Mai wieder sinken. Hierzu könnte auch die Stärke des Pesos beitragen, durch die sich Einfuhren verbilligen würden. Seit Quartalsbeginn habe er gegen den Euro fast zwei Prozent aufwerten können, stärker als jede andere Schwellenlandwährung. Das relativ hohe Zinsniveau von 8,25 Prozent stütze die Währung. Zudem schienen sich zuletzt die Sorgen von Investoren zu verstreuen, dass die Regierung die Ausgaben zu sehr ausweiten könnte, um die schwächelnde Wirtschaft anzukurbeln, so die Deutsche Bank AG. Jetzt könnte jedoch neue Verunsicherung um den Regierungsstil von Präsident López Obrador auf dem Peso lasten. Nachdem verschiedene internationale Firmen bekannt gegeben hätten, dass der Bau einer im Wahlkampf versprochenen Raffinerie für die vorgegebenen 8 Milliarden US-Dollar nicht zu bewerkstelligen sei, habe Obrador die Expertenmeinungen ignoriert und bekannt gegeben, dass das Projekt jetzt vom Energieministerium und dem staatlichen Mineralölkonzern Pemex durchgeführt werden solle. (13.05.2019/alc/a/a)